21. Jan 2015 | Nr. 6/15 | Kategorie: Regionenpressedienst

Faszination Indien: Brahmanische Weisheiten und exotische Landschaften

Renate Graf, Untitled, Lost Gods, Foto: Courtesy Galerie Krinzinger Wien

Renate Graf, Untitled, Lost Gods, Foto: Courtesy Galerie Krinzinger Wien

Staatliches Museum Schwerin zeigt mit Schau „Reise nach Indien“ zeitgenössische Kunst zwischen Himalaya und Indischem Ozean

Die neue Ausstellung „Reise nach Indien“ im Staatlichen Museum Schwerin, die am 26. Februar 2015 eröffnet, ist dem Land Indien und seiner zeitgenössischen Kunst gewidmet. Sie stellt europäische und asiatische Sichtweisen auf dem Subkontinent gegenüber und entstand in Zusammenarbeit mit den Künstlern Sakshi Gupta und Sudarshan Shetty (Indien), Thomas Florschuetz (Deutschland/Brasilien), Alf Löhr (England) und Renate Graf (Portugal/Frankreich).

Historisch gesehen zählt Indien zu den großen Kulturnationen der Erde, das eine bedeutende Literatur, Philosophie, Architektur und Kunst hervorgebracht hat. Indien gehört gleichsam zu den Sehnsuchtsorten der europäischen Kultur. Seit dem 19. Jahrhundert sind Europäer immer wieder auf den Subkontinent gereist, auf der Suche nach brahmanischer Weisheit und exotischen Landschaften. Noch heute reisen bildende Künstler, Schriftsteller und Fotografen nach Indien und setzen die gewonnenen Eindrücke in ihren Arbeiten um. Zeitgenössische indische Künstler machen ihrerseits ihre Heimat, deren Geschichte, Mythen und Religionen zum Thema ihres Schaffens, das sie in einen globalen Kontext setzen. Die Ausstellung spiegelt in rund 50 Werken die Faszination, die von Indien ausgeht. Viele der Arbeiten sind erstmals in Deutschland zu sehen. Die plastischen Arbeiten der in Delhi ansässigen Künstlerin Sakshi Gupta entstehen oft aus Alltagsobjekten und Industrieprodukten, die sie in einen neuen narrativen Kontext setzt. Den in London lebenden Maler Alf Löhr beschäftigen vor allem die Farben Indiens – wie die kräftige Kolorierung von Stoffen oder die intensive Farbigkeit exotischer Gewürze. Die in Lissabon und Paris arbeitende Renate Graf setzt sich mit der Durchdringung des Sakralen und Profanen im indischen Alltag auseinander. Ein wichtiges spirituelles Thema in der asiatischen Kunst ist das der Abwesenheit des Körpers, mit dem sich der in Mumbai heimische Sudarshan Shetty in seinen konzeptionellen Arbeiten vorrangig auseinandersetzt. Thomas Florschuetz, der in Berlin und Rio de Janeiro lebt, beschäftigt sich mit traditioneller und moderner Architektur.

Weitere Informationen: www.museum-schwerin.de


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