20. Okt 2011 | Nr. 123/11 | Kategorie: Regionenpressedienst

Neues Kranich Museum auf Fischland-Darß-Zingst

Foto: TV Fischland-Darß-Zingst/Uwe Engler

Foto: TV Fischland-Darß-Zingst/Uwe Engler

Künstlerische Betrachtung über Vögel des Glücks lockt Besucher in das Gutshaus Hessenburg

„Ich bin ein Kranich“ steht groß am Gutshaus Hessenburg auf dem gleichnamigen Gutshof nordöstlich von Ribnitz-Damgarten und weist schon von Weitem auf die neue Nutzung des aus dem Jahr 1840 stammenden Gebäudes hin. Hier befindet sich ein neues Kranich Museum, das in zwölf Ausstellungsräumen eindrucksvoll die Welt der Kraniche auf eine ungewöhnliche Art zeigt: als Kunstkonzept. Ein junges Künstler-Team reflektiert hier das Leben der Vögel des Glücks, wie die majestätischen Tiere auch genannt werden. So zeigt Emma Waltraud Howes in der Klang-Installation „LuftKnochen“, wie ein Kranich abhebt und fliegt. Die Bewegungsabläufe ertönen durch ein kleines Loch in der Wand. Ein Sprecher weist dabei auf die Ähnlichkeiten tierischer und menschlicher Bewegungen hin. Das soll den Betrachter anregen, sich mit der Physiologie seines Körpers und jener des Vogels auseinanderzusetzen. Im Kunstwerk „Erziehungskostüm“, ebenfalls von Emma Waltraud Howes, wird präsentiert, wie schnell sich Kraniche auf den menschlichen Kontakt einstellen können. Gezeigt werden Züchterkostüme aus Pappe und Tüchern, die für die Kranichaufzucht entworfen worden sind. In der Video-Installation „Ich liebe Dich“ veranschaulicht die Komponistin Tamara Friebel den Liebestanz der australischen Kraniche. Ward Shelley erklärt dem breiten Publikum in „Genealogie des Kranichs“, einer schematischen Zeichnung, die evolutionäre Entwicklung der Kraniche vom Amnioten-Ei über das Zeitalter der Dinosaurier bis hin zu den neuzeitlichen Vögeln. Das Kranich Museum ist bis zum 31. Oktober geöffnet. Danach öffnet es wieder am 1. April 2012 und bietet Kutschfahrten zu den Kranichweiden an.
Weitere Informationen: www.kranichmuseum.de


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