27. Mrz 2014 | Nr. 30/14 | Kategorie: 06 Landurlaub

Lassaner Winkel: Im Kraftkreis der Himmelsaugen

Klangmassage im Lassaner Winkel (Foto: TMV foto@andreas-duerst.de)

Klangmassage im Lassaner Winkel (Foto: TMV foto@andreas-duerst.de)

Vegetarische Flundern und Drachenglut am Peenestrom

Schon mal „vegetarische Flundern“ verspeist? Schon mal bei „Venusmond“ geschlafwandelt? Schon mal in „Drachenglut“ geschmort? Schon mal einen „Elfentraum“ geträumt? An Fantasie und Kreativität jedenfalls scheint es nicht zu mangeln im Lassaner Winkel. Ein Kleinod am Peenestrom in Vorpommern, direkt gegenüber der Insel Usedom und dennoch so gut wie unberührt von großen Touristenströmen. Eine weite und hügelige Moränenlandschaft, deren markantestes Wahrzeichen – und schon wieder kommt Poesie ins Spiel – die glitzernden Himmelsaugen sind: blau leuchtende, von Bäumen umstandene Wasserlöcher auf Wiesen und Feldern.

Man mag es kaum glauben, aber hier vor den Toren der beliebten Ferien- und Badeinsel herrscht eine fast magische Stille. Das zog schon immer Künstler, Kunsthandwerker und allerlei andere Freigeister an, die sich hier ungestört entfalten wollten und konnten. Wer im Lassaner Winkel seine Ferien verbringt, kann ihre Ateliers besichtigen und sich selbst in teils ungewöhnlichen Künsten ausprobieren. Im alten Gutshaus „Kunst und Kemenaten“ etwa lässt sich nicht nur stilvoll wohnen, sondern zum Beispiel lernen, wie man Stabpuppen baut oder Kurse in Enkaustik belegen – das ist Malerei mit farbigen Bienenwachsen. Malen, Keramikkurse, Weben, Holzbildhauerei oder Unterricht im „Auf-die-Pauke-hauen“ direkt beim Trommelbauer – das Spektrum der kreativen Möglichkeiten ist so bunt wie die hiesigen Kräuterwiesen.

Apropos Kräuter – das ist ein zweites großes Thema im Lassaner Winkel. Im Duft- und Tastgarten Papendorf wachsen unzählige Pflanzen, deren Wert für Küche und Hausapotheke heute nur noch wenige kennen. Auf Wildkräuterwanderungen und „Wilde Kost“-Kochseminaren werden diese Defizite erfolgreich behoben. Die kleine Genossenschaft der Pommernland Tee-Manufaktur wiederum zaubert handverlesene und farbenfrohe Kräuterteemischungen unter anfangs erwähnten poetischen Namen, die es inzwischen sogar in Berliner Bio-Märkte geschafft haben. Und die „vegetarische Flunder“ – gebackene Beinwellblätter mit Mozzarella – gibt es in der Ackerbürgerei in Mecklenburg-Vorpommerns 1.356 Einwohner zählender kleinster Stadt Lassan.

Dazu passt perfekt, dass hier auch dem Holunder besondere Ehre erwiesen wird – mit eigenem Fest. Veranstaltet von der Europäischen Akademie der Heilenden Künste, dem Brennnesselhof Wangelkow und der Ackerbürgerei Lassan, dreht sich am 14. Juni auf dem Holundermarkt am Klanghaus von Klein Jasedow bereits zum siebten Mal alles um Holunderblüten, Holunderküchlein, Holunderpunsch und natürlich auch Holundergeschichten. Dazu gibt es Kunsthandwerk, Kleidung, Bio-Produkte, Kräuter, Blumen, Kuchen von vielen Vereinen und Unternehmen aus der Region.

Nicht zuletzt ist der Lassaner Winkel ein ideales Revier, um sich mal wieder gründlich auf sich selbst zu besinnen. Das kann mittels entspannender Klangmassagen geschehen oder auch aktiv. Sei es bei Boot- und Kanutouren auf Peene oder Achterwasser. Sei es beim Radeln zu den Wikingergräbern von Menzlin. Oder sei es gar beim Pilgern auf einem Teilstück des norddeutschen Jakobsweges.

www.lassaner-winkel.de

Fotos unter:  http://dl.tmv.de/Pressefotos-Lassaner-Winkel.zip


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