27. Apr 2012 | Nr. 40/12 | Kategorie: Pressemitteilungen

Das Hauptmannhaus erfindet sich neu: Eröffnung des neuen Ausstellungspavillons auf Hiddensee

Foto: Pavillon am Gerhart-Hauptmann-Haus

Foto: Pavillon am Gerhart-Hauptmann-Haus

Sonderausstellung „Spurensuche“ setzt sich im Jubiläumsjahr mit dem Dichter auseinander

Mit einem neuen Eingangs- und Ausstellungspavillon, der am 28. April 2012 eröffnet wird, feiert das Gerhart-Hauptmann-Haus auf der Insel Hiddensee das Doppeljubiläum des Schriftstellers: seinen 150. Geburtstag und seine Ehrung mit dem Literaturnobelpreis vor 100 Jahren. Das neue Eingangsgebäude, das zugleich Ausstellungen Raum bieten wird, liegt wenige Meter vor dem historischen Sommerhaus des Dichters, das er 1930 erwarb und wo er bis 1943 regelmäßig verweilte. Mit dem Pavillion wird zugleich die Sonderausstellung 2012 eröffnet, die den Titel „Spurensuche“ trägt und an die Liebe des Hausherrn zur bildenden Kunst erinnert. Sie entstand in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und wird bis September zu sehen sein. Im Rahmen des Eröffnungsfestes stellen der Autor Wolfgang de Bruyn, und die Verleger Bernd Fischer und Mathias Schilling die Neuausgabe von Gerhart Hauptmanns Novelle „Das Meerwunder“ sowie das Buch „Der Muße und Erkenntnis“ vor, ein Plädoyer für die Kultur der Gesprächskreise und eine Hommage an Gerhart Hauptmann.

Von Mai bis Oktober 2012 lädt das Hauptmannhaus zu Lesungen und Kammerkonzerten in das Arbeitszimmer des Schriftstellers ein. Zu Gast sind beispielsweise Christoph Hein, Judith Schalansky, Felicitas Hoppe, Ingo Schulze, Götz Aly und Sigrid Damm. Anfang Juni nimmt Frido Mann, der Enkel Thomas Manns, die Besucher mit auf eine literarische Reise auf die Kurische Nehrung – zum Sommerhaus seines Großvaters und in eine berühmte europäische Geisteslandschaft. Anfang Oktober wird die neue Gerhart-Hauptmann-Biografie von Peter Sprengel vorgestellt, außerdem werden neue Biografien über Hermann Hesse, Alfred Döblin und Wolfgang Langhoff präsentiert.

Eine neue Dauerausstellung, die ab Ende September zu sehen sein wird, setzt Gerhart Hauptmann schließlich in einen kulturhistorischen Kontext. Sie heißt „Literaturlandschaft Hiddensee“ und zeigt Autoren und Bücher aus Vergangenheit und Gegenwart, die die Künstlerinsel Hiddensee ebenfalls als Quelle der Inspiration oder Rückzugsort nutzten und nutzen, unter ihnen die Familie Mann, Hans Fallada, Ludwig Kosegarten, Else Lasker-Schüler, Benno Pludra, Joachim Ringelnatz oder Gret Palucca. Auch die alte Dauerausstellung im historischen Haupthaus wird bis Ende September inhaltlich überarbeitet und grafisch angepasst und ebenso wie die im neuen Pavillon in deutscher und englischer Sprache erläutert. Darüber hinaus wird sie durch historische Schwarz/Weiß-Fotografien ergänzt, die die Familie Hauptmann in den Räumen zeigt, in denen sich der Gast gerade befindet, um die Anschaulichkeit zu verstärken und dem Betrachter zu helfen, die historische Distanz zu Hauptmann zu überwinden.

Um auch jüngere Gäste für die Literatur zu begeistern, kürt das Hauptmannhaus beim 2. Literaturwettbewerb Anfang August die beste Kurzgeschichte aus der Feder eines Kindes bis 15 Jahre. Ab Juli können Kinder, die sich beteiligen möchten, ihre maximal eine A4-Seite lange Geschichte vor Ort abgeben. Die Autoren der von einer Jury, welcher unter anderem der Autor Ingo Schulze angehört, ausgewählten besten fünf Texte können diese am 1. August im Arbeitszimmer von Gerhart Hauptmann vor Publikum vortragen. Eine Preisverleihung schließt sich an. Alle eingereichten Geschichten werden mit Erlaubnis der Autoren auf der Website des Hauptmannhauses publiziert. www.hauptmannhaus.de


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