28. Sep 2018 | Nr. 77 | Kategorie: Regionenpressedienst

Tief durchatmen in den Kur- und Heilwäldern Mecklenburg-Vorpommerns

Dr. rer. hum. Dirk Gramsch, Verwaltungsdirektor der Reha- Klinik Usedom GmbH, Foto: TMV/Krauss

Dr. rer. hum. Dirk Gramsch, Verwaltungsdirektor der Reha- Klinik Usedom GmbH, Foto: TMV/Krauss

Raschelndes Laub, singende Vögel und Bäume, die ihren zarten Duft verströmen: Jeder Ausflug in den Wald kann zum sinnlichen Abenteuer werden. In Mecklenburg-Vorpommern bringt das Naturerlebnis sogar noch mehr: Gesundheit für Körper, Geist und Seele.

„Mama, wetten, dass ich höher springen kann als du?“, fragt Charlotte – nimmt Anlauf und fliegt geradezu durch den Parcours, der aus vielen Stangen in unterschiedlicher Höhe besteht. Zwei Stunden toben sich Charlotte und Mama Tanja im Aktivbereich des Kurwaldes im Ostseeheilbad Graal-Müritz aus, treten auf dem Trampolin gegeneinander an oder balancieren gemeinsam über weiche Holzbalken, bevor sie die Zehen in den feinen Sand des Barfußpfades graben. „Wir sind zufällig vorbeigekommen“, erzählt Tanja. Eigentlich wollten sie zum nahegelegenen Meer. „Aber wir haben uns gern ablenken lassen.“

„Viele Besucher nutzen unseren Aktivbereich im Küstenwald zwischen Mahlbusen und Rhododendronpark ganz spontan“, erzählt Roman Ferken von der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz. Andere wissen schon im Vorfeld um die heilklimatischen Besonderheiten, die im traditionsreichen Ostseeheilbad herrschen und suchen den Wald ganz bewusst auf. Neben dem Fitnessbereich gibt es auch einen Erholungswald, in dem es sich Besucher auf Bänken gemütlich machen, den Ausblick auf die See genießen und entspannen können.

Ostseebad Heringsdorf: Der erste zertifizierte Kur- und Heilwald Europas
Ein Projekt, das bis heute weltweit einmalig ist: Aufgrund medizinischer Gutachten und Feldstudien wurde das Waldgebiet „Alte Welt“ im Ostseebad Heringsdorf als erster Kur- und Heilwald Europas zertifiziert und ist damit offiziell ein Therapieelement bei der Behandlung von erkrankten Patienten. „Besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen profitieren von den Übungen, die geschulte Therapeuten mit ihnen in dem 190 Hektar großen Waldgebiet machen“, erzählt Dr. rer. hum. Dirk Gramsch, Verwaltungsdirektor der Reha- Klinik Usedom GmbH.

Denn während die Buche einen großen Sauerstoffreichtum erzeugt, beruhigen die ätherischen Öle der Fichte die oberen Atemwege. „Die besonderen Lichtverhältnisse sowie die tiefe Ruhe in dieser Smartphone-freien Zone wirken positiv auf die Psyche“, so Gramsch. Der Kur- und Heilwald lädt Patienten, aber auch Spaziergänger oder Fitness-Fans auf verschiedenen Stationen zu Körper- und Meditationsübungen ein. Dabei sind viele Wege so angelegt, dass sie auch mit dem Rollstuhl, Rollator oder von blinden Menschen gut bewältigt werden können.

Heilbad Bad Doberan: Genesung in der einzigartigen Ostseelage
„Halten Sie den Rücken gerade, strecken Sie den rechten Arm und atmen Sie tief aus.“ Sieben Patientinnen der Rehaklinik „Moorbad“ Bad Doberan sitzen am Waldrand auf ihren Gymnastikbällen und befolgen konzentriert die Anweisungen ihres Therapeuten, der die Übungen bewusst im Freien durchführt. Denn hier am Waldgebiet Eikhäge ist es nicht nur das Training, sondern mit dem besonderen Reizklima aus Meeres- und Waldluft das volle Potenzial der Natur, das zur Genesung der Patienten beiträgt.

Das Heilbad Bad Doberan kann auf eine lange Tradition im Bade- und Kurwesen zurückblicken. Diese wird durch moderne Kliniken wie dem „Moorbad“ heute fortgeführt und stetig erweitert: So wird das beliebte Waldgebiet Eikhäge bis Ende des Jahres um Therapiegeräte, eine Kneipp-Strecke und präparierte Wege zum Kur- und Heilwald weiterentwickelt. Ärzte und Therapeuten des „Moorbads“ Bad Doberan sind von der großen Bedeutung des Waldes für die Rehabilitation und Prävention überzeugt. Und die positiven Erfahrungswerte ihrer Patienten geben ihnen Recht.

 

Weitere Fotos zum Herunterladen:
Gymastikkurs im Freien (Quelle: TMV/Krauss)
Idyllisches Waldstück beim Moorbad Bad Doberan (Quelle: TMV/Krauss)
Spielend Lernen im Rhododendronpark Graal-Müritz (Quelle: TMV/Krauss)

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