27. Mrz 2014 | Nr. 30/14 | Kategorie: 06 Landurlaub

UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee: Naturidyll und Seensuchtsort

Radtour am Schaalsee Foto: TMV/foto@andreas-duerst.de

Radtour am Schaalsee Foto: TMV/foto@andreas-duerst.de

Angebote für Leib und Seele

Es war einmal, da schnitt eine Grenze zwei Welten radikal voneinander ab. Sie verlief mitten durch den Schaalsee, und abgesehen von ein paar Soldaten, die im Brückenhaus auf der Stintenburg-Insel wachten, lag hier alles in tiefstem Dornröschenschlaf. Was für die Menschen eine Tragödie war, entpuppte sich als Glücksfall für die Natur. Denn in der erzwungenen Ruhe konnten sich Pflanzen und Tiere ungestört entfalten und fortpflanzen.

Die Grenze ist längst verschwunden, die Schatzkammer Schaalsee aber geblieben und seither offen für alle zum Eintreten und Staunen. Über das glasklare Wasser des bis zu 70 Meter tiefen Sees. Über Süßwassermuscheln und Maränen, die im sauerstoffreichen Elixier prächtig gedeihen. Über Adler, Kraniche, Rohrdommeln oder Eisvögel, die sich hier pudelwohl fühlen. Über Buchen- und Bruchwälder, Moore und Feuchtwiesen, Weideland und Seen, kurzum: über eine gut 300 Quadratkilometer große Landschaft, die im Jahr 2000 von der UNESCO als Biosphärenreservat geadelt wurde.

Mit aktuell 83 Partnern deckt das hiesige Netzwerk ein enorm breites Spektrum an Aktivitäten und Angeboten ab. In puncto Information ist das Pahlhuus in Zarrentin die allererste und beste Adresse. In puncto Geschichte und Kultur sind es die Klöster Zarrentin und Rehna sowie das Grenzhus in Schlagsdorf mit Wachturm, Sperrzaun und tiefen Einblicken in dieses spezielle deutsch-deutsche Kapitel. Die populärste Touristenattraktion heißt See-Pferd-Tour, dauert fast sechs Stunden und kombiniert eine See- mit einer Kutschfahrt sowie einer Führung durchs Kalkflachmoor – alles barrierefrei, versteht sich, und auch für ältere Leute bestens geeignet.

Unter dem Motto „Für Leib und Seele“ präsentiert sich das Schaalsee-Netzwerk aber auch als wahres Schlaraffenland mit erstklassigen regionalen Produkten: So gibt es etwa preisgekrönten Ziegenkäse im Gutshaus von Rögnitz. Lammfleisch und Wollwaren in der Drömmewitzer Pommernzucht. Bio-Milchprodukte in der Gläsernen Molkerei Dechow. Edle Liköre, Fruchtaufstriche und Chutneys in Hartmanns Manufaktur. Bio-Schafskäse aus der Klein Salitzer Milchschäferei. Alles rund ums Geflügel im Waldhof Jantzen. Oder Honig in der Imkerei Antholz, wo man als Clou auch einem Bienenvolk live zuschauen kann.

Für himmlisch ruhige Nächte stehen mehr als 30 urgemütliche Hotels, Ferienwohnungen und -zimmer parat: der Storchenhof Ciconia in Dorf Nesow etwa, der Forsthof in Kneese, der Kastanienhof in Bülow oder die Bauernkate Klein Thurow. Im Café „Alte Schule“ in Klein Zecher lockt ein überwältigendes Angebot an selbstgebackenem Kuchen, während man im Restaurant „De oll Dörpschaul“ in Rosenow tatsächlich in der alten Schulstube speist – auf Wunsch sogar laktose- oder glutenfrei. Und das anfangs erwähnte Brückenhaus am Schaalsee ist heute sogar eine angesagte Schlemmeradresse in Mecklenburg-Vorpommern.

www.schaalsee.de

Fotos unter:  http://dl.tmv.de/Pressefotos-Schaalsee.zip


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