17. Jun 2014 | Nr. 64 | Kategorie: Pressemitteilungen

Neue Schaltzentrale: Internationales Haus des Tourismus in Rostock vor Baustart

Skizze Internationales Haus des Tourismus, Foto: Bastmann + Zavracky BDA Architekten GmbH

Skizze Internationales Haus des Tourismus, Foto: Bastmann + Zavracky BDA Architekten GmbH

Wirtschaftsminister übergibt Zuwendungsbescheid / Fertigstellung bis Ende 2015 geplant

Das in Rostock geplante „Internationale Haus des Tourismus“, die neue Schaltzentrale für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, gewinnt deutlich an Kontur. Der Bauantrag liegt den zuständigen Behörden der Hansestadt Rostock zur bald erwarteten Genehmigung vor, das Landesförderinstitut hat die vorgesehene Investition positiv bewertet, und die Finanzierung steht: Am 17. Juni 2014 wurde vom Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Harry Glawe, an den Präsidenten des Landestourismusverbandes, Jürgen Seidel, der Zuwendungsbescheid übergeben. Somit kann mit den Baumaßnahmen begonnen werden, wenn die Baugenehmigung von der Hansestadt Rostock erteilt wird, womit Anfang Juli 2014 gerechnet wird. Ziel ist es, das Vorhaben bis Ende 2015 abzuschließen.

„Ein ehrgeiziger Zeitplan und eine Herausforderung“, erklärte Jürgen Seidel. Er dankte dem Wirtschaftsminister für die finanzielle und ideelle Unterstützung und Sicherung des Projektes. „Das Internationale Haus des Tourismus, das viele wichtige Akteure der Branche zusammenführt, ist ein in Deutschland einmaliges und zukunftsgerichtetes Projekt. Wir wollen die Erfolgsgeschichte des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern gemeinschaftlich und so effizient wie möglich fortschreiben, um auch in Zukunft im knallharten Wettbewerb der Reiseregionen bestehen zu können“, so Seidel weiter. Die veranschlagten Bruttobaukosten für das Haus des Tourismus belaufen sich auf rund 6,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 5,3 Millionen Euro. Der Restbetrag wird über Kredit- und Eigenmittel abgedeckt.

Auf fünf Etagen mit insgesamt rund 2.500 Quadratmetern Nutzfläche wird auf dem ehemaligen Gelände der Neptun-Werft in Rostock ein gewinkelter Baukörper mit klarer Orientierung und Öffnung zum Wasser entstehen. Neben Büros und Lagerflächen sind auch ein öffentlicher Empfangs- und Informationsbereich sowie Beratungsräume vorgesehen; in der oberen Etage entstehen Tagungsmöglichkeiten für bis zu 40 Personen sowie eine Dachterrasse. Die Energieversorgung soll mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien und unter Nutzung von Erdwärme abgesichert werden.

Vielzahl touristischer Verbände und Institutionen nimmt Sitz im Haus des Tourismus
Außer dem Landestourismusverband als Bauherren und Nutzer zweier Etagen planen eine Reihe weiterer touristischer Institutionen in das Haus einzuziehen, darunter der Bäderverband MV, der Dehoga-Landesverband, der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerkes, die Nordostdeutsche Fremdenverkehrs- und Marketing GmbH als Service-Zentrale des Landestourismusverbandes, der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder, der Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus MV, der Verein Landurlaub MV und ein Büro für die touristische Zusammenarbeit im Ostseeraum. In der Diskussion ist zudem, später noch ein Projektbüro für die Koordination gesundheitstouristischer Angebote in das Haus des Tourismus zu integrieren. Die Zusammenführung unterschiedlicher Funktionen und Institutionen an einem zentralen Ort wäre in der bisherigen Geschäftsstelle, die der Landestourismusverband seit 1992 angemietet hat, nicht möglich.

Das etwa 2.600 Quadratmeter große Baugrundstück wurde vom Tourismusverband MV mit Unterstützung des Landes und der Deutschen Kreditbank im Sommer des vergangenen Jahres erworben. Bei der anschließenden EU-weiten Ausschreibung der Architekturleistungen hat sich Ende September 2014 das Rostocker Büro Bastmann + Zavracky BDA Architekten unter 35 Bewerbern durchgesetzt. Ausschlaggebend für den Zuschlag war laut Jury-Urteil die überzeugende Kombination eines sehr effektiven und wirtschaftlichen Entwurfes mit einer hohen baukulturellen Qualität. Alle in der Folge mit der technischen Gebäudeausrüstung, den Außen- und Elektroanlagen, den Erkundungsbohrungen für Geothermie als Energiequelle oder der Statik befassten Fachplaner stammen aus Mecklenburg-Vorpommern. „Uns ist es wichtig, ökologisch nachhaltig, aber zugleich sparsam und am Zweck ausgerichtet zu bauen, was ein zeitweise hartes Ringen um kostengünstige und gute Lösungen zur Folge hat“, sagte Jürgen Seidel.

Der Bauantrag für das Haus des Tourismus wurde im März 2014 eingereicht, der Ortsbeirat hat inzwischen zugestimmt, das Bauamt die Genehmigungsfähigkeit in Aussicht gestellt, und der Bauausschuss der Rostocker Bürgerschaft befasst sich mit dem Thema am Abend des 17. Juni. Jürgen Seidel dankte in diesem Zusammenhang Oberbürgermeister Roland Methling für die Unterstützung von Seiten der städtischen Behörden insbesondere hinsichtlich der kurzen zeitlichen Abläufe. Fachlich betreut wird das Bauprojekt von der Entwicklungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (EGS) und dem Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL).


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