21. Sep 2018 | Nr. 73 | Kategorie: Pressemitteilungen

Von der Bärenburg zum Polarium – für den Rostocker Zoo bricht eine neue Ära an

Eisbärin Noria, Foto: Joachim Kloock/Zoo Rostock

Eisbärin Noria in der neuen Anlage, Foto: Joachim Kloock/Zoo Rostock

200 Tiere eingezogen, dritter Eisbär wird noch dieses Jahr erwartet / „Whirlpool“ und 15 Bruthöhlen für insgesamt 36 Pinguine / Ausstellung mit Meereswelt und vielen Aktionen für Kinder

Viele Rostocker Generationen sind seit den 1950er Jahren mit der Bärenburg aufgewachsen. Heute wurde nun mit der modernen Erlebnis- und Bildungswelt des Polariums ein neues Kapitel im fast 120 Jahre alten Zoo aufgeschlagen. Im Herzen des historischen Zooteils ist mit 200 Tieren wieder Leben eingezogen. Das Polarium nimmt die Besucher mit auf eine Reise vom Süd- zum Nordpol. Die Pinguine leben ausschließlich auf der Südhalbkugel und die Polarbären in der Arktis auf der Nordhalbkugel. Nur im Rostocker Zoo sind sie direkte Nachbarn. Mit etwa 12.500 Quadratmetern Gesamtfläche umfasst das Gelände einerseits ein neues Freigehege mit Bruthöhlen sowie ein Wasserbecken mit Sichtscheiben für bis zu 36 Humboldt-Pinguine und deren Nachwuchs. Zum anderen gibt es eine weitläufige Tundra-Landschaft für drei erwachsene Eisbären und ihre Nachkommen.

Zum Polarium gehört zudem ein Besucherinformationszentrum mit einer Eisbären-Ausstellung und den Meereswelten, einem abwechslungsreichen Aquaristikbereich. Dieser erlaubt einen Blick in die mystische Unterwasserwelt der Ozeane. Der Weg der Besucher führt über die Pinguin-Anlage zum ersten Außengehege der Eisbären mit der historischen Einsicht von der Eichenallee und dem erhaltenen Storchenturm weiter ins Besucherzentrum und zum zweiten Außenrevier der Eisbären. Seit Beginn der Spendenkampagne „Taler mehren für die Bären“ vor fünf Jahren sind rund 350.000 Euro an Spenden gesammelt worden. Die Gesamtinvestitionen für den Neubau der Erlebnis- und Bildungslandschaft belaufen sich auf 14,21 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Neubau mit rund zwölf Millionen Euro. „Wir müssen unsere Gäste immer wieder neugierig auf Mecklenburg-Vorpommern machen. Das Polarium ist vor allem ein nachhaltiger Beitrag, die Region weiter saisonunabhängig zu beleben“, so Harry Glawe, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.

Eine Tundra für die Könige der Arktis
Zwei neu eingezogene Eisbären, Noria aus Tschechien und Akiak aus den Niederlanden, werden zur Eröffnung auf den beiden Außenanlagen zu sehen sein. „Beide Eisbären sind mit drei und vier Jahren noch recht jung und sollen ausreichend Zeit erhalten, sich und ihr neues Umfeld kennen zu lernen“, informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „Perspektivisch wünschen wir uns, dass die beiden miteinander harmonieren und irgendwann auch für Nachwuchs sorgen werden. Noch in diesem Jahr erwarten wir einen dritten, weiblichen Eisbären, wenn alles planmäßig läuft“. Eisbären werden mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif, wobei die Geschlechtsreife bei weiblichen Tieren etwas eher eintritt.

Mehr Platz für Heimkehrer und neue Gruppenmitglieder
Zur Eröffnung des Polariums haben auch 13 weibliche und 13 männliche Humboldt-Pinguine ihr neues und größeres Gehege bezogen. Platz ist für insgesamt 36 Tiere und ihre Nachkommen. Zehn Pinguine sind Heimkehrer, die während der letzten zwei Jahre im Zoo Berlin gelebt haben. Elf Tiere sind aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien nach Rostock gekommen und fünf Pinguine aus dem dänischen Aalborg. Für die Humboldt-Pinguine stehen insgesamt 15 Bruthöhlen zur Verfügung. Zoobesucher können die Pinguine jetzt auch beim Tauchen und Schwimmen beobachten, da ihr Wasserreich mit Sichtscheiben ausgestattet ist.

Mützenmeduse und Spiegeleiqualle: Abtauchen in die Tiefen der Ozeane
Im Besucherzentrum heißt es Abtauchen in die Unterwasserwelt der Ozeane. Sieben Quallenkreisel zeigen das 500 Millionen alte Evolutionswunder der Medusen aus dem Stamm der Nesseltiere. Den sanften Bewegungen der Exoten wird eine entspannende Wirkung nachgesagt. Beim Beobachten der Mützenmeduse, der Spiegeleiqualle, der Kompassqualle, der Amakusa-Feuerqualle oder der Papua-Schirmqualle und der erst seit 1992 beschriebenen Eirene lacteoides kann jeder Polariumbesucher mit passender Begleitmusik auf besondere Art und Weise entschleunigen. Den siebenten Quallenkreisel bildet der Jellyfish-Planet mit den Ohrenquallen. Die Bewohner der Quallenkreisel sind in freier Natur in den Tiefen des Nordatlantiks, im Pazifik, im Mittelmeer und im Roten Meer ansässig. Die Quallen wurden teils im Darwineum gezüchtet, teils aber auch aus anderen Ländern geholt. Die weiteste Reise hatten Polypen aus Japan.

Im Polarium sind darüber hinaus sechs Aquarien untergebracht, darunter ein großes Indopazifik-Becken mit Drücker- und Feuerfischen. Ein Aquarium mit einem Kraken sowie ein Nordost-Pazifik-Becken mit Anemonen, Seesternen, Hornhaien und weiteren Fischen dieses Lebensraumes werden ebenfalls präsentiert sowie zwei zylinderförmige Aquarien und ein Muränen-Becken. Insgesamt sieben Tierpfleger werden sich um die Eisbären, Pinguine und die Bewohner der Aquarien im Polarium kümmern.
Weitere Informationen: www.zoo-rostock.de, www.auf-nach-mv.de/natur

Schlagwörter:

Datenschutzhinweis zum Abo der Pressemitteilungen
urlaubsnachrichten.de
Menü

Diese Webseite benutzt Cookies um über Nutzungsstatistiken den reibungslosen Betrieb zu sichern und die Seite zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen