27. Mrz 2014 | Nr. 30/14 | Kategorie: 06 Landurlaub

Vogelparkregion Recknitztal: Das Salz in der Suppe

Paddelrevier Recknitztal (TMV/foto@andreas-duerst.de)

Paddelrevier Recknitztal (TMV/foto@andreas-duerst.de)

Paddelrevier und Vogelparadies südlich von Fischland-Darß-Zingst

Malerisch mäandert die Recknitz durch die romantische Sumpf- und Schilfwildnis uralter Flusstaltorfmoore. Ein kleines vorpommersches Flüsschen, das – nur eine halbe Autostunde vom Tourismusmagnet Fischland-Darß-Zingst entfernt – urwüchsige Natur in frappierender Einsamkeit und Stille offenbart. Ein Paddelrevier, wie man es sich schöner kaum vorstellen kann: mit Weiden und Schilfinseln. Mit Trollblumen und Orchideen. Mit Libellen und Moorfröschen. Mit Fischottern und Molchen. Mit Rohrdommeln und Wachtelkönigen.

Seit dem Mittelalter wurde auf dem Grenzfluss zwischen Mecklenburg und Vorpommern Salz transportiert – vor allem aus der Saline in Bad Sülze, die bereits 1243 urkundlich erwähnt wird. Im Salzmuseum der Stadt erfahren Besucher so gut wie alles über unser wichtigstes Gewürz, in den Wellness-Salztürmen von Trinwillershagen die wohltuende Wirkung von salzhaltigem Mikroklima am eigenen Leib. Und auf dem Wirtshausschild vom „Schmugglerkrug“ in Eixen schleppt nicht von ungefähr ein Mann einen schweren Sack über die Grenze – das „weiße Gold“ war die klammheimliche Schufterei seinerzeit offenbar mehr als wert.

47 Partner gehören aktuell zum hiesigen Netzwerk, darunter die bei Familien sehr angesagte Bodden-Therme in Ribnitz-Damgarten. Die Ackerbürgerstädte Marlow und Bad Sülze. Eine Braumanufaktur mit sechs Sorten eigenem Bier. Hotels und Landgasthäuser. Kanu- und Fahrradverleiher, bei denen Touren auch kombiniert werden können. Und nicht zuletzt natürlich der Super-Star bzw. das kristallinste Salz in der regionalen Suppe: der großartige Vogelpark Marlow, der in diesem Jahr 20. Geburtstag feiert.

Hier begegnet man Uhus wie Ulla, die ihre Köpfe um sagenhafte 270 Grad verdrehen können, womit sie das Manko ihrer unbeweglichen Augen ausgleichen. Kakadus wie Willy, der einst als Ei per Post kam und den Kakadus einfach untergeschoben wurde. Oder Steppenadler wie dem faulen Backe, der manchmal nicht mal mit Leckerbissen zum Show-Flug zu bewegen ist. Der 22 Hektar große Park präsentiert Tiere aus allen Kontinenten in außergewöhnlichen Außen-Anlagen wie dem Storchenrevier sowie begehbaren Riesen-Volieren. Einmalig etwa der Nachbau des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, in dessen Biotopen sich Rotschenkel, Säbelschnäbler, Krickenten und Brandgänse wohlfühlen. Oder die Küsten-vogelvoliere, wo der Lebensraum Ostseeküste mit Dünen, Strandseen und Spülsaum nachgestaltet wurde – Heimat für Austernfischer, Eiderenten, Kormorane und Lachmöwen, denen man zur Brutzeit sogar direkt ins Nest schauen kann. Mit „Tierisch salzig“ gibt´s hier übrigens auch ein attraktives Kombi-Ticket für den doppelten Spaß in Vogelpark und Salzreich.

www.vogelparkregion-recknitztal.de
Fotos unter:  http://dl.tmv.de/Pressefotos-Vogelparkregion-Recknitztal.zip


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