16. Nov 2010 | Nr. PM 171/10 | Kategorie: Pressemitteilungen

Sportbooturlauber an der Küste des Landes zufrieden

Sportbooturlauber an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind mit ihrem Aufenthalt an der Küste des Landes überwiegend zufrieden. Das zeigt eine umfangreiche Gästebefragung, die vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit dem Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung und dem Marinaverbund Ostsee durchgeführt wurde. „Wer einmal kommt, wird zum Stammgast. Das spricht sehr für die Qualität der Sportboothäfen im Land. Die Schönheit der Küste ist ohnehin einzigartig. Für die Zukunft gilt es, noch mehr jüngere Menschen für den Sportbooturlaub zu begeistern“, sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann. „Mit den Angeboten im maritimen Bereich sprechen wir eine wichtige Zielgruppe an, die fast zehn Prozent der Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern ausmacht – ein Anteil, der durch den weiteren Ausbau des Marinanetzes insbesondere im Bereich Fischland-Darß-Zingst gefestigt und gesteigert werden kann“, machte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtags und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, deutlich.

Erstmals wurden im Sommer dieses Jahres 459 Sportbooturlauber in zehn Sportboothäfen an der Ostsee- und Boddenküste mit dem Ziel befragt, Erkenntnisse über die Gästestruktur, das Ausgabeverhalten und die Zufriedenheit der Gäste zu erhalten und daraus Schlussfolgerungen für die Optimierung der Infrastruktur und der Servicequalität ziehen zu können. Der Befragung zufolge sind neun von zehn Urlaubern zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Aufenthalt an der Küste des Landes, wollen wiederkommen und die besuchten Marinas weiterempfehlen. Mehr als 90 Prozent der befragten Sportbooturlauber kommen aus Deutschland, der größte Teil aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Hinsichtlich der Ziele für die nächsten Sportbootreisen der Befragten liegt Mecklenburg-Vorpommern vorn. Das beliebteste Revier ist die Ostsee (19 Prozent), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern als Ganzem (14 Prozent) und der Insel Rügen (10 Prozent). Die meisten Gäste sind zwischen Kühlungsborn, Rostock und Stralsund unterwegs. Auch der Greifswalder Bodden und die Route rund um Rügen sind stark frequentiert.

Lückenschluss auf Fischland-Darß-Zingst aus Gästesicht dringend notwendig
Die Marinas werden durchschnittlich mit der Note 1,9 auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. Am wichtigsten sind den Befragten saubere und moderne Sanitäreinrichtungen. Dahinter folgen die Stromversorgung am Steg, freundliche und kompetente Mitarbeiter und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. „Eine ebenso große Rolle wie die Qualität der Marinas spielt aber auch die Dichte der Anlegestellen – hier gibt es an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, aber auch im gesamten Ostseeraum noch Verbesserungspotenzial“, sagte Sylvia Bretschneider. Laut Gästebefragung sei mit dem Hafennetz nur jeder Zweite zufrieden oder sehr zufrieden (54 Prozent). 60 Prozent der Urlauber sehen Lücken in der Marina-Infrastruktur an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, von denen mehr als die Hälfte sich konkret auf die Situation am Darßer Ort bezieht. Gäste, die die Hafendichte an der Küste mit der Note 3 oder schlechter bewertet haben, gaben häufig an, dass dies vor allem an der Etappe zwischen Rostock und Barhöft bzw. Stralsund liegt. Verkehrsminister Schlotmann dazu: „Die Befragung zeigt, wie dringend wir einen neuen Hafen auf dem Darß brauchen. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für einen Inselhafen in Zingst sollen im Frühjahr nächsten Jahres vorliegen. Wenn die Ergebnisse positiv sind, wollen wir schnell handeln.“

Die Reisedauer der Befragten ist – verglichen mit anderen Reiseformen – mit knapp vier Wochen (26 Nächte) sehr lang. Davon verbringen sie 18 Nächte an der Küste des Landes. Die mittlere Aufenthaltsdauer in der jeweiligen Marina liegt bei 4,4 Nächten. Im Durchschnitt geben die Urlauber rund 780 Euro pro Person für ihre Reise aus. 82 Prozent besuchen Restaurants und Cafés während ihres Urlaubs, 66 Prozent unternehmen Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten – ebenso viele, wie die Bademöglichkeiten im Land nutzen. Mit einem Durchschnittsalter von 53,8 Jahren gehören Sportbooturlauber zu den älteren Gästen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 350 Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze mit rund 25.000 Liegeplätzen, davon 14.000 an der Küste. Insgesamt arbeiten im maritimen Tourismus im Land rund 1.400 Unternehmen mit etwa 7.000 Beschäftigten. Im Jahr 2008 betrug der Bruttoumsatz der Branche etwa 474 Millionen Euro, was einer Verdreifachung seit 1998 entsprach.

Foto: Yachthafen in Rostock-Warnemünde, Mecklenburgische Ostseeküste (TMV/Neumann)

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