19. Aug 2010 | Nr. PM 116/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Friedrich, Runge, Klinkowström: Greifswald stärkt seinen Ruf als Zentrum der Romantik

Ausstellung „Geburt der Romantik“ ab 28. August im Pommerschen Landesmuseum

Drei Lebensläufe, drei fast zur gleichen Zeit in Schwedisch-Pommern geborene Künstler: Mit einer bemerkenswerten Ausstellung rund um die Lebenswege dreier frühromantischer Maler stärkt Greifswald seinen Ruf als Zentrum der Romantik. Im Runge-Jahr – Philipp Otto Runge (1777-1810) starb am 2. Dezember vor 200 Jahren – eröffnet im Pommerschen Landesmuseum am 28. August die Ausstellung „Geburt der Romantik“. Die bis zum 21. November 2010 angesetzte Bilderschau präsentiert neben Werken des aus Wolgast stammenden Runge auch Arbeiten von dem in Greifswald geborenen Caspar David Friedrich (1774-1840) sowie von Friedrich August von Klinkowström aus dem nahe der Hansestadt gelegenen Ort Ludwigsburg (1778-1835). Mit insgesamt 30 Gemälden sowie 80 Grafiken bietet die bis zum 21. November 2010 laufende Sonderausstellung einen umfänglichen Blick in die Anfänge der Romantik. Unter den gezeigten Werken befinden sich unter anderem Friedrichs Gemälde „Greifswald im Mondschein“ aus der Nationalgalerie Oslo oder Runges 1808 gemaltes Bildnis seines Freundes Klinkowström aus dem Belvedere in Wien, das genauso erstmals in des Malers Heimat zu sehen sein wird wie der Nachlass Klinkowströms aus österreichischem Privatbesitz.

In besonderem Maße steht bei „Geburt der Romantik“ auch die Lebensgeschichte der Künstler im Zentrum, die mit der Fortentwicklung der romantischen Malerei eng verknüpft ist. Alle drei Maler verschrieben sich zum Entsetzen ihrer Väter der Leidenschaft für die Kunst. Ihre Wege kreuzten sich trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe mehrfach. 1802 beispielsweise ging Klinkowström mit seinem Mentor Caspar David Friedrich nach Dresden, wo beide eine gemeinsame Wohnung bezogen. Hier schlossen auch Runge und Klinkowström eine lebenslange Freundschaft.

Um die Ausstellung über die Werke hinaus lebendig wirken zu lassen, haben die Kuratoren auch drei eigens für diesen Zweck gedrehte Filme zu Projekten in Pommern integriert, an denen alle drei Maler in unterschiedlicher Weise beteiligt waren. Zudem werden im Greifswalder Stadtbild schwebende Blüten zur Ausstellung führen und in der Museumshalle unterschiedliche Blumen aus Runges „Zeiten“ blühen. Die Gemäldegalerie, in der ausgestellt wird, wurde im Übrigen von Caspar David Friedrichs Mentor Johann Gottfried Quistorp erbaut – die „Geburt der Romantik“ wird daher an einem äußerst authentischen Ort erlebbar.

Auf den Spuren von Caspar David Friedrich durch Greifswald

Greifswald bietet neben dem Pommerschen Landesmuseum weitere Möglichkeiten, um sich mit Caspar David Friedrich und der Romantik zu beschäftigen. Auf die Spuren des Malers begeben können sich Gäste etwa am Hintergebäude seines Geburtshauses oder im Dom, in dem er getauft wurde, oder zu Fuß und per Rad auch auf dem Caspar-David-Friedrich-Bildweg. Dieser führt zu 15 Stationen, die mit dem Künstler in Verbindung stehen, darunter Motivstandorte wie der Klosterruine Eldena oder der Marktplatz. Im Mai dieses Jahres wurde zudem ein Caspar-David-Friedrich-Denkmal des Künstlers Claus Görtz im Stadtzentrum der Universitäts- und Hansestadt enthüllt.

Weitere Informationen: www.pommersches-landesmuseum.de; www.greifswald.de

Foto: Dr. Birte Frenssen, stellvertretende Direktorin des Pommerschen Landesmuseums, mit Caspar David Friedrich, „Neubrandenburg“ (1817/1818), Pommersches Landesmuseum

Quelle: Pommersches Landesmuseum Greifswald


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