17. Nov 2010 | Nr. 173 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 19. bis 25. November

19. November: Forstsamendarre Jatznick

Hier wird Saatgut für neue Wälder produziert

Zapfenspeicher und Lärchentrommel: In der Produktions- und Schaumanufaktur der Forstsamendarre Jatznick erleben Besucher, wie Saatgut von Bäumen und Sträuchern nach historischen und modernen Verfahren gewonnen wird. Eine Samendarre – darren bedeutet trocknen, rösten oder dörren – befindet sich seit 1923 im Ort. Sie war nach dem ersten Weltkrieg notwendig geworden, um die leeren Waldflächen aufzuforsten, die durch den Raubbau infolge der zu leistenden Reparationszahlungen, etwa an Frankreich, in Form von Holz entstanden waren. Das Aufbereiten und Lagern von Forstsaatgut übernahm die Samendarre. Hier wurde den vorgetrockneten Zapfen durch Wärmezufuhr Wasser entzogen. Dadurch öffneten sich die Schuppen und der Samen konnte herausfallen. Von 2005 bis 2006 wurde die historische Darre in Jatznick mit EU-Fördermitteln, Landesmitteln und Sponsorengeldern wieder rekonstruiert und um einen Neubau erweitert. Noch heute wird hier Saatgut produziert: „Aus einer Dezitonne Kiefernzapfen gewinnen wir rund 1 Kilogramm Saatgut, in dem sich über 160.000 Samenkörner befinden“ so Forstamtsdarrenleiter Eberhard Behrendt. Besucher können in einem Herbarium etwa 90 Baum- und Straucharten und im dendrologischen Garten an der Forstsamendarre mehrere Dutzend verschiedener Pflanzen bestaunen. Regelmäßig finden Führungen durch die einzige Forstsamendarre des Landes statt. Anmeldungen unter 039741 80373.

Weitere Informationen: www.wald-mv.de

Foto: Forstsamendarre Jatznick

20. November: Erlebnis- und Wohlfühlwelt Wonnemar

Zehn Jahre Wonnemar mit Wasservarieté und Laser-Show am 20. November

Wasserspaß am Welterbe: Im Wonnemar in der Hansestadt Wismar wartet auf 15.000 Quadratmetern Badespaß für die ganze Familie. Wellness-Bereich und Saunawelt, Fitnessraum und Gastronomie, Palmengarten und Rutschenturm – ein Besuch im Wonnemar bietet unterschiedlichste Freizeitmöglichkeiten. Gerade in der kühleren Jahreszeit haben Gäste im Wellness-Bereich die Qual der Wahl zwischen einer Hamam-Zeremonie – einem orientalischen Reinigungs- und Massagezeremoniell – einer Rügener Heilkreide-Anwendung oder einem Moorbad. Am 20. November feiert das Wonnemar seinen zehnten Geburtstag. Dabei erleben Besucher ein Wasservarieté, eine Laser-Show, spezielle Aufgüsse in der Saunalandschaft, Musik und Animation. Zudem verringert sich an diesem Tag der Eintrittspreis um zehn Prozent. 500.000 Gäste nutzen jährlich das Angebot des Freizeitbades.

Weitere Informationen: www.wonnemar.de

Foto: Wonnemar Wismar

21. November: Stellwagenorgel in St. Marien zu Stralsund

Orgelkonzert am 21. November

Eine in Gold gefasste Plakette an der großen Orgel in St. Marien in der Hansestadt Stralsund deutet auf den Erbauer hin: Friedrich Stellwagen. Die von ihm in den Jahren 1653 bis 1659 erbaute Orgel war sein größtes Werk. Sie besteht aus etwa 3.500 Pfeifen, die größte ist neun Meter lang und 240 Kilogramm schwer. Die Stellwagen-Orgel gehört zu den bedeutendsten Barockorgeln Norddeutschlands. Nach mehreren Umbauarbeiten in den letzten Jahrhunderten wurde sie zwischen 2004 und 2008 durch die Werkstätten Kristian Wegscheider aus Dresden, Hans van Rossum aus Andel aus den Niederlanden und Gunter Böhme aus Dresden vollständig restauriert und erstrahlt heute in neuem Glanz. Das ganze Jahr über finden verschiedene Orgelkonzerte statt. Nächster Termin ist der 21. November anlässlich des Ewigkeitssonntags. Gespielt werden unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude und Georg Böhm. Beginn ist um 17.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.stellwagen.de

Foto: Stellwagen-Orgel St. Marien Stralsund

22. November: Feuersteinfelder auf Rügen

Spaziergang durchs „Steinerne Meer“

Eine geologische Besonderheit zwischen Prora und Mukran im Naturschutzgebiet Schmale Heide zieht jährlich viele Urlauber an: die Feuersteinfelder. Sie erstrecken sich über eine Länge von zwei Kilometern und eine Breite von bis zu 300 Metern parallel zur Küste. Die Feuersteinfelder sind Ergebnis einer Reihe von Sturmfluten, die die Steine – ein hartes Kieselgestein organischen Ursprungs, das in Form von großen Knollen oder Platten in jura- und kreidezeitlichen Ablagerungen zu finden ist – von der Kreideküste der Halbinsel Jasmund anspülten. Sie erreichen eine Tiefe von bis zu 3,5 Metern. Zu erreichen sind die Steinfelder zu Fuß über einen gekennzeichneten Wanderweg von Neu Mukran oder Prora aus oder über einen als Radweg geeigneten Forstweg.

Weitere Informationen: www.dbu.de

Foto: www.dbu.de, Norbert Rosing

23. November: Städtisches Museum Grevesmühlen

Tag der offenen Tür am 4. Dezember

In der Alten Mädchenschule Grevesmühlen von 1850, heute Museums- und Vereinshaus, befindet sich das Städtische Museum der Stadt. Es zeigt Ausstellungen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Stadtgeschichte und zum 1945 in in der Lübecker Bucht versenkten Luxusliner „Cap Arcona“. Eine Ausstellung zu Persönlichkeiten der Stadt ergänzt das Konzept. Rudolf Karstadt, der Begründer der Kaufhauskette, erblickte beispielsweise in Grevesmühlen das Licht der Welt. Am 4. Dezember lädt das Museum von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Rahmen des vorweihnachtlichen Straßenfestes zum Tag der offenen Tür ein. Noch bis Ende Dezember ist die Sonderausstellung „Herr der Ringe“ mit Filmfiguren und Informationen zur Romanverfilmung und dessen Autor John Ronald Reuel Tolkien zu erleben.

Weitere Informationen: www.grevesmuehlen.de

Foto: Städtisches Museum Grevesmühlen

24. November: Sankt Laurentius Kirche Kalkhorst

 Kirchliches Kleinod im Klützer Winkel lädt zum Besuch ein

Glückfall für Mecklenburg: Zwischen 2003 und 2007 wurde die Sankt Laurentius Kirche in Kalkhorst im Klützer Winkel, die für eine Dorfkirche erstaunlich groß ist, wieder instandgesetzt und zieht heute viele Besucher an. Die Kirche trägt den Namen des Heiligen, dem sie einst geweiht war: Laurentius. Sie blickt auf eine lange Geschichte zurück: 1230 wurde an dieser Stelle erstmals eine Kirche erwähnt. Von dem Vorhängerbau ist noch die Westwand erhalten. Das Besondere: Der Turm und mit ihm die ursprüngliche Westwand der Kirche stehen schräg zur Achse des Kirchenschiffs. Über die Gründe dieser Konstruktion gibt es nur Vermutungen. Der heutige Bau stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und verfügt über eine einheitliche barocke Ausstattung mit Altar, Kanzel und Orgel. Zudem sind die mittelalterlichen Fresken mit einer Darstellung des Weltgerichtes sehenswert. In den Sommermonaten von Juni bis September finden jeweils am ersten Freitag im Monat Orgelkonzerte statt.

Weitere Informationen: www.kirchenkreis-wismar.de

Foto: St. Laurentiuskirche in Kalkhorst

25. November: Naturpark Feldberger Seenlandschaft

Bäume so hoch wie Kirchen

Im südöstlichen Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte zwischen den Städten Fürstenberg, Woldegk und Neustrelitz befindet sich der 36.000 Hektar große Naturpark Feldberger Seenlandschaft. Neben zahlreichen Seen und Kesselmooren sind hier mit etwas Glück See- und Fischadler oder Biber zu bewundern. Einzigartig ist der älteste deutsche Buchenwald – die „Heiligen Hallen“. Er erhielt seinen Namen von den hohen Stämmen, die an gotische Kirchbauten erinnern. Landschaftlich wurde der Naturpark durch die letzte Eiszeit geprägt. Zusammen mit dem brandenburgischen Naturpark Uckermärkische Seen bildet er eine Einheit. Hier findet sich die komplette Abfolge einer glazialen Serie – angefangen bei Grundmoräne und Endmoräne bis hin zu Sander und Urstromtal. Letzteres bildet heute das Flusssystem der Havel.

Weitere Informationen: www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de

Foto: Naturpark Feldberger Seen


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