23. Sep 2011 | Nr. 106/11 | Kategorie: Genuss und Kultur

Vom Feld auf den Teller – Gemüse und Kräuter der Saison

Kürbismarkt in Karls Erlebnisdorf (Foto: Karls Erlebnisdorf)

Kürbismarkt in Karls Erlebnisdorf (Foto: Karls Erlebnisdorf)

Kartoffeln, Kohl und Kürbis – Ernte im Nordosten

Gepellt, gekocht, gestampft: Kartoffeln in allen Variationen
Was wären die Mecklenburger und Vorpommern ohne ihre Kartoffeln – hierzulande auch als Erdäpfel, Tüffeln, Tüften oder Kartüffeln bekannt. Der Preußenkönig Friedrich der Große verhalf der Knolle zum Durchbruch, die heute aus der Mecklenburgischen und Vorpommerschen Küche nicht mehr wegzudenken ist. 1756 befahl er den Anbau in Pommern und Schlesien und machte sie zur Knolle fürs Volk. Heute wird sie gern im Kartoffelgericht, als Pellkartoffeln mit Leinöl, Kartoffelsuppe, Kartoffelbrot oder Kartoffelkuchen, genossen oder zu Fleisch-, Fisch-, oder Gemüsegerichten gereicht. Verarbeitet in unterschiedlichsten Variationen sind Kartoffeln nicht nur lecker, sondern auch gesund: Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sättigen ohne dick zu machen durch den hohen Gehalt an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Der gute Boden und das Klima in Mecklenburg-Vorpommern bieten für das Wachstum besonders günstige Bedingungen.

Vom 8. bis 23. Oktober 2011 feiern Restaurants und Bäckereien in Ludwigslust und Umgebung die Ludwigsluster Kartoffelwochen. In der Stadt im Südwesten Mecklenburgs erwarten die Besucher Kartoffelspezialitäten und ein unterhaltsames Programm rund um die Erdäpfel. Weitere Informationen unter www.genussreich-mv.de

In Mecklenburg-Vorpommerns einzigem Kartoffelmuseum in Tribsees im Trebeltal kann jeder Kartoffelliebhaber Wissenswertes über die runde Knolle erfahren, beispielsweise zur Kartoffelzucht oder zu Produkte, die aus Kartoffeln hergestellt werden. Das Kartoffelmuseum ist von Montag-Donnerstag 8 bis 15 Uhr und am Freitag von 8 bis 11 Uhr geöffnet. www.stadt-tribsees.de

Geschmort, gefüllt, gebacken: Kohl in aller Munde
Mit seinem Artenreichtum erfreut sich der Kohl bei Gästen wie Einheimischen großer Beliebtheit. Von Weiß- oder Rotkohl bis hin zu Brokkoli und Kohlrabi unterscheiden sich die verschiedenen Sorten des Kohlgemüses deutlich in Form und Farbe, sie haben jedoch Eines  gemeinsam: Die gesunde Wirkung durch wichtige Nährstoffe wie Beta-Karotin und Vitamine. Geschmorter Kohl mit Hackfleisch und Schupfnudeln, herzhafte Eintöpfe mit Kasseler, Kohlrouladen oder köstliche Gratins sind nur ein kurzer Auszug aus einer langen Liste an genussvollen Zubereitungsideen, die beispielsweise im Herbst auf den Speisekarten zu finden sind. Während der Rügener Kohlwochen vom 24. September bis 30. Oktober 2011 wird das Gemüse in den Restaurants der Insel in verschiedenen Variationen aufgetischt. Eingeläutet werden die Wochen, in denen sich alles um den Kohl dreht, während eines Erntefestes auf dem Rügenhof Kap Arkona am 24. und 25. September. Wer gleich drei Nächte auf dem Rügenhof bleiben möchte, nutzt das Arrangement „Kohltage am Kap“, das unter anderem drei Übernachtungen mit Frühstück, eine geführte Wanderung durch das Fischerdorf Vitt und ein Abendmenü „Rund um den Kohl“ enthält. www.kap-arkona.de, www.ruegen.de

Gehakt, gerebelt, gemahlen: Kräuter aus Mecklenburg-Vorpommerns Gärten
Verfeinern lassen sich Kohl- und andere Gerichte mit wildwachsenden oder Gartenkräutern, die Mecklenburg-Vorpommern bereithält. Zu den bekanntesten Wildkräutern zählen Bärlauch, Brennnessel, Beifuß, Giersch, Huflattich, Nachtkerzen-Arten, Nelkenwurz, Rotklee, Löwenzahn und Wegerich-Arten. Im Vergleich zu gezüchteten Kräutern sind sie aromatischer und reicher an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Kräuter dienen als Speisewürze und werden wegen ihrer gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe auch als Arznei- und Heilpflanzen genutzt. Wer die natürlich gewachsenen Kräuter Mecklenburg-Vorpommerns gern probieren möchte, kann dies beispielsweise im Wildkräuterhotel in Ehmkendorf bei Ribnitz-Damgarten. Den Jahreszeiten angepasst bereichern die Wildkräuter, die am Gutshaus wachsen, die Gerichte im Restaurant. Darüber hinaus werden auch Wildkräuterexkursionen ins Recknitztal angeboten. www.ehmkendorf.de
Darüber hinaus hat im Gutshaus Boltenhagen in der Region Mecklenburg-Schwerin eine bundesweit einmalige Gärtnerei ihren Sitz, die Essbare Landschaften GmbH hat sich auf den Anbau und die Veredelung seltener Wild- und Würzkräuter sowie essbarer Blüten spezialisiert. Ein Gartenbauingenieur und ein Küchenmeister kultivieren über einhundert verschiedene Pflanzen nach Bioland-Richtlinien und vertreiben diese, täglich frisch geerntet, in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland. www.essbarelandschaften.de

Suppen, Desserts und Marmelade – Kürbis auf den Speisekarten im Nordosten
Auch Kürbisse gehören zu den beliebten Gemüsesorten der Saison. Die gelben, grünen oder orangefarbenen Köfpe sind gesunde Sattmacher. Bei nur wenig Kalorien liefern sie viele Nährstoffe. Sie enthalten unter anderem Beta-Karotin, Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium. Kürbiskerne, die zum Beispiel geröstet und gesalzenen als Snack oder in Backwaren verwendet werden, haben durch das antioxidative Inhaltsstoffe und unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers.

Kürbisgerichte bereichern die herbstlichen Speisekarten vieler Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern. Im Biohotel Gut Gremmelin in der Mecklenburgischen Schweiz beispielsweise können Gäste im Bio-Restaurant Landlieb eine Crème Brûllé vom Kürbis mit Früchteschaum genießen. Ein Kokos-Kürbissüppchen mit gerösteten Maronen gibt es im Hotel Meersinn in Binz auf der Insel Rügen, und in der Gutsschänke des Golf und Wellness-Hotels Schloss Teschow in der Mecklenburgischen Schweiz wird im Herbst unter anderem eine Cremesuppe vom Muskatkürbis mit karamellisierten Kernen und eigenem Öl serviert. Das Schlosshotel lädt übrigens im Rahmen des Erntedankfestes auf Schloss Teschow am 2. Oktober von 14.00 bis 18.00 Uhr unter anderem auch zum Kürbisschnitzen ein. www.schloss-teschow.de

Auf dem größten Kürbismarkt in Mecklenburg-Vorpommern können Gäste in Karls Erlebnisdorf bei Rostock stöbern. Etwa 100 Sorten, darunter viele Speise-, Zier- oder Schnitzkürbissein allen Größen, Farben und Formen, sind hier zu bestaunen oder käuflich zu erwerben. Kürbisliebhaber können darüber hinaus eine kleine Rezeptauswahl leckerer Kürbisgerichte oder Karls Kürbismarmelade als Souvenier mitnehmen. Bei deren Zubereitung kann übrigens auch zugeschaut werden: Täglich um 11.00 Uhr schwingen die Marmeladenmacher die Kochlöffel. www.karls.de


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