25. Apr 2014 | Nr. 44 | Kategorie: Lifestyle und Trends

Surfspots & Strandbars

Supremesurf-Surfbus in Saal, Foto: Supremesurf

Supremesurf-Surfbus in Saal, Foto: Supremesurf

Mecklenburg-Vorpommern läutet am 1. Mai Surf-Saison ein

Für einen Augenblick hält man Ausschau nach der Leuchtreklame am Piccadilly Cirus, wenn man den roten Doppeldeckerbus in Saal – zwischen Ribnitz-Damgarten und Barth gelegen – sieht, denn er ähnelt jenen markanten Exemplaren im Londoner Stadtverkehr. Doch dann schweift der Blick auf den Saaler Bodden und auf die Surfer, die in dem Flachwasserrevier ihre Fahrten auf schmalen Brettern starten. Schnell wird klar, der Bus kann keinem Fahrplan folgen, denn am hinteren Ende stehen keine Fahrgäste, sondern stapeln sich Neoprenanzüge neben Surfbrettern. Nur zweimal im Jahr bewegt sich der Saaler-Surfbus: zum Beginn der Saison und zu deren Ende. Ab sofort steht er wieder da, leuchtet rot auf dem Rasen und läutet die Surfsaion in Mecklenburg-Vorpommern ein. Das Revier Saaler Bodden eignet sich besonders für Einsteiger, aber auch Fortgeschrittene finden hier Spaß. Der rund drei Quadratkilometer große hüfttiefe Stehbereich hat einen sandigen Untergrund und kann bei fast jeder Windrichtung besurft werden. Die Wiese rund um den Surfbus bietet einen großen Aufbaubereich für alle Kite- und Windsurfer. Es gibt Toiletten und bei Bedarf auch Strom und Wasser. Hier können zahlreiche Kurse für Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner gebucht werden, zum Beispiel der zweitägige Kitesurf-Einsteigerkurs für 99 Euro pro Person, der in acht Stunden und bei maximal vier Teilnehmern pro Lehrer das Ziel verfolgt, diesen die ersten selbstgefahreren Meter zu ermöglichen. Zudem erlernen die Teilnehmer die Kite-Kontrolle, den Bodydrag – ein Manöver, bei dem der Surfer vom Segel oder Drachen über beziehungsweise durch das Wasser gezogen wird – und den Wasserstart. Bei Fragen zum Surfbus gibt es Auskunft unter der Hotline 0176 63 35 57 72. Übernachtet werden kann auf der Wiese um den Surfbus nicht, aber das rund zehn Autominuten entfernte Schloss Wiepkenhagen bietet Übernachtungen im Mehrbettzimmer für 15 Euro pro Person inklusive Frühstück an. Mit dem Ausklang der Saison im Oktober kehrt der Surfbus dann wieder in sein Winterlager zurück.
Weitere Informationen: www.supremesurf.de

Surfmap weist Weg zu den Surfrevieren in Mecklenburg-Vorpommern
Der Saaler Bodden ist natürlich nicht das einzige Surfrevier in Mecklenburg-Vorpommern. Den Weg zu den schönsten Surfrevieren an der Ostseeküste und erstmals auch im Landesinneren weist die vom Tourismusverband MV unterstützte und vom Grafiker Gunnar Kuhn initiierte „Surfmap MV“, die unter www.surfmap-mv.de heruntergeladen und beim Landestourismusverband unter der Rufnummer 0381 4030500 bestellt werden kann. Sie präsentiert Wind- und Kitesurfern 43 Spots bzw. Orte, an denen sie ihren Sport betreiben können, sowie Ausflugstipps im Urlaubsland. Dabei zeigt die Karte sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen, welcher Strand ihren Fähigkeiten entspricht. Die Reviere liegen unter anderem an der Wohlenberger Wiek bei Wismar, in Warnemünde, im Ostseebad Kühlungsborn, in Pepelow am Salzhaff, in Ahrenshoop oder Zingst sowie auf den Inseln Usedom und Rügen. Auf Letzterer gibt es Mecklenburg-Vorpommerns erstes Kitehostel in Banzelvitz (www.ferienhaus-ruegen-ostsee.net). Hier können Kiter und Surfer nicht nur Kurse buchen, sondern auch ungewöhnlich schlafen, nämlich in so genannten Schlaf-Fässern aus Holz – die neue und wetterfestere Alternative zum Zelt. Im Landesinneren locken Reviere in Plau am See, am Fleesensee oder in Waren (Müritz) Surfer an. Der Nordosten gilt in Surferkreisen als vielseitiges und landschaftlich reizvolles Areal in Deutschland.

Beachhouse eröffnet am 1. Mai in Warnemünde die Surfsaison
Am Warnemünder Ostseestrand wird am 1. Mai, dem traditionellen landesweiten Anbadetag, das Supremesurf-Beachhouse eröffnet. Direkt am Warnemünder Strand gelegen vereint es Surfschule, Strandbar und Test-Center in einem. Am 1. Mai gibt es hier Eierpunsch für alle Frostbeulen. Ein DJ sorgt für Sommer-Feeling. Zudem sind hier die neuesten Neoprenanzugsmodelle zu bestaunen. Höhepunkt bei der Beachhouse-Eröffnung ist der „Waterman-Contest“, bei dem Dreier-Teams im Stand-up-Paddeln (SUP), Wellenreiten und Windsurfen gegeneinander antreten. Zu gewinnen gibt es eine SUP-Saisonkarte und Tickets für das Pangea-Festival (28.-31. August 2014, Pütnitz, www.pangea-festival.de). Anschließend lädt der Rostocker Veranstalter Supremesurf zum „Beach-BBQ“ mit Musik ein. Jeden Freitag und Samstag gibt es dann den gesamten Sommer lang am Beachhouse die Happy-Hour-Sundowner-Session. Dabei ist ab 18.00 Uhr jeder erste Drink gratis.

Übrigens: In Rostock-Warnemünde wird auch bei Flaute gesurft: Den steten Fährverkehr in Rostock-Warnemünde nutzt die Surfergemeinde seit einiger Zeit zum Reiten auf den von den einlaufenden Schiffen produzierten Wellen, dem so genannten Ferry-Wave-Surfing. Sobald eine Fähre am Horizont auftaucht, machen sich die Wellenreiter bereit, um die wenigen Minuten mit ungewöhnlich hohen Ostseewogen für ihre Manöver zu nutzen – eine ähnlich ungewöhnliche Szenerie wie beim „River Surfen“ im Eisbach in München, das im Film „Keep Surfing“ von Regisseur Björn Richie Lob Eingang in die Kinos fand. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/faehrwellensurfen-vor-warnemuende

Neben den Sundownern im Warnemünder Beachhouse warten noch weitere Strandbars zwischen Ostseeküste und Seenplatte auf Gäste, die sich nach Wellenreiten und jeder Menge Spaß bei Meeres- oder Schilfrauschen abkühlen wollen. Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ist erfreut darüber, dass die Bars vielen Badestellen ein besonderes Flair verleihen: „Allein das Ostseebad Binz bietet mehr als ein Dutzend Strandbars und Strandkioske, die bei strahlendem Sonnenschein rappelvoll sind, aber mittlerweile durch ihren guten Mix an Angeboten aus Cocktails und Unterhaltung auch an bewölkten Tagen Anlaufpunkt für die vielen Touristen in Mecklenburg-Vorpommern geworden sind.“ Hier eine Auswahl:

In Warnemünde verwandelt sich Schusters Strandbar (www.schusters-strandbar.de) mehrmals im Sommer in eine Chill-Lounge bis zum Sonnenuntergang. Gelegen inmitten von Dünen am breiten Ostseestrand unweit der Mole und in direkter Nachbarschaft zum berühmten Leuchtturm ist das „Schusters“ einer der Hot Spots in Mecklenburg Vorpommern. Etwas lateinamerikanische Stimmung verbreitet die „Bar Brasileiro“ in Binz. Ruhiger und nur vom Meeresrauschen gefangen, geht man es in der „Strandbar 28“ am Aufgang 28 an. Ebenfalls ein Hauch von Südamerika versprüht das Eiscafé „Zuckerhut“ in Zingst (www.zuckerhut-eis.de). Hausgemachte Eisspezialitäten aus der Warnemünder Manufaktur und exotische Cocktails werden bei Lounge-Musik gereicht. Hier ist der Sonnenuntergang ähnlich spektakulär anzusehen wie der über dem Greifswalder Bodden von der Lubminer Strandbar „Pakaukau“ aus. Fischbrötchen, Cocktails, Strandliegen – Inhaber René Bugenhagen hat alles im Angebot, was einen Abend am Strand gelingen lässt.

In Heiligendamm, wo vor mehr als 200 Jahren das Baden in der Ostsee erfunden wurde, gibt es die Strandbar „Deck“. Tagsüber lädt das „Deck“ zu einer Pause etwa von einem Strandspaziergang oder einer Radtour ein. Abends wird das Restaurant zur Bar, wo regelmäßig auch getanzt wird.
www.deckheiligendamm.de

Am Bootshafen in Kühlungsborn lockt das „Vielmeer“ (www.vielmeer.com) mit Live-Musik-Veranstaltungen, eigenen Cocktail-Kreationen, Strandkörben und Sitzsäcken mit Blick auf die Marina Gäste in das größte Ostseebad im Urlaubsland.

Viele der Ostsee-Strandbars sind an den 19 Seebrücken zu finden, wo Strandbesucher zum Beispiel an Volleyballnetzen aktiv werden können. In Prora können Eltern genüsslich ihren Cocktail trinken, während sich die Kinder auf einer 14 Meter hohen und 60 Meter langen Wasserrutsche vergnügen. Die Betreiber sehen sich auch als Dienstleister. Die Strandbar „Taterhörn“ in Markgrafenheide (Strandaufgang 14) etwa bietet nach eigenen Angaben alles, was zu einem schönen Strandtag oder zu einer Strandparty an der Ostsee gehört.

Party zu jeder Zeit auch an den Binnenseen: Auch das Landesinnere lockt mit immer mehr Bars direkt am Wasser. Egal wie das Wetter wird, auch an den Seen Mecklenburg-Vorpommerns lassen die Betreiber nur gute Laune zu und machen Party. Nach einer anstrengenden Tour an der 800 Meter langen Wasserski- und Wakeboardanlage in Zachun können die Besucher in der Strandbar ihren Durst stillen und bis zur Beachparty am Abend ausruhen. Feste gehören auch am selbst ernannten südlichsten Strand von Mecklenburg-Vorpommern zum Programm: in der Strandbar am Dömitzer Hafen. Für kleine Besucher gibt es einen Pool, für Hungrige Nackensteaks oder Dömitzburger Wurst. BBQ bis zum Sonnenuntergang ist freitags das Angebot der Strandbar im Yachthafenresort Fleesensee. Mit einem echten italienischen Pizzabäcker wartet die familiengeführte Strandbar in Rechlin an der Müritz auf. Im Ferienpark Mirow steht am Badestrand das Bistro „Entenhausen“, eine Strandbar gibt es zudem am Granzower Möschen. Unweit der Strandbars im Binnenland können wie an den 1.900 Kilometern Ostseeküste Surfbretter, Segelboote, Kanus oder Fahrräder ausgeliehen werden.

Weitere Informationen zu Aktivitäten am Strand, angefangen beim Skimboarden bis hin zum Windsurfen listet die Internetseite des Landestourismusverbandes: www.auf-nach-mv.de/beach-action


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