10. Nov 2010 | Nr. 168 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 12. bis 18. November

12. November: Philipp-Otto-Runge-Haus

Philipp Otto Runge (1777-1810) gilt neben Caspar David Friedrich als einer der bedeutendsten Maler und Grafiker der deutschen Romantik. In Wolgast, dem Eingangstor zur Insel Usedom, steht das Geburtshaus des Künstlers, das seit 1997 als Museum Gäste zu einem Besuch einlädt. Hier wohnte die Familie Runge mit elf Kindern.Erhalten sind unter anderem noch die barocken Türen, der Treppenaufgang oder die Fußbodenplatten. Die erste dreidimensionale Farbkugel der Deutschen Kunstgeschichte kann per Computer nachempfunden werden, ebenso sein Konzept des ersten bürgerlichen Monumentalbildes. Runge schrieb mit „Fischer und sien Fru“ und „Machandelboom“ Märchen auf, die er an die Brüder Grimm mit der Bitte sandte, Märchen zu sammeln und zu notieren. Um diese Märchen dreht sich die Sonderausstellung im Wolgaster Museum „Kaffeemühle“, die bis zum 31. Dezember 2010 zu sehen ist. Seiner Zeit war der Künstler viele Jahre voraus und inspirierte mit seinen Ideen zur Kunst selbst die Moderne, vom Jugendstil bis zum Bauhaus. Werke von Philipp Otto Runge sind noch bis zum 21. November in der Ausstellung „Die Geburt der Romantik“ im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald zu sehen.

Weitere Informationen: www.museum.wolgast.de

Foto: Philipp-Otto-Runge-Haus

13. November: Mecklenburger Waldglasmuseum

 4. Mecklenburger Waldglastage am 13. November und 14. November

Wer weiß schon, dass Glas aus Sand besteht? Ein kleines Museum in Langen Brütz beschäftigt sich mit dem Thema Glas und seiner Herstellung. Über 600 Exponate machen die alte Handwerkskunst im Waldglasmuseum wieder erlebbar. Dabei geht es in der Ausstellung insbesondere um das Mecklenburger Waldglas. Dessen Name rührt zum einen daher, dass der Inhaltsstoff – eisenhaltiger Sand – beim Schmelzen grün wird. Zum anderen daher, dass für die Glasherstellung viel Holz notwendig war, und die Glashütten deshalb direkt in den Wald gebaut wurden. Mecklenburg war vor einigen hundert Jahren einer der größten Glaszentren, da man hier den eisenhaltigen Sand fand, Pottasche als Zuschlagsstoff gewinnen konnte, und reichlich Holz und Wasser zur Verfügung hatte. Die Pottasche wurde aus Holzasche gewonnen, wobei durch Auslaugen und ausglühende Holzasche nur eine geringe Menge des ursprünglichen Volumens (etwa ein Tausendstel) gewonnen werden konnte. Die meiste Energie, die bei der Waldglasherstellung erforderlich war – 80 bis 85 Prozent – ging auf die Pottaschenherstellung zurück. Je nach Art und Zustand waren ein bis drei Festmeter Holz notwendig, um ein Kilogramm Glas zu erzeugen. Am 13. und 14. November findet in der Kulturscheune am Landhaus Bondzio in Langen Brütz ein Glassammlertreffen statt. Dabei treffen sich rund 20 Glassammler, um zu tauschen, zu diskutieren, zu kaufen und zu verkaufen. Zudem erklärt der stellvertretende Vereinsvorsiteznde, Dr. Jürgen Lewerenz, was man unter Scherzgläsern versteht und stellt Kuriositäten aus der Waldglaszeit vor.

Weitere Informationen: www.waldglasmuseum.de

Foto: Waldglasmuseum Langen Brütz

14. November: Tierpark Wismar

Zwischen Waschbären und Wasservögeln

Südwestlich der Wismarer Altstadt erstreckt sich auf 13 Hektar der Tierpark der Hansestadt – ein ideales Familienausflugsziel. Hier tummeln sich mächtige Wisente neben Nasenbären, Waschbären, Wasservögeln, Schafen, Wölfen oder Kaninchen. Auch eine Straußenfamilie lebt hier. Charakteristisch für den Wismarer Tierpark sind seine großen Spiellandschaften. Der Abenteuerspielplatz mit Tarzanschwinger und Wasserspielgeräten, die Bootsanlage mit Flößen und Booten sowie die Seilbahnen und die Kindereisenbahn bieten Abwechslung für die kleinen Besucher. Neu ist das Luchsgehege, das von ursprünglichen 70 Quadratmetern auf 800 Quadratmeter vergrößert wurde und zwei Luchsen ausreichend Platz bietet. Der Tierpark Wismar hat bis zum 31. März nur an den Wochenenden geöffnet.

Weitere Informationen: www.tierpark-wismar.de

Foto: Tierpark Wismar

15. November: Windmühlen- und Museumsverein Stove

Vom Korn zum Mehl: Schaumahlen in Stove

Windmühlen prägen vielerorts das Landschaftsbild Mecklenburg-Vorpommerns. In Stove in der Region Mecklenburg-Schwerin können Besucher eine Windmühle aus dem Jahr 1889 besichtigen. Der Windmühlen- und Museumsverein Stove hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gästen das alte Müllerhandwerk nahezubringen. So findet bei Wind regelmäßig ein Schaumahlen statt, und Mitarbeiter des Vereins führen durch das denkmalgeschützte Bauwerk. Die Windmühle in Stove war bis 1976 in Betrieb und ist auch heute noch voll funktionstüchtig. Der Verein organisiert zudem museumspädagogische Programme etwa unter dem Titel „Vom Korn zum Schrot“. Übrigens: Die Mühle ist nicht weit vom Salzhaff gelegen, das zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt.

Weitere Informationen: Tel.: 038427 64446

Foto: TV Mecklenburg-Schwerin

16. November: Künstlerhaus Schloss Plüschow

Tag der offenen Tür am 20. November

1763 ließ der Hamburger Kaufmann Philipp Heinrich Stenglin das zweigeschossige backsteinerne Schloss Plüschow zwischen Wismar und Lübeck errichten. Von der einst reichen Ausstattung zeugen noch die Rokoko-Stuckdecken. Heute ist das Schloss ein Künstlerhaus, das durch die Arbeit des 1990 gegründeten Förderkreis Schloss Plüschow e. V. belebt wird. Im Schloss befinden sich sechs Gastateliers, eine Druckwerkstatt und eine Bibliothek. Übers gesamte Jahr gibt es verschiedene Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, angefangen bei Tangoabenden über klassische Konzerte bis hin zu Lesungen. Am 20. November von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr laden die Künstler des Hauses zum Tag der offenen Tür ein und präsentieren ihre Werke.

Weitere Informationen: www.plueschow.de

Foto: Schloss Plüschow


Inhaltsverzeichnis:


12. November: Philipp-Otto-Runge-Haus



13. November: Mecklenburger Waldglasmuseum



14. November: Tierpark Wismar



15. November: Windmühlen- und Museumsverein Stove



16. November: Künstlerhaus Schloss Plüschow



17. November: Mühlenstadt Woldegk



18. November: Heimatmuseum Sternberg







Rostock, 10. November 2010, Nr. 168




„20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der

Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die

touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen Nummer 316 bis 322.





12. November: Philipp-Otto-Runge-Haus




Philipp Otto Runge (1777-1810) gilt neben Caspar David Friedrich als einer der bedeutendsten Maler und Grafiker der deutschen Romantik. In Wolgast, dem Eingangstor zur Insel Usedom, steht das Geburtshaus des Künstlers, das seit 1997 als Museum Gäste zu einem Besuch einlädt. Hier wohnte die Familie Runge mit elf Kindern. Erhalten sind unter anderem noch die barocken Türen, der Treppenaufgang oder die Fußbodenplatten. Die erste dreidimensionale Farbkugel der Deutschen Kunstgeschichte kann per Computer nachempfunden werden, ebenso sein Konzept des ersten bürgerlichen Monumentalbildes. Runge schrieb mit „Fischer und sien Fru“ und „Machandelboom“ Märchen auf, die er an die Brüder Grimm mit der Bitte sandte, Märchen zu sammeln und zu notieren. Um diese Märchen dreht sich die Sonderausstellung im Wolgaster Museum „Kaffeemühle“, die bis zum 31. Dezember 2010 zu sehen ist. Seiner Zeit war der Künstler viele Jahre voraus und inspirierte mit seinen Ideen zur Kunst selbst die Moderne, vom Jugendstil bis zum Bauhaus. Werke von Philipp Otto Runge sind noch bis zum 21. November in der Ausstellung „Die Geburt der Romantik“ im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald zu sehen.

Weitere Informationen: www.museum.wolgast.de

Foto: Philipp-Otto-Runge-Haus





13. November: Mecklenburger Waldglasmuseum




4. Mecklenburger Waldglastage am 13. November und 14. November

Wer weiß schon, dass Glas aus Sand besteht? Ein kleines Museum in Langen Brütz beschäftigt sich mit dem Thema Glas und seiner Herstellung. Über 600 Exponate machen die alte Handwerkskunst im Waldglasmuseum wieder erlebbar. Dabei geht es in der Ausstellung insbesondere um das Mecklenburger Waldglas. Dessen Name rührt zum einen daher, dass der Inhaltsstoff – eisenhaltiger Sand – beim Schmelzen grün wird. Zum anderen daher, dass für die Glasherstellung viel Holz notwendig war, und die Glashütten deshalb direkt in den Wald gebaut wurden. Mecklenburg war vor einigen hundert Jahren einer der größten Glaszentren, da man hier den eisenhaltigen Sand fand, Pottasche als Zuschlagsstoff gewinnen konnte, und reichlich Holz und Wasser zur Verfügung hatte. Die Pottasche wurde aus Holzasche gewonnen, wobei durch Auslaugen und ausglühende Holzasche nur eine geringe Menge des ursprünglichen Volumens (etwa ein Tausendstel) gewonnen werden konnte. Die meiste Energie, die bei der Waldglasherstellung erforderlich war – 80 bis 85 Prozent – ging auf die Pottaschenherstellung zurück. Je nach Art und Zustand waren ein bis drei Festmeter Holz notwendig, um ein Kilogramm Glas zu erzeugen. Am 13. und 14. November findet in der Kulturscheune am Landhaus Bondzio in Langen Brütz ein Glassammlertreffen statt. Dabei treffen sich rund 20 Glassammler, um zu tauschen, zu diskutieren, zu kaufen und zu verkaufen. Zudem erklärt der Leiter des Museums, Dr. Jürgen Lewerenz, was man unter Scherzgläsern versteht und stellt Kuriositäten aus der Waldglaszeit vor.

Weitere Informationen: www.waldglasmuseum.de

Foto: Waldglasmuseum Langen Brütz





14. November: Tierpark Wismar




Zwischen Waschbären und Wasservögeln

Südwestlich der Wismarer Altstadt erstreckt sich auf 13 Hektar der Tierpark der Hansestadt – ein ideales Familienausflugsziel. Hier tummeln sich mächtige Wisente neben Nasenbären, Waschbären, Wasservögeln, Schafen, Wölfen oder Kaninchen. Auch eine Straußenfamilie lebt hier. Charakteristisch für den Wismarer Tierpark sind seine großen Spiellandschaften. Der Abenteuerspielplatz mit Tarzanschwinger und Wasserspielgeräten, die Bootsanlage mit Flößen und Booten sowie die Seilbahnen und die Kindereisenbahn bieten Abwechslung für die kleinen Besucher. Neu ist das Luchsgehege, das von ursprünglichen 70 Quadratmetern auf 800 Quadratmeter vergrößert wurde und zwei Luchsen ausreichend Platz bietet. Der Tierpark Wismar hat bis zum 31. März nur an den Wochenenden geöffnet.

Weitere Informationen: www.tierpark-wismar.de

Foto: Tierpark Wismar





15. November: Windmühlen- und Museumsverein Stove




Vom Korn zum Mehl: Schaumahlen in Stove

Windmühlen prägen vielerorts das Landschaftsbild Mecklenburg-Vorpommerns. In Stove in der Region Mecklenburg-Schwerin können Besucher eine Windmühle aus dem Jahr 1889 besichtigen. Der Windmühlen- und Museumsverein Stove hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gästen das alte Müllerhandwerk nahezubringen. So findet bei Wind regelmäßig ein Schaumahlen statt, und Mitarbeiter des Vereins führen durch das denkmalgeschützte Bauwerk. Die Windmühle in Stove war bis 1976 in Betrieb und ist auch heute noch voll funktionstüchtig. Der Verein organisiert zudem museumspädagogische Programme etwa unter dem Titel „Vom Korn zum Schrot“. Übrigens: Die Mühle ist nicht weit vom Salzhaff gelegen, das zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt.

Weitere Informationen: Tel.: 038427 64446

Foto: TV Mecklenburg-Schwerin





16. November: Künstlerhaus Schloss Plüschow




Tag der offenen Tür am 20. November

1763 ließ der Hamburger Kaufmann Philipp Heinrich Stenglin das zweigeschossige backsteinerne Schloss Plüschow zwischen Wismar und Lübeck errichten. Von der einst reichen Ausstattung zeugen noch die Rokoko-Stuckdecken. Heute ist das Schloss ein Künstlerhaus, das durch die Arbeit des 1990 gegründeten Förderkreis Schloss Plüschow e. V. belebt wird. Im Schloss befinden sich sechs Gastateliers, eine Druckwerkstatt und eine Bibliothek. Übers gesamte Jahr gibt es verschiedene Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, angefangen bei Tangoabenden über klassische Konzerte bis hin zu Lesungen. Am 20. November von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr laden die Künstler des Hauses zum Tag der offenen Tür ein und präsentieren ihre Werke.

Weitere Informationen: www.plueschow.de

Foto: Schloss Plüschow

17. November: Mühlenstadt Woldegk

Im „Moulin Rouge“ Töpferware kaufen

Die Windmühlenstadt Woldegk liegt am Fuße der höchsten Erhebung Mecklenburgs, den 179 Meter hohen Helpter Bergen am Rande der landschaftlich reizvollen Mecklenburgischen Seenplatte. Gleich fünf Windmühlen prägen das Stadtbild. Die Museumsmühle zeigt eine Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte der Stadt sowie Mühlen- und Stadtmodelle. In der Ehlertschen Mühle, einem technischen Denkmal, ist die komplette Einrichtung erhalten. Hier können Gäste beim Schaumahlen erleben, wie aus Korn Mehl entsteht. Die flügellose Rote Töpfermühle, von Einheimischen auch Moulin Rouge genannt, wird als Wohnort und Töpferei genutzt. Außerdem gibt es noch die Fröhlkesche Mühle, eine der größten Turmwindmühlen im norddeutschen Raum. In einer ehemaligen Turmwindmühle befindet sich schließlich das Mühlencafé. Zwar fehlen hier die Flügel, doch Gäste können dafür leckeren Kuchen genießen. Zudem befindet sich hier ein Restaurant und eine Pension.

Weitere Informationen: Touristinformation Strasburg, Tel.: 039753 22584

Foto: Georg Hundt

18. November: Heimatmuseum Sternberg

Steinharter „Kuchen“ und andere Fundstücke

Im ältesten Haus der Stadt Sternberg befindet sich das Heimatmuseum. In insgesamt 14 Ausstellungsräumen wird hier unter anderem die Ur- und Frühgeschichte der Stadt dargestellt. Für geologisch interessierte Besucher ist die Abteilung mit der wissenschaftlichen Aufbereitung des „Sternberger Kuchens“, ein fossilreicher Sandstein, interessant, der sich vor Millionen Jahren im flachen Meerwasser gebildet hat. Die Fundstücke stammen aus dem Gebiet zwischen Sternberg und dem Elbe-Lübeck-Kanal. Zudem können Besucher im Heimatmuseum in die Wohn- und Küchenwelt vergangener Jahrzehnte eintauchen, alte Trachten, einen Frisörladen aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert oder eine alte Schusterwerkstatt bestaunen. Ständig wechselnde Themenausstellungen und Projekttage wie „Waschen wie zu Großmutters Zeiten“ machen Besucher mit den häuslichen Geflogenheiten alter Zeiten betraut. Im Außengelände des Museums sind bäuerliche und handwerkliche Arbeitsgeräte zu besichtigen.

Weitere Informationen: www.stadt-sternberg.de

Foto: Heimatmuseum Sternberg






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