23. Apr 2015 | Nr. 41/15 | Kategorie: Themenpressedienst

Unter Wasser: Petri heil!

Angeln in Mecklenburg-Vorpommern, Fischland-Darß-Zingst (Foto: TMV/Uwe Engler)

Angeln in Mecklenburg-Vorpommern, Fischland-Darß-Zingst (Foto: TMV/Uwe Engler)

Die ursprüngliche Natur, die ganze lange Küste sowie die unzähligen großen und kleinen Gewässer machen den Nordosten zu einem Eldorado für Angler.

Die ausgezeichnete Wasserqualität und die gezielte Pflege tun ihr Übriges, damit erst die Fische und dann die Angler glücklich werden.

 

Demmin in Vorpommern zum Beispiel ist der vielleicht fischreichste Ort ganz Deutschlands. Sage und schreibe 35 Arten tummeln sich hier am Treffpunkt von Peene, Trebel und Tollense. Aus dem Plauer See und anderen großen Adressen wurden schon mehrfach Zehn-Kilo-Hechte gezogen;  im Schmalen Luzin und im Tollensesee gehen sogar „Tiefsee“-Maränen an den Haken. Gut Biss haben Angler landesweit vor allem bei Aal, Barsch, Blei, Karausche, Karpfen, Plötze, Rotfeder, Schlei und Zander.

 

In Ostsee und Bodden kann fast das ganze Jahr geangelt werden. Bei eisfreiem Wasser beginnt die Saison im Februar mit der Meerforelle. Ab März kommt der Hering in großen Schwärmen zum Laichen an die Küste. Von April an füllen sich Seebrücken, Molen und Strände mit Hornfischjägern, die sich im Mai wiederum auf Schollen, Karauschen und die meisten anderen Fischarten stürzen – auch für den Hecht ist in den flachen Boddengewässern der Insel Rügen die Schonzeit dann vorbei. Sturmgepeitschte Wellen machen Brandungsangler selig, und manch Petrijünger zieht es ganz raus aufs Meer – zum Hochseeangeln.

 

Für Urlauber übrigens gibt es eine sehr beliebte Extra-Eintrittskarte ins Fischparadies – den Touristen-Fischereischein. Er kostet 24 Euro, kann für 28 Tage am Stück genutzt und bei Bedarf auch mehrmals im Jahr verlängert werden. Zuzüglich Angelkarte, die vom Pächter oder Gewässereigentümer ausgestellt wird, können Hobby-Angler dann an der Küste und in den Binnengewässern loslegen. Die Scheine gibt es bei Touristinformationen, Kurverwaltungen, Campingplatzbetreibern, Angelserviceunternehmen, Binnenfischern und anderen behördlich ermächtigten Anbietern.

 

Wer Fisch mag, aber nicht selbst angelt, kann natürlich auch Fischerei-Profis zuschauen und/oder zünftig mit ihnen feiern. Zum Beispiel an der Müritz, wo jeden September/Oktober bei den Müritz-Fischtagen die fangfrische Post abgeht. Die Müritzfischer, ein Netz verschiedener Fischereibetriebe rund um den größten deutschen Binnensee, ziehen dann mit „Fischerfest“, „Abfischfest“ und „Genuss-Finale“ alle Register der Fischfang-, Fischverarbeitungs- und Fischzubereitungskunst. Mit Räucherschule und Filetierkurs, mit Koch-Show und allerlei Gourmet-Fischgerichten, die in diesem Zeitraum von über 60 Restaurants rund um den See serviert werden. Weitere Informationen: www.mueritz-fischtage.de

 

Wo genau Feinschmecker darüber hinaus Leckeres aus Meer und Seen finden, verrät der Fischeinkaufsführer für Norddeutschland. Eine Internetplattform, die Fischhändler und Produzenten auflistet, allgemeine Informationen und Geschichten über Fisch und Fischerei liefert,  Rezepte vorstellt, die passend zur Saison von Spitzenköchen kreiert werden und eine Übersicht mit den besten Fischveranstaltungen in Norddeutschland beinhaltet.  www.fischeinkaufsfuehrer.de

 

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/angeln


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