09. Dez 2010 | Nr. 181 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 10. bis 16. Dezember

10. Dezember: Jagdschloss Friedrichsmoor

Französische Bildtapete von 1814 zu bewundern

Inmitten des Niederungsgebietes der Lewitz liegt ein Kleinod: das Jagdschloss Friedrichsmoor. 1705 wurde es im Auftrag von Herzog Friedrich Wilhelm im Stil einer Blockhütte errichtet und später durch einen dreiflügeligen Fachwerkbau ersetzt. Keine Geringeren als Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II. sowie Otto von Bismarck zählten zu den herrschaftlichen Besuchern. Bis 1918 diente das Schloss der Jagd. Sehenswert ist die Szenentapete „la chasse à Compiègne“ im Gartensaal. Sie wurde um 1814 in Paris nach den Entwürfen des Malers Charles Vernet gedruckt. Die Tapete ist etwa 16 Meter lang und über zwei Meter hoch und stellt den Verlauf einer höfischen Rotwildjagd dar. Heute befindet sich im Jagdschloss ein Hotel mit zehn Zimmern. Trophäen von Rot- und Damwild zieren die Räume und unterstreichen den Charakter eines Jagdschlosses. Die heutigen Schlossherren betreiben eine Pferdezucht mit Lewitzer Schecken und Vollblutpferden, bieten Reitunterricht und geführte Ausritte in die Region an. Das Jagdschloss ist vor allem bei heiratswilligen Paaren beliebt. Am 6. Februar wird hier eine Hochzeitsmesse veranstaltet.

Weitere Informationen: www.jagdschloss-friedrichsmoor.de

Foto: www.jagdschloss-friedrichsmoor.de

11. Dezember: Thünen-Museum-Tellow

„Dörpwihnachten up de Tellowsche Däl“ am 11. und 12. Dezember

Das Thünen-Museum in Tellow am Rande der Mecklenburgischen Schweiz ist dem Agrarwissenschaftler, Musterlandwirt und Sozialreformer Johann Heinrich von Thünen (1783-1850) gewidmet. Mit seinem Hauptwerk „Der isolierte Staat“ leistete er einen entscheidenden Beitrag für das ökonomische Gefüge in Land- und Forstwirtschaft. So gilt Thünen auch als Begründer der landwirtschaftlichen Betriebslehre. In Tellow können Besucher ein historisch gewachsenes mecklenburgisches Gutsensemble in Verbindung mit regionaler Landwirtschaftsgeschichte entdecken und zudem auf dem Museumshof übernachten. Dafür stehen Ferienwohnungen, Gästehaus oder der Strohboden der Thünenkate zur Auswahl. Am 11. und 12. Dezember veranstaltet das Thünen-Museum auf dem Mustergut eine Dorfweihnacht unter dem Titel „Dörpwihnachten up de Tellowsche Däl“. Dabei können die Gäste unter anderem Posaunenchor und Puppenbühne bestaunen, Schmuck oder Schafwollprodukte erwerben oder am Grillstand einen Glühwein trinken. Kinder sind in der Weihnachtswerkstatt willkommen, wo sie Plätzchen backen können, Weihnachtsgestecke anfertigen, bei „Frau Holle“ Märchen hören oder im Hexenhäuschen einen Zaubertrunk brauen können. Der Adventsmarkt beginnt um 10.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.thuenen-museum-tellow.m-vp.de

Foto: Thünen-Museum-Tellow

12. Dezember: St. Marienkirche in Pasewalk

Ein Prachtbau aus Backstein

Schon von weitem weist die mittelalterliche Marienkirche den Weg in die vorpommersche Stadt Pasewalk. Denn das dreischiffige Gebäude überragt als eine der bedeutendsten norddeutschen Backsteinkirchen die Umgebung deutlich. Schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird auf einer Urkunde erstmals eine „Marktkirche“ der Burg Pozdewolk erwähnt. Auf ihren Fundamenten entstanden die bis heute so beeindruckenden Bauten. Das Langhaus stammt aus den Jahren 1325 bis 1350. Im Laufe der Zeit wurde das innere und äußere Aussehen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mehrfach verändert. Die größten Schäden erlitt die Kirche in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges 1945. Erst seit 1994 erstrahlt das Gotteshaus wieder in alter Pracht. Die Innenarbeiten endeten mit der Sanierung der Nordkapelle im Jahre 2005.

Weitere Informationen: www.kirchenkreis-pasewalk.de

Foto: www.pasewalk.de

13. Dezember: Rathaus und Mühlentor Grimmen

 Entdeckungen in mittelalterlicher Backsteingotik

Das Rathaus im vorpommerschen Grimmen gehört zu den Zeugnissen mittelalterlicher Backsteingotik. Dendrochronologische Untersuchungen des hölzernen Dachstuhls bestimmten das Fälldatum der ältesten Dachsparren: 1393. Somit wird mit einem Baum um 1400 ausgegangen. Die bei Ausgrabungen zutage getretenen Fundamentreste lassen darauf schließen, dass sich an der Stelle des heutigen Baus zuvor ein noch größeres Gebäude befand, welches ebenfalls einer öffentlichen und gemeinschaftlichen Nutzung gedient haben muss. Dabei handelte es sich um einen Fachwerkbau. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Rathaus in Grimmen viele bauliche Veränderungen. Das seit November 2004 mit einem Glockenspiel versehene Türmchen auf dem Dach ist barocken Ursprungs. Das untere Geschoss diente einst Markt- und Gerichtsgeschäften, das obere den Beratungen der Ratsherren und Versammlungen der Bürger. Die Böden unter dem hohen Giebeldach waren Lager- und Speicherräume. Zudem war auf dem Boden um 1754 ein Gefängnis eingerichtet. Am linken Pfeiler des Laubenganges befand sich von 1745 bis etwa 1945 die Schandkette. Heute hängt dort eine Nachbildung des Halseisens. Nach der Sanierung ist das Rathaus heute ein modern eingerichtetes Verwaltungsgebäude. Eine weitere Entdeckung in Grimmen ist das Mühlentor, eines der drei erhaltenen mittelalterlichen Stadttore. Der spätgotische Bau war ursprünglich wichtiger Teil der Stadtbefestigungsanlage, die um 1320 entstand. Der Name ist auf die Wassermühle (1373) zurückzuführen, die bis etwa 1830 stadtauswärts vor dem Tor stand. 1985 legte man am Mühlentor den Grundstein für einen Neubau in Form eines Wiekhauses. Es entstand ein Museumskomplex, wofür das alte Stadttor ausgebaut und mit dem Neubau verbunden worden ist. Seit der Eröffnung 1987 zum 700-jährigen Jubiläum der Stadt können sich Gäste im Heimatmuseum ein Bild von der Stadtgeschichte machen.

Weitere Informationen: www.grimmen.de

Foto: Ingo Belka

14. Dezember: Gutshaus Stolpe mit Klosterruine

Einkehren in geschichtsträchtigen Häusern

Urlaub an der Peene: Inmitten einer denkmalgeschützten Gutsanlage aus dem vergangenen Jahrhundert und einem Park mit altem Baumbestand liegt das Gutshaus Stolpe, dessen weitläufiges Gelände an die Peene, den so genannten „Amazonas des Nordens“ grenzt. Das Gutshaus wurde nach dem Vorbild englischer und französischer Landhotels restauriert und bietet mit Gästezimmern, Restaurant, Salon und Bibliothek einen perfekten Rahmen für Mußestunden unweit der lebhaften Seebäder auf der Insel Usedom. In der Nachbarschaft des Gutshauses befindet sich die Ruine des von Herzog Ratibor I. im Jahre 1153 gestifteten Klosters. Es gehörte zum Benediktinerorden und war das erste in Vorpommern. Allein das Schiff der Klosterkirche hatte mit 128 Metern gigantische Ausmaße. Das Kloster bestand bis 1637 und wurde im Zuge des Dreißigjährigen Krieges bis auf die Grundmauern zerstört. Mit den Abbruchsteinen des Klosters hat man den über 300 Jahre alten Fährkrug errichtet, in dem der mecklenburgische Heimatdichter Fritz Reuter oft zu Gast war und Inspiration für seine Werke fand. Im Fährkrug bucht man heute den Fährmann, der Gäste mit einer kleinen Fähre nach Quilow bringt, das mit seinem Wasserschloss zu weiteren Entdeckungen einlädt.

Weitere Informationen: www.gutshaus-stolpe.de

Foto: Gutshaus Stolpe

15. Dezember: Naturpark Am Stettiner Haff

 Besucherzentrum eröffnet im Sommer 2011 in Eggesin

Im Nordosten des Landes, in direkter Nachbarschaft zur Republik Polen, befindet sich der „Naturpark Am Stettiner Haff“. Er ist geprägt durch die unverbauten Abschnitte der Haffküste sowie Haffwiesen, weite Wälder der Ueckermünder Heide, die Uecker- und Randow-Niederungen und die Brohmer Berge und lädt zu ausgedehnten Entdeckungen ein. Sehenswert sind auch die Binnendünen, die wie eine kleine Wüstenlandschaft wirken. Im Sommer 2011 eröffnet ein Besucherzentrum am Bahnhof in Eggesin, das zentrale Anlaufstelle für Gäste sein soll. Hier erhalten sie Auskünfte über den 537 Quadratlilometer großen und facettenreichen Naturpark. Schon jetzt organisiert die Naturparkstation in Ueckermünde geführte Wanderungen durch das Gebiet, in dem unter anderem Schreiadler zu Hause sind und Kraniche rasten. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 039771 44 108 möglich.

Weitere Informationen: www.naturpark-am-stettiner-haff.de

Foto: www.naturpark-am-stettiner-haff.de

16. Dezember: Ehemaliges Zisterzienserkloster Dargun

 Klosteranlage bietet Rahmen für klassische Konzerte

Durch das 1172 gegründete Zisterzienserkloster erlangte der Ort Dargun in der Mecklenburgischen Schweiz überregionale Bedeutung. Nach der Säkularisierung des Klosters wurde es von den Fürsten aus dem Hause Mecklenburg-Güstrow in einem Zeitraum von etwa 200 Jahren zum Schloss umgebaut, das in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges durch einen Brand zerstört wurde. Seit 1990 wird die Anlage gesichert und saniert. Heute finden in der Kloster- und Schlossanlage klassische Konzerte und Festspiele statt. Unter anderem sind in den alten Gemäuern die Stadtinformation und ein Ausstellungsraum für temporäre Ausstellungen zu finden. Im Schloss- und Klosterpark können Gäste zwischen 300 Jahre alten Eiben und einer Hainbuchenallee spazieren und Brautpaare sich im romantischen Tee-Pavillon aus dem 17. Jahrhundert das Ja-Wort geben.

Weitere Informationen: www.dargun.de

Foto: www.dargun.de


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