28. Sep 2010 | Nr. 139/10 | Kategorie: Pressemitteilungen

Der Koloss regt sich

Im ehemaligen KdF-Bad in Prora wurde Baurecht für die Errichtung eines Drei-Sterne-Hotels und 400 Wohnungen geschaffen

Der Koloss regt sich: Das ehemalige Kraft-durch-Freude-Bad der Nazis soll sich zu einem touristischen Zentrum entwickeln. Für die Nutzungspläne der Proraer Projektentwicklungs GmbH und die Firma Johann Christian Haas Immobilien und Finanzierung wurde Baurecht für die Umgestaltung der Blöcke I und II geschaffen. In den Blöcken, die zusammen eine Länge von über 1.000 Metern aufweisen, soll zum einen ein Hotelkomplex mit 300 Zimmern entstehen. Die Zimmer werden eine Größe von mindestens 25 Quadratmetern haben und alle mit Balkonen ausgestattet sein. „Wir wollen die Zimmer im Drei-Sterne-Segment anbieten und diejenigen Gäste ansprechen, die sich einen Deutschland-Urlaub nicht leisten können und ansonsten einen All-inclusive-Urlaub in Spanien machen“, so Geschäftsführer der Prora Projektentwicklungs GmbH Ulrich Busch. Zum anderen sollen hier Eigentumswohnungen, altersgerechte Wohnungen, Mietwohnungen und Ferienwohnungen entstehen, 200 pro Block. Beide Blöcke soll ein Neubau verbinden, in dem sich später die Rezeption, der Wellness-Bereich sowie Einzelhandelsgeschäfte befinden. Hinzu kommen ein Sportzentrum und ein separates Gebäude mit über 90 Personalwohnungen. Mit der Instandsetzung der Strandpromenade vor Block eins und der Verlängerung dieser vor Block zwei entsteht hier ein Urlaubsdomizil, das mit einer papyrusweißen Fassade strahlen soll. Das Gesamtinvestitionsvermögen beträgt 100 Millionen Euro. Baustart für das Projekt ist für das Frühjahr 2011 geplant. Die ersten Gäste werden für 2013 erwartet.

Zudem entsteht am Nordende des insgesamt über 4,5 Kilometer langen Gebäudes 2011 eine Jugendherberge mit 400 Betten und Erweiterungsmöglichkeiten um weitere 100 Betten. Bauherr ist der Landkreis Rügen. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Jugendherberbergswerks wird Betreiber sein.

Hintergrund:

In Prora plante die Nazi-Organisation Kraft durch Freude ein Feriendomizil für 20.000 Urlauber, das infolge des zweiten Weltkrieges nicht fertiggestellt werden konnte und heute neben dem „Reichsparteitagsgelände“ in Nürnberg die größte geschlossene architektonische Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Zeit ist.

Foto: Prora Projektentwicklungs GmbH


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