05. Sep 2013 | Nr. 79/13 | Kategorie: Pressemitteilungen

Caspar David Friedrich & Co.: Mecklenburg-Vorpommern startet in ein Jahr der Romantik

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Neue Landeskulturinitiative „Natürlich romantisch“ eint mehr als 40 Partner / Zahlreiche Veranstaltungen bis Herbst 2014 geplant

Die Romantik, insbesondere in der bildenden Kunst, zählt zu den bedeutendsten kulturellen Themen in Deutschland – und Mecklenburg-Vorpommern ist eines ihrer Zentren. Die Orte der Inspiration für einige der bekanntesten Landschaftsmaler der Welt lassen sich bis heute bewundern. Mit der Initiative „Natürlich romantisch“ widmet sich ein ganzes Bundesland für zunächst ein Jahr der Romantik. Auf eigene Faust oder auf organisierten Reisen können die authentischen Orte Caspar David Friedrichs, Philipp Otto Runges oder Georg Friedrich Kerstings künftig noch besser entdeckt werden.

Als wichtigster Vertreter der romantischen Malerei wird Caspar David Friedrich gesehen, geboren und aufgewachsen in Greifswald und auch später immer wieder in seine Heimatregion zurückkehrend, die sich in seinen zum Kanon der Weltkunst gehörenden Werken widerspiegelt. Nicht nur die Insel Rügen, sondern auch andere Regionen im heutigen Mecklenburg-Vorpommern zogen Romantiker an oder bildeten die Landschaft ihres Lebens – etwa bei Philipp Otto Runge aus Wolgast, Friedrich August von Klinkowström aus Ludwigsburg, Georg Friedrich Kersting aus Güstrow oder bei den in die Region reisenden Johan Christian Clausen Dahl aus Norwegen und Carl Gustav Carus aus Leipzig. Sie alle einte die Faszination des besonderen Lichts und der ursprünglichen, natürlich romantischen Landschaft des Nordens in Pommern und Mecklenburg, die sie in ihren Werken weltberühmt machten und in der man bis heute vielerorts ihre Spuren entdeckt. Auf diese begeben sich vermehrt interessierte Besucher, beispielsweise zu den Kreidefelsen auf Rügen, zur Klosterruine Eldena, zum Runge-Haus in Wolgast, zum Geburtshaus Kerstings nach Güstrow, nach Greifswald zum in Teilen erhaltenen Geburtshaus Friedrichs, in dem sich heute das Caspar-David-Friedrich-Zentrum befindet, und in die Gemäldegalerie des Pommerschen Landesmuseums mit Originalen romantischer Maler.

Mehr als 40 Partner haben sich inzwischen in der Initiative „Natürlich romantisch“ zusammengefunden, darunter der Landestourismusverband und das Landesmarketing, zahlreiche Museen und Kunstsammlungen, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Umweltfotofestival „horizonte“ in Zingst oder das Nationalparkzentrum Königsstuhl. Sie tragen im Jahr der Romantik ab Herbst 2013 bis zum 5. September 2014, wenn Caspar David Friedrichs 240. Geburtstag begangen wird, zu einem abwechslungsreichen Programm bei. „Geist und Sehnsucht der Romantiker sind in Mecklenburg-Vorpommern noch immer lebendig. Mehr und mehr Gäste zeigen Interesse an der Tradition der norddeutschen Romantik mit Caspar David Friedrich an der Spitze. Die aus dem Engagement vieler Akteure gewachsene Initiative ‚Natürlich romantisch‘ kommt daher zur rechten Zeit“, erklärte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Landestourismusverbandes.

Das Romantikjahr beginnt mit einer Auftaktveranstaltung in der Hansestadt Greifswald am 5. September 2013, bei der der im Rostocker Hinstorff Verlag erscheinende Bildband „Natürlich romantisch“ des Landschaftsfotografen Thomas Grundner und der Autorin Dr. Birte Frenssen vom Pommerschen Landesmuseum vorgestellt wird. Zeitgleich wird auch die Internetseite www.natuerlich-romantisch.de freigeschaltet, auf der die Orte der Romantik, Veranstaltungen im Themenjahr, Links zu den Partnern der Landeskulturinitiative sowie Reiseangebote zu finden sind. Die Kerninformationen zur Romantik in Mecklenburg-Vorpommern sind auch auf einem Faltblatt zu finden, das zur Vorstellung der Initiative „Natürlich romantisch“ in Berlin am 18. September 2013 erscheint.

Im Jahr der Romantik bis September 2014 werden von den Partnern der Initiative weit mehr als 100 Veranstaltungen angeboten – von Ausstellungen über Konzerte, Feste, Lesungen, Fotoseminare bis zu Wanderungen und Radtouren. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald richtet einen so genannten Multiuser-Multitouch-Medientisch ein, an dem auf einer amüsanten virtuellen Entdeckungsreise berühmte Gemälde von Caspar David Friedrich wie die „Kreidefelsen auf Rügen“ und „Mönch am Meer“ lebendig werden. Mit der Ausstellung „Die Revolution der Romantiker. FLUXUS made in USA“ verbindet das Staatliche Museum Schwerin das frühe 19. Jahrhundert mit der Neuzeit: In der im Frühjahr 2014 öffnenden Schau treffen historische Werke auf Arbeiten amerikanischer Fluxus-Künstler. In Neubrandenburg zeigt der Caspar-David-Friedrich-Bildweg die Beziehungen des Künstlers zur Geburtsstadt seiner Eltern. Das Nationalparkzentrum Königsstuhl bietet vor der bekannten romantischen Kulisse der Rügener Kreidefelsen Fotosafaris und Malkurse mit dem Titel „Meisterklasse“ an. Beim renommierten Umweltfotofestival „horizonte Zingst“ widmen sich internationale Fotografen der Frage, ob Romantik in der Fotografie das Fokussieren der Vergangenheit bedeutet oder das Be¬obachten des Kreislaufs von Werden, Sein und Vergehen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern als drittgrößtes Klassikfestival Deutschlands präsentieren in der Saison 2014 Konzerte zum Thema Romantik unter freiem Himmel und vor idyllischen Kulissen. Die 24. Auflage der Landeskunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern zeigt aus Anlass des 240. Geburtstages von Caspar David Friedrich im kommenden Jahr auf der Insel Rügen verschiedene Landart-Installationen. In der Hansestadt Greifswald – mit Pommerschen Landesmuseum, Caspar-David-Friedrich-Zentrum und -Gesellschaft, Universität und Alfried Krupp Wissenschaftskolleg ein Kernort der Inititative – wird 2014 unter anderem ein Caspar-David-Friedrich-Fest ausgerichtet und der nach dem Maler benannte Preis verliehen, und es werden Vorlesungen zu Themen wie „Romantik als Provokation“ angeboten. Zudem  benennt die Hansestadt einen Ansprechpartner für die Initiative „Natürlich romantisch“. Nicht zuletzt ist „Natürlich romantisch“ auch eine kulturtouristische Initiative, die sich an Interessierte aus dem In- und Ausland wendet: Die Reiseveranstalter TUI (www.tui.com, Buchungscode: MVP04099) und Schwerin Plus (www.von-schloss-zu-schloss.de) legen mehrtägige Rundreisen auf den Spuren der Romantik in Mecklenburg-Vorpommern auf. Der Landestourismusverband plant mit seinen Partnern in Vorpommern und auf der Insel Rügen die weitreichende Bewerbung des Themas auf Präsentationen und Messen wie der ITB in Berlin, in deutschlandweit vertriebenen Publikationen sowie im Internet unter www.auf-nach-mv.de/romantik.

Im Web: www.natuerlich-romantisch.de

Hintergrund: Kulturtouristen in MV
Kultur spielt eine wichtige Rolle für die Urlaubsgäste in Mecklenburg-Vorpommern: 78 Prozent von ihnen besuchen nach eigenen Angaben Sehenswürdigkeiten, 46 Prozent Museen und Ausstellungen und 26 Prozent Festivals und Events. Für 22 Prozent der Gäste ist die Kultur ein Grund, sich für Mecklenburg-Vorpommern als Reiseziel zu entschieden zu haben, sogar 31 Prozent bezeichnen ihren Urlaub als Kultururlaub (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus). Zwischen Ostsee und Seenplatte bietet sich gerade für Genießer und Kultururlauber eine Fülle von besonderen Orten, inspirierenden Veranstaltungen und einzigartigen Kulissen. Urlauber haben die Wahl zwischen dem Besuch von Kunstmuseen – das neueste eröffnete jüngst in Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst – Kirchen der Backsteingotik, Künstlerkolonien, Literaturhäusern sowie zahlreichen Galerien. Kulturelle Leuchttürme wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Schlossfestspiele Schwerin, das „Kleine Fest im großen Park“ vor dem Ludwigsluster Barockschloss strahlen weit über die Landesgrenzen hinaus und beeindrucken jährlich zehntausende Besucher. Und es könnten noch mehr werden: Laut Reiseanalyse 2013 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen (F. U. R.) können sich 18 Prozent der Deutschen eine Kulturreise (ab fünf Tagen Dauer) an die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns und sogar 28 Prozent eine Kulturreise ins Landesinnere vorstellen.

Zum Download: Leitmotiv der Initiative „Natürlich romantisch“, Foto: Grundner/TMV/Werk 3


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