28. Feb 2020 | Nr. 14 | Kategorie: Pressemitteilungen

Tourismusverband MV nimmt Absage der ITB mit Verständnis und Bedauern auf

Blick auf die Ostsee, Nationalpark Jasmund, Foto: TMV/Riemann

Blick auf die Ostsee, Nationalpark
Jasmund, Foto: TMV/Riemann

Landestourismusverband und die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern können sich erstmals seit 1990 nicht auf weltgrößter Reisemesse präsentieren

Die ITB Berlin, die weltgrößte Fachmesse für das Reisen, zu der rund 160.000 Besucher aus mehr als 180 Ländern erwartet wurden, findet in diesem Jahr nicht statt. Die vom 3. bis zum 8. März 2020 geplante Veranstaltung wurde am Abend des 28. Februar im Ergebnis der Risikoabschätzung im Krisenstab der Bundesregierung durch die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci abgesagt. Bundesregierung und Gesundheitsbehörden schätzen die Gefahr einer Verbreitung des Corona-Virus aktuell als zu hoch ein.

Infolgedessen wird sich auch das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern nicht in Berlin präsentieren. Dazu Birgit Hesse, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Einen solchen Fall hat es in der Messehistorie und auch in der 30-jährigen Tourismusgeschichte unseres Landes noch nicht gegeben. Wir haben aufgrund der unübersichtlichen Lage Verständnis für die Entscheidung der Behörden, empfinden nachvollziehbarer Weise aber auch Bedauern über die entgangene Chance, Mecklenburg-Vorpommern im Schaufenster der Welt zu zeigen.“ Die ITB als globale Leitmesse sei auch die wichtigste Fachveranstaltung für den MV-Tourismus, um im nationalen und internationalen Zusammenhang neue Geschäfte, Kontakte und Kooperationen anzubahnen und Brücken zur Politik und zu den Medien zu schlagen. Vor zwei Jahren, im Jahr 2018, hatte Mecklenburg-Vorpommern als erstes deutsches Bundesland die Rolle als Partnerland übernommen und damit im In- und Ausland für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Der aus dem Ausfall der ITB resultierende Schaden für die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern sei im Moment noch nicht im Detail abzuschätzen, erklärte Birgit Hesse – auch weil nicht sicher sei, ob möglicherweise Regressforderungen geltend gemacht werden können. Klar ist, dass auch aufgrund der kurzfristigen Absage ein Teil der vertraglich geplanten Ausgaben zu Buche schlägt. Zu rechnen ist mit Kosten in sechsstelliger Höhe. Der Tourismusverband prüft aktuell jeden Einzelfall; verbandsseitig bestehende Versicherungen greifen in dieser speziellen Situation nicht. Durch den Ausfall der Messe werden von Seiten Mecklenburg-Vorpommerns unter anderem auch die Pressekonferenz und die geplante Abendveranstaltung abgesagt, die unter dem Titel „30 Jahre Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern – ein Blick in die Zukunft“ im Restaurant des neuen Futuriums mit rund 100 Vertretern aus Tourismus, Politik, Wirtschaft und Medien am Abend des 4. März geplant war.

Um alle Handlungen und Folgen abschätzen zu können, steht der Tourismusverband sowohl mit der Messegesellschaft in Berlin als auch mit den Mitausstellern aus dem Nordosten, allen weiteren Partnern sowie mit den für den Aufbau und die Organisation betrauten Unternehmen in Kontakt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Absage wurden alle Vorbereitungsmaßnahmen, die im Zusammenhang mit dem geplanten Auftritt in der Bundeshauptstadt stehen, gestoppt. So war beispielsweise der Bau des Messestandes des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommerns bereits in vollem Gange. Alle avisierten Treffen und Gespräche mit internationalen Reiseveranstaltern, Medienvertretern und Partnern werden abgesagt.

Über die Messe ITB hinaus ist aufgrund der unklaren Lage und der Entwicklung aktuell nicht absehbar, inwieweit die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Wochen und Monaten vom Auftreten des Corona-Virus und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen betroffen sein wird. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sammelt und bündelt Informationen und bleibt in Bereitschaft und Abstimmung zu diesem Thema.

Hintergrund:
Die ITB Berlin gilt als weltweit größte Reisemesse. Mit vielen Neuigkeiten im Gepäck und insgesamt 18 Ausstellern wollte sich Deutschlands Urlaubsland Nummer 1 mit einem offenen Stand und einem Programm, das die Themen Natur, Nachhaltigkeit und Nähe in den Mittelpunkt stellt, in der Norddeutschland-Halle in Berlin einem internationalen Publikum präsentieren. Als Kommunikationsschwerpunkte wurden unter anderem die neue Kampagne „Inselklänge“ der Insel Rügen, die Gästen eine Reise durch die musikalische Vielfalt des Eilandes ermöglicht, sowie kulturelle Höhepunkte gesetzt. Dazu zählen der 150. Geburtstag von Ernst Barlach zu Beginn dieses Jahres, der Anlass für zahlreiche Veranstaltungen in Güstrow ist, dem Ort, an dem der Künstler viele Jahre verbrachte. Des Weiteren gehören dazu unter anderem die Kunstausstellungen anlässlich des 90. Geburtstages von Günther Uecker in Schwerin und Rostock.

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