06. Okt 2010 | Nr. 144 | Kategorie: Pressemitteilungen

Mehr Regionales auf den Teller: Neues Projekt wirbt für gute Küche aus Meck-Pomm

Tourismus- und Ernährungswirtschaft wollen kulinarische Produkte und Veranstaltungen stärken

Sanddorn, Fisch und Rippenbraten: Die regionale Küche Mecklenburg-Vorpommerns soll zukünftig noch stärker als Anreiz für Reisen in den Nordosten genutzt werden. Um das Profil heimischer Produkte, Gerichte und Veranstaltungen stärker auszuprägen und bekannter zu machen, haben der Landestourismusverband und der Verein Agrarmarketing jetzt ein zunächst auf zwei Jahre angelegtes Projekt gestartet. „Mit einer Reihe gemeinsamer Aktivitäten sollen zwei der Kernbranchen des Nordostens, der Tourismus und die Ernährungswirtschaft, noch enger verbunden werden“, erklärte Jarste Weuffen, Geschäftsführerin des Vereins Agrarmarketing. Vorgestellt wurde das Projekt in Rostock bei einem Workshop mit Organisatoren herausragender kulinarischer Veranstaltungen.

Mecklenburg-Vorpommern, der Deutschen liebstes Sommerreiseziel, gilt im Hinblick auf seine Kochkunst noch als Geheimtipp. „Neben Erholungs- und Aktivurlaub wird aber auch das kulinarische Erlebnis von unseren Gästen immer stärker nachgefragt und gefordert. Wer zu uns fährt, möchte Mecklenburg-Vorpommern sehen, spüren und auch schmecken“, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes. Den repräsentativ erhobenen Umfragedaten des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus zufolge trägt das Thema Gastronomie erheblich zur Gästezufriedenheit bei. Mehr als 85 Prozent der Urlauber besuchen Restaurants oder Cafés im Land. Für 23 Prozent spielt die regionale Küche bei der Entscheidung für das Reiseziel Mecklenburg-Vorpommern ein Rolle, womit das kulinarische Angebot allerdings nicht zu den Hauptkriterien für Urlaub im Nordosten zählt, sondern sich nur auf Rang 19 der entsprechenden Liste wiederfindet. „Das können wir gemeinsam steigern“, so Jarste Weuffen.

Gut aufgestellt ist das Land im Bereich der gehobenen Gastronomie, wie Platzierungen in diversen Gourmet-Führern zeigen. So ist Mecklenburg-Vorpommern mit sechs im Michelin-Guide verzeichneten Sterneköchen führend in den ostdeutschen Bundesländern. Auch bei der Veranstaltungsdichte und der -qualität muss sich der Nordosten mit 25 bis 30 überregional darstellbaren Festen keinesfalls verstecken. „Gerade zur Fang-, Ernte- und Jagdzeit im Herbst und im Frühjahr blüht das Land an allen Ecken auf“, erklärte Jarste Weuffen. Kohl- und Fischtage, Gourmet-Festivals, Märkte, kulinarische Wochen und Wettbewerbe würden in hoher Zahl und Qualität angeboten und trügen spürbar zur Saisonverlängerung bei. Auch im Bereich der Bio-Küche sei eine deutliche Entwicklung bemerkbar. „Was zum Teil noch fehlt, ist eine regionale Ausrichtung auch im mittleren Preissegment, hier ist manches Angebot noch zu unspezifisch, zu wenig auf die Region und auf heimische Produkte bezogen“, ergänzte Fischer.

Das neue Gemeinschaftsprojekt soll daran etwas ändern und gute Produkte und Veranstaltungen in die überregionale Image- und Tourismuswerbung einbeziehen. Dafür wird unter anderem im kommenden Jahr eine Werbeoffensive mit Mecklenburg-Vorpommern-Wochen in zehn bis zwölf großen Betriebs- und Konzernrestaurants in West- und Süddeutschland umgesetzt. Zudem wird ein gemeinsames Label geschaffen, und es werden zwei Internetplattformen gestaltet: Eine davon wird an Endkunden gerichtet sein und zum ersten Mal einen einheitlichen Überblick über zentrale Veranstaltungen, regionaltypische Spezialitäten und Rezepte sowie Pauschalangebote bieten. Eine zweite Seite ist für die Information der Branche gedacht und wird unter anderem eine Datenbank mit Produzenten und Herstellern, saisonale Angebote sowie einen Newsletter enthalten. Auftritte auf Messen und Symposien, eine kleine Veranstaltungsbroschüre und Pressereisen sind im Rahmen des Projektes ebenfalls vorgesehen.

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de, www.mv-ernaehrung.de


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