28. Sep 2011 | Nr. 111/11 | Kategorie: Pressemitteilungen

Tourismusverband MV: Zukunftsfähige Strukturen auf regionaler Tourismusebene entscheidend für weiteren Erfolg des Urlaubslandes

Foto: Logo TMV

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Geschäftsführer Bernd Fischer spricht sich für solide finanzielle, fachliche und personelle Ausstattung aus

Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat angesichts des veränderten Zuschnitts der Landkreise zur Sicherung zukunftsfähiger und nachhaltiger Strukturen auf der Ebene der regionalen touristischen Verbände und Institutionen aufgerufen. „Diese müssen nicht nur finanziell solide arbeiten können, sondern weiterhin auch fachlich sinnvoll aufgestellt sein“, sagte Geschäftsführer Bernd Fischer aus Anlass des Tourismusbarometers des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes (OSV) in Wismar, bei dem Finanzierungsformen und Aufstellungen regionaler Tourismusstrukturen ein Hauptthema waren. „Wir sind dankbar dafür, dass das Tourismusbarometer dieses Thema zu diesem Zeitpunkt anfasst. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern muss weiterhin mit einer wettbewerbsfähigen und auch nach Marken- und Marktpotenzialen aufgestellten Struktur auf allen Ebenen agieren.“

Fischer wies darauf hin, dass sich innerhalb der neuen Landkreisstrukturen Fälle ergeben, in denen zwei erwiesenermaßen starke Reiseregionen innerhalb eines Landkreises jeweils separat vermarktet werden müssten. „Und zwar unabhängig von der übergeordneten Strukturierung“, wie Fischer ergänzte. Im Landkreis Vorpommern-Rügen mit den etablierten Destinationen Rügen und Fischland-Darß-Zingst zeichne sich eine solche Situation ab. Auf der anderen Seite gebe es auch Einzugsbereiche bereits bestehender Tourismusverbände, die zwei der neuen Großkreise einfassen. „Sind Landkreise und geprägte Reiseregionen nicht identisch, spielt neben der vernünftigen Planung von Budget, Personal und Kommunikationsinhalten auch die Zusammenarbeit der Landkreise untereinander eine wichtige Rolle“, so Fischer weiter.

Angesichts eher geringer als größer werdender Werbe-Budgets und des sich verschärfenden Wettbewerbs in Deutschland betonte der Verbandsgeschäftsführer die zunehmende Bedeutung von Kooperationen und einer weiter verbesserten Vernetzung zwischen der Landes-, der Regional- und der Lokalebene unter verstärkter Integration touristischer Unternehmen im Land für das Marketing. „Wie bisher brauchen wir den wechselseitigen Austausch über alle Ebenen, und noch stärker müssen öffentlicher und privater Sektor in Zukunft ihre Kräfte bei der Vermarktung von Angeboten aus dem Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern bündeln. Wichtig ist eine integrierte Kommunikation“, erklärte Fischer. Dafür erarbeite der Landestourismusverband gemeinsam mit seinen Partnern derzeit eine Marken- und Kommunikationsstrategie für das Urlaubsland, die im Spätherbst dieses Jahres veröffentlicht werden soll und bis 2022 angelegt sein wird. Laut Fischer verstehe der Landestourismusverband seine Rolle auch in Zukunft als Koordinator für verschiedene touristische Interessen, als Einheit für die Neukundenansprache, als Hauptverantwortlicher für die Prägung des touristischen Images, als Dach für touristische Kampagnen und als Dienstleister für übergeordnete Aufgaben wie Qualitätsmanagement, Messeplanung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Online-Marketing.

Darüber hinaus verlieh Bernd Fischer seiner Hoffnung Ausdruck, „dass die ungeklärten Geschäftsführungs- und Personalpositionen in einigen der Regionalverbände in Bälde gelöst sein werden“. In Mecklenburg-Vorpommern bestehen acht regionale touristische Institutionen – in Mecklenburg-Schwerin, an der Mecklenburgischen Ostseeküste, in der Mecklenburgischen Seenplatte, der Mecklenburgischen Schweiz, in Vorpommern, auf Fischland-Darß-Zingst, auf Rügen sowie auf Usedom. Zudem sind auch die Städte Wismar, Schwerin, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg Mitglieder im Landestourismusverband.


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