23. Nov 2018 | Nr. 93 | Kategorie: Regionenpressedienst

Familienurlaub auf der Insel Usedom: „Das ist der größte Sandkasten der Welt!“

Im feinen Sand an der Seebrücke Ahlbeck finden die beiden jede Menge Platz zum Schaufeln, Baggern und Buddeln, Foto: TMV/Krauss

Im feinen Sand an der Seebrücke Ahlbeck finden Kinder jede Menge Platz zum Schaufeln, Baggern und Buddeln, Foto: TMV/Krauss

Kleine Schätze am kilometerlangen Strand entdecken, im erfrischenden Meer toben und nachts von den Abenteuern der Piraten träumen: Für die Geschwister Alma und Oskar ist der Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern das Allergrößte!

„Guck mal, was ich gefunden habe!“, ruft Oskar, läuft auf seine Schwester Alma zu und hebt ganz stolz die Hand in die Höhe: „Eine Riesenmuschel!“ Leuchtende Kinderaugen nehmen das Fundstück genau ins Visier. Verzückt lässt die kleine Alma ihre Finger über die raue Oberfläche gleiten, bevor sie voller Tatendrang aufspringt und selbst auf Schatzsuche geht. Denn das kann man hier am breiten Strand von Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom am allerbesten.

Als die Sonne genau über ihren Köpfen steht und die warmen Strahlen Almas Nase kitzeln, hat sie schon so einiges gefunden: weiches, vom Meerwasser geschliffenes Holz, viele klitzekleine Muscheln und ein paar größere sind auch dabei. Ein Blick und die beiden Geschwister sind sich einig: Jetzt ist es allerhöchste Zeit, es sich im Schatten der Strandkörbe gemütlich zu machen und die schönste Sandburg zu bauen, die die Welt je gesehen hat.

Ablenken lassen sich die geschäftigen Baumeister von ihrem Projekt nur hin und wieder von der ein oder anderen Möwe, die sich vom 280 Meter langen Steg der ältesten Seebrücke Deutschlands erhebt, kreischend ihre Runden dreht, sich in der Nähe niederlässt und die beiden Kinder interessiert beäugt. Alma blickt nach links und nach rechts, breitet ihre Arme aus und Oskar sagt, was seine kleine Schwester meint: „Ja, das ist der größte Sandkasten der Welt!“

Nachdem sie aus dem warmen Sand schließlich auch leckeren Kuchen gebacken – und bunte Eiswaffeln aufgefüllt haben, wollen die beiden Fische gucken gehen. Die kleine Alma kreischt vergnügt auf, als Oskar sie mit Meerwasser bespritzt. Schnell tut sie es ihm gleich. Was folgt, ist eine wilde Verfolgungsjagd am seichten Ostseeufer.

Am Piratenspielplatz in Heringsdorf finden Oskar und Alma schnell Verbündete
Die Vorfreude reißt die beiden wenig später aus ihrem Nachmittagsnickerchen im Strandkorb. Denn: Wie echte Piraten werden sie den Strand nun verlassen und die Geheimnisse der Weltmeere entdecken. Und das – das wissen die beiden Abenteurer schon ganz genau – klappt auf dem Piratenspielplatz in Heringsdorf am allerbesten.

Schnell klettert Oskar ins Krähennest, das auf dem großen Holzschiff thront, formt die Hand zu einem Teleskop und ruft Alma zu: „Volle Kraft voraus!“ In ihrer Fantasie legen die beiden in den nächsten Stunden unzählige Seemeilen zurück, schlagen unheimliche Ungeheuer in die Flucht – oder rutschen ihnen einfach davon. Ihnen zur Seite steht mit Anna, Thomas und Hendrik schnell eine ganze Crew. Und jeder darf mal der Kapitän sein.

Noch mehr spannende Geschichten mit Hugo, dem Märchenbaum
Nach all den Abenteuern, die Oskar und Alma heute gemeinsam bestritten haben, genießen sie es nun, den spannenden Geschichten anderer Helden zu lauschen. Und die kann kaum jemand so gut erzählen wie Hugo, der Märchenbaum. Er wohnt ein kleines Stückchen abseits der Seebrücke an der „Märchenbaumpromenade“ in Heringsdorf. Zwischen uralten Buchen mitten auf einer hellgrünen Wiese. Hugo ist anders als all die anderen Bäume, die Oskar und Alma bisher gesehen haben. Er hat riesengroße Augen, eine lange Nase und einen großen Mund. Aber das ist ja klar, denn wie sollte er sonst Märchen erzählen können? Gespannt lauschen die Geschwister Hugos Erzählung von „Der Fischer und seine Frau“, in der es um einen Zauberfisch geht, der auch sprechen kann. Und um eine Frau, die nie zufrieden ist, ganz egal, welche Wünsche ihr der Zauberfisch erfüllt.

„Wie kann man denn nur so unglücklich sein?“, fragt Oskar, als der Märchenbaum seine Geschichte zu Ende erzählt hat. Am Abend, als er ganz schläfrig in seinem Bett liegt, stellt er sich vor, der Zauberfisch würde ihn besuchen. „Ich hätte dann nur einen einzigen Wunsch“, sagt Oskar zu seiner Schwester Alma, die schon tief und fest schläft. „Ich würde mir wünschen, dass wir das Meer mit nach Hause nehmen könnten!“

 

Weitere Fotos zum Herunterladen:
Am seichten Ostseeufer darf auch die kleine Alma ohne Schwimmflügel spielen (Quelle: TMV/Krauss)
Die Seebrücke in Ahlbeck ist die älteste Seebrücke Deutschlands (Quelle: TMV/Krauss)
„Hallo Hugo!“ Oskar begrüßt den Märchenbaum, der zwischen alten Buchen auf der hellgrünen Wiese in Heringsdorf wohnt (Quelle: TMV/Krauss)

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