28. Dez 2011 | Nr. 151/11 | Kategorie: Pressemitteilungen

Bäume statt Böller: 100 Jahre Natur statt zehn Sekunden Effekt

Klimawald Usedom-Koserow, Foto: TMV

Klimawald Usedom-Koserow, Foto: TMV

Tourismusverband MV und Grüne Liga animieren zum „grünen“ Silvester

Seit nunmehr fünf Jahren fordern der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesverband der Grünen Liga zum Silvester mit „grünem“ Gewissen auf: Statt in diesem Jahr erneut mehr als 100 Millionen Euro für Feuerwerkskörper auszugeben, sollten die Deutschen zumindest teilweise darauf verzichten und dafür in einen kleinen Beitrag für Klimaschutz und Umweltbildung investieren. „Bäume statt Böller“ lautet die Botschaft der zwei Verbände, mit der sie zum Kauf von Waldaktien zum Einzelpreis von zehn Euro anregen (www.waldaktie.de). Pro Waldaktie werden jeweils zehn Quadratmeter Fläche aufgeforstet, auf diese Weise konnten inzwischen dreizehn so genannte Klimawälder in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet werden. „Die Waldaktie ist eine gute Alternative zum Silvesterknaller“, erklärte Jürgen Seidel, Präsident des Landestourismusverbandes. Wer zehn Euro seines Budgets für das Jahresendfeuerwerk in eine Waldaktie investiere, tue etwas Gutes für die Umwelt, indem er Müllberge, Lärm und den Ausstoß von Kohlendioxid reduziere und gleichzeitig in die gute Luft der Zukunft investiere. „Auf eine kurze Formel gebracht heißt das: Bäume statt Böller für ein grünes Gewissen zum Jahreswechsel“, so Seidel.

Rund 113 Millionen Euro jagten die Deutschen zum Jahreswechsel 2010/2011 nach Angaben des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI) in die Luft. Umsätze in ähnlicher Höhe erwartet die Branche auch für das diesjährige Silvester. Die deutschlandweit dabei ungefähr verbrauchten 10.000 Tonnen Feuerwerk setzen einer im Auftrag der Allianz Versicherung vor einigen Jahren erstellten Studie zufolge etwa 2.300 Tonnen Kohlendioxid frei, sodass statistisch gesehen zu Silvester auf jeden Bundesbürger rund 25 Gramm CO2 entfallen. „Umso größer ist der Nutzen der Waldaktie“, sagte Jürgen Seidel. Die auf zehn Quadratmetern gepflanzten Bäume sind in der Lage, knapp 900 Kilogramm Kohlendioxid zu binden. Dies ist so viel, wie von einer vierköpfigen Familie im vierzehntägigen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern samt An- und Abreise durchschnittlich produziert wird.

Der Bundesvorsitzende der Grünen Liga, Dr. Torsten Ehrke, unterstützt den Projektansatz und ruft zum Kauf von Waldaktien auf. „Bäume sind die Lungen unserer Erde. Ohne sie würde es uns nicht geben. Über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg binden sie Kohlendioxid und reinigen die Luft. Eine Silvesterrakete vergeht nach nur wenigen Augenblicken. Mit der Aktion ‚Bäume statt Böller‘ kann jeder einen Beitrag dazu leisten, die Wälder Mecklenburg-Vorpommerns für seine und künftige Generationen zu bewahren.“

Mit Hilfe des Umweltbildungsprojektes Waldaktie, das vor vier Jahren vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes sowie vom Landesforst MV initiiert wurde, konnten inzwischen 36.000 Waldaktien im Natururlaubsland Mecklenburg-Vorpommern vertrieben werden.

Waldaktien als Alternative zu Silvesterknallern können unter www.waldaktie.de bestellt werden.


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