22. Okt 2010 | Nr. 151/10 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 22. bis 28. Oktober

22. Oktober: Ukranenland Torgelow

Spielen wie die Slawen: Stockboxen & Sackschlagen

Ein Stück Siedlungsgeschichte vermittelt das Ukranenland in Torgelow seinen Besuchern. Es ist eine Museumslandschaft, die aus rekonstruierten Bohlen- und Flechtwandhäusern des 9. und 10. Jahrhunderts in Originalgröße besteht. Derartige Häuser bewohnte eins der slawische Stamm der Ukranen. Hier können Besucher historische Handwerkstechniken bestaunen und unter anderem einem Schmied oder einem Töpfer über die Schulter schauen. Mitmachen ist erlaubt: Gäste können sich selbst darin versuchen Stahl zu bearbeiten, um Messer zu schmieden oder den Dreh mit der Töpferscheibe zu finden, um Gefäße zu modellieren. Geöffnet ist das Ukranenland Torgelow in dieser Saison noch bis Ende Oktober täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Der Verein Historische Werkstätten e. V. hat auch spezielle Angebote für Klassenfahrten aufgelegt, bei denen sich die Teilnehmer in historischen Spielen wie Stockboxen oder Sackschlagen ausprobieren dürfen, oder mit den historischen Flussschiffen „Svarog“, „Svantevit“ oder „Agnes“ fahren.

Weitere Informationen: www.ukranenland.de

Foto: Ukranenland Torgelow

23. Oktober: Waldaktie

Öffentliche Pflanzaktionen im neuen Klimawald Bützow sowie in Damerow auf Usedom am 23. Oktober

Herbst ist Pflanzzeit – auch in den Klimawäldern Mecklenburg-Vorpommerns: Am 23. Oktober 2010 findet die erste Pflanzaktion im neuen Klimawald Bützow statt, dem ersten kommunalen Klimawald im Land. Auf dem 2,2 Hektar großen Areal werden Waldaktionäre unter Anleitung von Mitarbeitern des Forstamtes Schlemmin Eichen pflanzen und damit einen persönlichen Umweltbeitrag für das Urlaubsland leisten. Die Fläche in Bützow ist bereits der elfte Klimawald in Mecklenburg-Vorpommern. Zur zünftigen Pflanzaktion, die um 11.00 Uhr startet, sind Einheimische und Gäste gern gesehen. Wer noch keine Waldaktie unter www.waldaktie.de bestellt hat, kann auch bei der Pflanzaktion welche erwerben. Für den Kaufpreis einer Waldaktie in Höhe von zehn Euro werden in Mecklenburg-Vorpommern auf einer Fläche von zehn Quadratmetern Bäume gepflanzt und gepflegt, die die im Urlaub von einer vierköpfigen Familie verursachten Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen – 500 Kilometer An- und Abreise mit eingerechnet. Bisher wurden insgesamt rund 12.000 Waldaktien verkauft. Übrigens: Zeitgleich findet am 23. Oktober eine zweite Pflanzaktion im Klimawald Damerow auf der Insel Usedom statt.

Weitere Aktionen und Anreisebeschreibungen zu den Klimawäldern unter www.waldaktie.de

Foto: TMV

24. Oktober: Pommersches Landesmuseum

Ausstellung „Geburt der Romantik“ noch bis zum 21. November zu erleben

Im Mittelalter ein Ort des Gebetes, später Lehranstalt, widmet sich das heutige Pommersche Landesmuseum direkt am Markt der Hansestadt Greifswald der wechselvollen pommerschen Geschichte, Kultur und Kunst. In den Jahren 1998 bis 2005 erbaut, beherbergt das preisgekrönte Bauensemble heute Exponate der Erdgeschichte, der Ur- und Frühgeschichte sowie aus 14.000 Jahren Geschichte von den ersten Siedlern in Pommern, über die glanzvolle Epoche der Hanse, der schwedischen und preußischen Herrschaft bis hin zur Entstehung der Kaiserbäder. Ein Höhepunkt der kurzweiligen und interaktiven Entdeckungsreise ist der Croy-Saal mit den Schätzen der Ernst-Moritz-Arndt-Universität und dem berühmten vier mal sieben Meter großen Croy-Teppich aus der Reformationszeit. Eine Glasstraße verbindet die vier Gebäude des Museumskomplexes und führt direkt in die Gemäldegalerie. Die kostbare Sammlung präsentiert Werke namhafter Maler wie Caspar David Friedrich, Frans Hals, Philipp Otto Runge, Max Liebermann, Max Pechstein oder Vincent van Gogh. Wer viel gesehen hat, muss auch einmal Pause machen. Der Franziskaner-Klostergarten, eine Wiese mit skandinavischen Findlingen, aber auch der Museumsshop bieten hierfür Gelegenheit. Im Restaurant und Café „Le Croy“, das sich ebenfalls im Landesmuseum befindet, verwöhnt Sternekoch Stefan Frank seine Gäste mit regionalen Köstlichkeiten, zubereitet nach mediterraner Art. Wechselnde Sonderausstellungen erweitern das Angebot und locken auch internationale Besuchergruppen nach Greifswald. Noch bis zum 21. November wird die mit viel Aufwand und Leidenschaft gestaltete Ausstellung „Die Geburt der Romantik“ gezeigt. Werke von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und Friedrich August von Klinkowström dokumentieren eindrucksvoll, dass es drei Pommern waren, die die Romantik als Thema der Malerei entdeckten.

Weitere Informationen: www.pommersches-landesmuseum.de

Foto: Pommersches Landesmuseum

25. Oktober: Glashäger Quellmuseum

Rund sechs Milliarden Liter Mineralwasser wurden in den vergangenen Hundert Jahren am Glashäger Brunnen abgefüllt, dessen Erfolgsgeschichte 1906 begann, als Hans von Blücher, Pächter des Gutes Glashagen, erste Bohrungen vornahm und die industrielle Förderung einleitete. Zwei Jahre später lagen alle Gutachten vor, um das Mineralwasser für den Handel abzufüllen. Dazu wurden Rohrleitungen von der Quelle in Glashagen bis nach Bad Doberan gelegt, wo die Abfüllung erfolgte. Im Glashäger Quellmuseum erfahren Besucher alles über die Geschichte des Glashäger Brunnens, die Bedeutung von Mineralwasser sowie die Entstehung des heutigen Sortiments, das Schorlen, Bittergetränke und Mineralwasser in den verschiedensten Geschmacksrichtungen umfasst, angefangen bei Kirsche bis hin zu Apfel. Das Museum öffnet auf Nachfrage unter der Rufnummer 038203 700 0. Auf Wunsch sind auch Betriebsbesichtigungen möglich. Seit 2005 gehört Glashäger zum traditionsreichen Familienunternehmen Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG aus Hessen.

Weitere Informationen: www.glashaeger.de

Foto: www.glashaeger.de

26. Oktober: UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-MV

Sahara im Miniformat im Südwesten Mecklenburgs

Das 390 Quadratkilometer große Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-MV zwischen Boizenburg und Dömitz ist Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe entlang von 400 Flusskilometern. Geprägt durch die ursprüngliche Flusslandschaft des Elbestroms mit seinen Nebenflüssen Schaale, Sude, Krainke, Rögnitz und Löcknitz sowie der Müritz-Elde-Wasserstraße lädt es zu zahlreichen Entdeckungen ein. Eine Besonderheit sind etwa die Binnendünen bei Klein Schmölen oder die „Bollenberge bei Gothmann“, die wie eine Sahara in Miniformat wirken oder die steilen Elbuferhänge bei Boizenburg und der Dorfrepublik Rüterberg. Insgesamt elf Naturschutzgebiete liegen im mecklenburgischen Biosphärenreservat, darunter die „Sudeniederung zwischen Boizenburg und Besitz“ oder die „Rögnitzwiesen bei Neu Lübtheen“. Das Biosphärenreservat liegt am rechten Elbeufer bei Elbe-Kilometer 502 bis 511 und 555 bis 565 sowie zwischen den Landesgrenzen Schleswig-Holsteins und Brandenburgs. Auch die sich im Gebiet befindenden Orte sind sehenswert: Boizenburg, Lübtheen und Dömitz. In Dömitz etwa ist die Festungsanlage und in Boizenburg das Fliesenmuseum zu bewundern. Verschiedene Lehrpfade, darunter der Lübtheener Schilferlebnispfad oder der Dünenlehrpfad im Naturschutzgebiet „Elbtaldünen bei Klein Schmölen“ laden zu ausgedehnten Wanderungen in der südwestlichsten der 13 Nationalen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns ein. Auskünfte erteilt die Biosphärenreservatsverwaltung in Boizenburg-Vier unter der Rufnummer 038847 624840.

Weitere Informationen: www.elbetal-mv.de

Foto: Naturschutzgebiet Elbtaldünen

27. Oktober: Bunker Eichenthal

Ehemaliges Geheimobjekt der Nationalen Volksarmee der DDR zu bestaunen

Rund 45 Kilometer östlich von Rostock in einem kleinen Waldstück befindet sich der Bunker Eichenthal, der 1986 fertiggestellt wurde und im Falle eines Atomschlages die Nachrichtenübermittlung innerhalb des Warschauer Paktes sicherstellen sollte. Die unterirdische Troposphärenfunkstation 302 verlor nach der politischen Wende seine militärische Bedeutung und ist heute ein Museumsbunker, in dem Gäste das Szenario eines Atomkriegs durch simulierte Gefechtssituationen nachvollziehen können. Dahinter steht die Idee von Betreiber Götz Thomas Wenzel, ein Mahnmal für die Sinnlosigkeit des Wettrüstens zu setzen. Gäste erhalten hier auch Einblicke in die geheimen Technologien der Nachrichtenübermittlung. Alte Karten, Bauzeichnungen und Fotos vervollständigen die Ausstellung. Bis zum 31. Oktober steht der Bunker täglich für Entdeckungen offen. Zwischen dem 1. November und 31. März wird nach vorheriger Absprache geöffnet.

Weitere Informationen: www.bunker-eichenthal.de

Foto: Götz Thomas Wenzel

28. Oktober: FerienGut Dalwitz

Criollo-Woche vom 27. bis 31. Oktober

Sie heißen Storchennest und Gänsestall, die Ferienwohnungen auf Gut Dalwitz. Namen ganz nach der Fasson des Hausherren, denn Dr. Heino Graf von Bassewitz´ Leidenschaft ist die Natur. Bevor er 1992 gemeinsam mit seiner Frau, Gräfin Lucy von Bassewitz, das großväterliche Anwesen im Herzen Mecklenburgs zurück erwarb, war er Berater des Landwirtschaftsministers von Uruguay. Das Gut Dalwitz war vor der Enteignung etwa 650 Jahre im Familienbesitz des mecklenburgischen Adelsgeschlechts. Heute bietet das Gut neben Unterkünften im Herrenhaus oder Ferienwohnungen seinen Gästen ein Abenteuerpaket nach südamerikanischem Vorbild. Besucher dürfen sich nach echter Gaucho-Manier auf südamerikanischen Criollopferden, gezüchtet auf dem gutseigenen Reiterhof „La Primera“, als Viehtreiber versuchen oder „klassisch“ auf Warmblütern mit der Hundeschar, der Mecklenburger Meute, auf Schleppjagd gehen. Alles mit 140 Pferden und Ponys, auf denen Urlauber das klassische und auch das Westernreiten erlernen können. Als Gründungsmitglied des Anbauverbandes BIOPARK hat sich der promovierte Landwirt ganz dem ökologischen Landbau verschrieben. Auf seinem Betrieb hält er Bio-Legehennen und Bio-Mutterkühe, auf seinen Feldern wachsen Bio-Weizen und Bio-Kartoffeln. Die Ferienwohnungen werden mittels eines Fernwärmenetzes der Biogasanlage geheizt. Vom Geschmack der deftigen Steaks aus der eigenen Rinderzucht können sich die Gäste im Hofrestaurant „La Remise“ oder auch auf einem der Asados, den rustikalen Grillabenden, selbst überzeugen. Südamerikanische Rhythmen erwarten die Gäste übrigens am Wochenende vom 27. bis 31. Oktober 2010. Dann nämlich findet hier das 7. Criollo-Wochenende mit großem Rindertreiben, Fohlenbrennen, Verkaufspferdepräsentation und einem traditionellen südamerikanischen Abend statt.

Informationen: www.gutdalwitz.de

Foto: www.gutdalwitz.de


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