24. Nov 2010 | Nr. 176/10 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 26. November bis 2. Dezember

26. November: Denkmalsweg Neukloster-Dobbertin

Zwischen slawischen Tempeln und Klostermauern

Eine der verblüffendsten Erkenntnisse über das Verhalten der MV-Urlauber brachte der „Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus “ – eine Gästebefragung unter mehreren Tausend Urlaubern – ans Licht: Ein Drittel der Besucher wandert. Das entspricht rund zwei Millionen Wanderern pro Jahr und beweist, was keiner vermutet hätte. Beim Wandern muss es nicht immer hoch hinaus gehen. Auch das Flachland hat seinen Reiz. Seitdem ist viel passiert im Urlaubsland. In der Broschüre „ErlebnisReich Natur“ des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern etwa wurden verschiedene Wanderangebote geschnürt und die schönsten Routen zum Nachwandern zusammengestellt. Eine davon ist der Denkmalsweg von Neukloster nach Dobbertin. Die insgesamt 90 Kilometer lange Route, die bequem in vier Tagen zu schaffen ist, führt von der ehemaligen Klosteranlage in Neukloster über die neogotische Kirche in Warin und das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden, eine rekonstruierte slawische Tempelanlage, bis zur Klosteranlage Dobbertin. Mit etwas Glück sind Seeadler am Upahler und Lenzener See zu bestaunen. Eine detaillierte Beschreibung finden Wanderfreunde unter www.auf-nach-mv.de/wandern.

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de

Foto: Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH

27. November: Museumshafen Greifswald

Hier kommt der Weihnachtsmann am 27. November mit dem Haikutter an

Gaffelketsch und Schoner, Seequatze und Rammschiff, Kreuzer und Kragejolle – etwa 45 alte Schiffe prägen das Bild des Museumshafens in Greifswald, der 1991 nach dem Vorbild der Museumshäfen in Flensburg und Hamburg gegründet wurde. Damit reagierten die Hansestädter auf das gestiegene Interesse an historischen Schiffen und traditioneller Seemannschaft. Als Teil des Alten Stadthafens erstreckt sich der Museumshafen von der Steinbecker Brücke bis hin zum alten Getreidespeicher und prägt das maritime Flair der Hansestadt. Das älteste Schiff, das Besucher im Museumshafen bewundern können, ist das Zeesboot „Pommerland“ aus dem Jahr 1880. Unter www.museumshafen-greifswald.de sind alle hier vertäuten Schiffe gelistet. 15 davon bieten Ausflugsfahrten und Mitsegeltörns an. Und auch der Weihnachtsmann nutzt die alten Schiffe zur Fortbewegung: Am 27. November kommt er auf dem 1919 in Dänemark vom Stapel gelaufenen Haikutter „Hanne Marie“ im Museumshafen an und eröffnet die Weihnachtsmarkt-Saison. Übrigens: Der Verein Museumshafen Greifswald organisiert auf Wunsch auch Gruppenführungen durch den Museumshafen und die Museumswerft, in der alte Schiffe restauriert werden.

Weitere Informationen: www.museumshafen-greifswald.de

Foto: Museumshafen Greifswald/T. Krüger

28. November: Museumshof Zingst

Adventsmarkt am 27. und 28. November

Freizeitvergnügen der besonderen Art verspricht der Museumshof in Zingst. Ob Zeitreise im Heimatmuseum, Kreativität in der Pommernstube, Staunen in der Marionettenwerkstatt oder Heiraten in der Museumsscheune – der etwa ein Hektar große Hof mit seinen acht Gebäuden bietet für jeden das passende Angebot. In der Bernsteinwerkstatt „Strandgut“ bearbeitet Kunsthandwerker Gerhard Feeken Strandfunde und stellt aus Steinen, Treibholz oder Hühnergöttern Schmuck her. Im Sommer wird hier regelmäßig ein Bio- und Frischemarkt veranstaltet, und auf der Bühne erklingen Konzerte. Am 27. und 28. November wird auf dem Museumshof Zingst ein Adventsmarkt veranstaltet. Dabei wird an 25 Ständen Kunsthandwerkliches und Köstliches geboten, etwa Glögg und Glühwein, Mutzen aus der Museumsbäckerei oder Rauchwurst aus Rostock. Eine kleine Eisenbahn zieht friedlich schnaufend ihre Runden und lädt kleine und große Eisenbahnfreunde zum Steuern und Rangieren ein. Über 40.000 Besucher nutzen das vielfältige Angebot des Museumshofs in jedem Jahr.

Weitere Informationen: www.zingst.de

Foto: Museumshof Zingst

29. November: St. Thomaskirche in Tribsees

Geschnitzter Mühlenaltar versetzt ins Staunen

Ein kirchliches Kleinod ist die St. Thomaskirche in Tribsees, die um 1320 im gotischen Stil erbaut wurde und heute das Stadtbild prägt. Brände und unterschiedliche Glaubensrichtungen formten Inneres und Äußeres. Später folgte ein neugotischer Umbau. Wertvollstes Interieur ist der geschnitzte Mühlenaltar aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts. Es ist die einzige skulpturale Darstellung einer eucharistischen Mühle. Die Altarflügel zeigen ein Passionsrelief in acht Bildern. Die Mühle war ein sehr beliebtes Motiv der Zisterzienser, die vom Kloster Neuenkamp das Patronat über dieser Kirche ausübten. Im geöffneten Zustand misst der Altar 5,50 Meter in der Breite und 2,12 Meter in der Höhe. Neben dem einzigartigen Stück sind in der St. Thomaskirche das Lübecker Kanzelstück aus dem Jahr 1577, eine barocke Kreuzigungsgruppe von 1710 und eine Buchholz-Orgel von 1831 zu bestaunen.

Weitere Informationen: www.kirchenkreis-demmin.de

Foto: Mühlenaltar in St. Thomaskirche

30. November: Jakobus-Pilgerweg der heiligen Birgitta von Schweden

Facettenreiche Tour führt von Stralsund nach Schwerin

1341 begab sich die heilige Birgitta auf eine Pilgerreise von Schweden nach Santiago de Compostela. Dabei führte sie ihr Weg durch das heutige Mecklenburg-Vorpommern. Pilger können es ihr gleichtun und etwa in der Hansestadt Stralsund auf dem Jakobus-Pilgerweg wandern. Der Weg führt durch malerische Alleen und vorbei an ehrwürdigen Kirchen wie St. Thomas in Tribsees oder St. Marien in Güstrow bis in den Naturpark Sternberger Seenland. Hier befindet sich ein Wallfahrtsort, der Pilgern eine Herberge bietet: das Kloster Tempzin. Das Kloster hält verschiedenste Angebote bereit, angefangen beim gemeinsamen Pilgern über Gottesdienste für Kranke und Gesunde bis hin zu Ora-et-Labora-Wochen. Der Weg führt weiter bis in die Landeshauptstadt Schwerin, wo Pilger im Dom Ruhe und Eingebung erfahren können. Die Heilige Birgitta, Begründerin des nach ihr benannten Erlöserordens, war – als Mutter von acht Kindern – eine Frau mit starken Visionen und politischen Ambitionen. Offen übte sie Kritik und quittierte dem schwedischen König sogar den Dienst als Hofmeisterin. Daraufhin begab sich die entschlossene Frau mit ihrem Mann Ulf auf Pilgerreise nach Spanien.

Weitere Informationen: www.pilger-zentrum-kloster-tempzin.de

Foto: Dom Güstrow/Werk 3

1. Dezember: Waldpark des ehemaligen Schloss Semper

Die „Hexenbuchen“ von Rügen entdecken

Mit dem Bau des Schlosses Semper in Lietzow auf Rügen um 1920 wurde auch der Waldpark angelegt. Der rund 38 Hektar große Park liegt in der Semper Heide und bietet mit seinem Hochuferweg herrliche Ausblicke auf den großen Jasmunder Bodden. Von 1963 bis 1990 wurde das Schloss Semper mit vielen Nebengebäuden als Ausbildungsstätte und Erholungsheim für Polizisten genutzt. Heute ist es in privatem Besitz. Von 2000 bis 2003 erfolgte die Rekonstruktion des Waldparks nach historischem Vorbild durch den Landschaftspflegeverband Ostrügen. Zur Internationalen Gartenschau 2003 in Rostock erstrahlte er als Außenstandort in neuem Glanz. Heute lädt der Waldpark mit Kaskadenteichen, Rhododendron-Allee und 100-jährigen Eichen zum Entdecken ein. Eine Rarität sind die so genannten Süntelbuchen, eine seltene Mutation einer Buche. Sie werden wegen ihres bizarren Wuchses auch als „Hexenbuchen“ bezeichnet.

Weitere Informationen: www.ruegen.de

Foto: LPV Rügen e. V.

2. Dezember: Burg Stargard

Romantische Burgenweihnacht am 5. Dezember

Südlich von Neubrandenburg thront die Burg Stargard, zwischen 1248 und 1271 entstanden und heute Mecklenburg-Vorpommerns bedeutendste mittelalterliche Höhenburg. Mit ihrer fast 1000-jährigen Geschichte zieht sie viele Gäste in ihren Bann, nicht zuletzt Heiratswillige, die sich hinter den dicken Mauern das Ja-Wort geben. Am 5. Dezember von 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr wird hier zur „Romantischen Burgenweihnacht“ geladen. Auf der weihnachtlich geschmückten Burg warten Märchenerzähler mit Räubergeschichten auf die Kinder, Chöre singen Weihnachtslieder, und der Weihnachtsmann kommt um 15.30 Uhr und beeindruckt die Kleinen. Kinderkarussell, Ponyreiten und Bogenschießen – die „Romantische Burgenweihacht“ verspricht abwechslungsreiche Stunden in besonderer Atmosphäre.

Weitere Informationen: www.burg-stargard.de

Foto: Touristinformation Burg Stargard


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