18. Aug 2010 | Nr. PM 115/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 20. bis 26. August

20. August: Galerie Klosterformat in Rostock

 Stöbern auf dem Kunsthandwerkermarkt am 20. und 21. August

Betritt man den Klosterhof am Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostocks Stadtzentrum, sinkt der Geräuschpegel mit einem Male. Hinter den Klostermauern geht alles viel ruhiger zu, und Besucher erleben Mußestunden etwa im Café Kloster oder in der Galerie Klosterformat. Die Galerie in den schmalen ehemaligen Häuschen der Stiftsdamen zeigt übers Jahr wechselnde Verkaufsausstellungen angewandter und bildender Kunst. Die ständige Ausstellung präsentiert Glas, Keramik und Schmuckkunst sowie Malerei auf drei Etagen. Am 20. und 21. August von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr veranstaltet die Galerie Klosterformat einen Kunsthandwerkermark, der vom Universitätsplatz bis in den Klosterhof reicht. Ausgewählte Künstler und Kunsthandwerker präsentieren an über 60 Ständen die Vielfalt von unikaten Stücken unterschiedlicher Genres. Besucher dürfen sich auf einen Raku-Brenner freuen, der die japanische Brenntechnik vorführt und erklärt sowie auf einen Metallgestalter, der Aluminium gießt. Groß und Klein können auch beim Töpfern zuschauen oder sich im Holzschnitzen probieren.

Weitere Informationen: www.klosterformat.de

Foto: Galerie Klosterformat Rostock

21. August: „infobox“ Kunstmuseum Ahrenshoop

Lange Nacht der Kunst am 21. August

Kunst begegnet dem Besucher des Ostseebades Ahrenshoop auf Schritt und Tritt. Zahlreiche Galerien, der Kunstkaten Ahrenshoop und verschiedene Ateliers präsentieren Werke zahlreicher Kunstschaffender. So ist die Tradition der Künstlerkolonie Ahrenshoop auch heute noch erlebbar. Im Ort fällt derzeit ein rotes rechteckiges Gebäude ins Auge, die so genannte „infobox“, die 2008 errichtet wurde. Sie steht auf dem Gelände des zukünftigen Kunstmuseums Ahrenshoop, das bis 2012 durch das Büro Staab-Architekten aus Berlin realisiert werden soll. Besucher werden darin Sammlungen mit Werken von der Küste aus der Zeit der Künstlerkolonie, der klassischen Moderne und der Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart finden. Daneben soll das Museum ein Ort der Forschung über Künstlerkolonien schlechthin sein. In der „infobox“ ist bereits ein Modell des Kunstmuseums sichtbar. Am 21. August wird hier die Ahrenshooper Lange Nacht der Kunst um 18.00 Uhr musikalisch eröffnet. Besucher können sich auf das Theater Schneckenreiter, eine Vernissage von Bernd Engler mit Tanzperformance und den Film „Narben“ von Michael Morgner mit einer Lesung von Ulrich Kavka freuen.

Foto: „infobox“ Kunstmuseum Ahrenshoop

22. August: Kirche Wustrow mit Aussichtsturm

Kirchentag am 22. August im Rahmen der 775-Jahr-Feier des Ortes

Blickpunkt in Wustrow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist die Fischländer Kirche aus dem Jahr 1873. Hierhin pilgern im Sommer viele Urlauber, um vom 18 Meter hohen Kirchturm aus eine imposante Aussicht über Bodden, Land und Meer zu genießen. Aber auch der Innenraum bietet Interessantes, so etwa die Schiffe „Deo Gloria“ über der Nordempore, die „Hoffnung“ im Kirchenschiff sowie die „Christiana“ auf der Südempore. Kapitäne haben sie gebaut und aus Dankbarkeit darüber, dass sie immer wieder heimkehrten, der Kirche geschenkt. Das Altarbild zeigt die biblische Geschichte von der Rettung des sinkenden Petrus. Seit 1997 befindet sich das Bild „Krippenspiel“ von Hedwig Woermann als Dauerleihgabe auf der Nordempore. Am 22. August findet im Rahmen der 775-Jahr-Feier Wustrows ein Kirchentag statt. Um 10.15 Uhr wird dieser mit einem Gottesdienst eröffnet. Ab 12.00 Uhr gibt es einen Markt an der Kirche, und später singt der Fischländer Chor. Um 20.00 Uhr klingt der Kirchentag mit einem Trompeten- und Orgelkonzert aus.

Weitere Informationen: www.ostseebad-wustrow.de

23. August: Inselrodelbahn Bergen auf Rügen

Blitzerfoto fürs Urlaubsalbum

Sommerlicher Rodelspaß: Die Inselrodelbahn Bergen wurde im Sommer 2005 eröffnet. Sie ist die nördlichste Sommer- und Winter-Rodelbahn Deutschlands. Eingebettet in die Naturlandschaft des Rugards, liegt sie auf dem Steilhang einer vom Buchenwald umsäumten natürlichen Waldwiese am Stadtrand von Bergen. Auf einer Länge von über 700 Metern überwinden die Rodler im Doppelsitzer einem Höhenunterschied von 27 Metern. Sieben Steilkurven und mehrere Bodenwellen lassen den Adrenalinspiegel steigen. In weniger als 50 Sekunden schaffen es schnelle Fahrer die Distanz zu überwinden. Dabei wird jeder Fahrgast geblitzt und erhält ein Blitzerfoto nach der Fahrt, auf dem die Geschwindigkeit ausgewiesen ist. Allerdings geht dies nicht mit einem Eintrag in die Verkehrssünderdatei einher. Vielmehr soll das Blitzerfoto das Urlaubsalbum schmücken und an einen abwechslungreichen Tag auf der Rodelbahn erinnern. Im dazugehörigen Imbiss können sich Gäste für die nächste Rodelfahrt stärken.

Weitere Informationen: www.inselrodelbahn-bergen.de

Foto: Inselrodelbahn Bergen

24. August: Kunstverein und Schloss Wiligrad

Am 28. August öffnet Ausstellung von Wolfgang Mattheuer und Ursula Mattheuer-Neustädt

Betritt man das Areal des Wiligrader Schlosses 15 Kilometer nördlich von Schwerin am Schweriner See, fallen einem sofort die 26 Großplastiken ins Auge. Sie tragen mit Namen wie „Deutschland“, „Der Baum im roten Innenraum“ oder „Beschwingt“. Das Schloss, 1896 bis 1898 im Auftrag des Herzogs Johann Albrecht erbaut, ist Eigentum der Landesschlösserverwaltung und beherbergt kein Hotel, wie es vielerorts im Schlösserland Mecklenburg-Vorpommern der Fall ist, sondern unter anderem den Kunstverein Schloss Wiligrad. Dieser hat sich im Jahr 1991 gegründet und zeigt seitdem wechselnde Ausstellungen im Schloss. Am 28. August eröffnet eine Ausstellung mit Werken des Künstlerpaares Wolfgang Mattheuer (1927-2004) und Ursula Mattheuer-Neustädt (geb. 1926) mit Malerei, Grafiken und Plastiken. Das pittoreske Schloss ist über die Kunstliebhaber hinaus bei Hochzeitspaaren beliebt. Seit 1996 gaben sich hier mehr als 350 Paare das Ja-Wort. Führungen durch das Schloss bietet der Verein der Freunde des Wiligrader Schlosses e. V. unter der Rufnummer 03867 61110 an.

Weitere Informationen: www.kunstverein-wiligrad.de

Foto: TMV

25. August: Otto-Lilienthal-Museum in Anklam

Museum zeigt die Geschichte des Menschheitstraumes vom Fliegen

Wie der Mensch seine Flügel bekam, das erzählt das Otto-Lilienthal-Museum – ein mehrfach ausgezeichnetes Museum im vorpommerschen Anklam, der Geburtsstadt des weltberühmten Flugpioniers. Als erster Mensch erprobte Lilienthal von 1891 bis 1896 einige Male erfolgreich den Gleitflug mit insgesamt 21 selbst erbauten Fluggeräten. Das Otto-Lilienthal-Museum ist wider Erwarten kein Flugzeugmuseum. Es erzählt den alten Menschheitstraum vom Fliegen, den des Ikarus, des Schmieds Wieland aus dem nordischen Sagenkreis und vieler anderer. Und es erzählt, wie aus der Kulturgeschichte des Menschenflugs die Technikgeschichte des Flugzeugs wurde. Zu sehen sind unter anderem auch die einzige erhaltene Dampfmaschine aus Lilienthalscher Produktion oder die originalen Urahnen aller modernen Baukästen, mit denen Kinder heute spielen. In der Abteilung „MenschenFlug“ werden Lilienthals Flugzeugentwicklungen als Rekonstruktionen gezeigt.

Weitere Informationen: www.lilienthal-museum.de

Foto: Otto-Lilienthal-Museum

26. August: Volkskundemuseum des Ratzeburger Landes in Schönberg

 Museumsfest am 29. August

Das Volkskundemuseum in Schönberg nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze dokumentiert Kultur und Geschichte des Ratzeburger Landes, das zunächst Hochstift und nach dem Westfälischen Frieden 1648 Fürstentum war. 1701 wurde die Region Teil des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, entwickelte aber dennoch eine eigene kulturelle Prägung, die sich bis heute in dem zwischen Grevesmühlen, Ratzeburg, Lübeck und Rehna gelegenen Schönberg nachempfinden lässt. Zur Ausstellung im Volkskundemuseum an der Laurentiuskirche gehören unter anderem alte Möbelstücke und Trachten. Mehrere Sonderausstellungen werden übers Jahr gezeigt und ergänzen das ständige Angebot. Zum Museum gehört zudem eine Freilichtanlage, der Bechelsdorfer Schulzenhof, in dem das Leben der Bauern zur damaligen Zeit gezeigt wird. Hier werden unter anderem alte Ackerbaugeräte ausgestellt. Das Bauernhaus von 1525 mit der dazugehörigen Scheune wurde aus der Ortschaft Bechelsdorf nach Schönberg versetzt und durch ein rekonstruiertes Backhaus ergänzt. Am 29. August veranstaltet das Volkskundemuseum ein Museumsfest. Besucher dürfen sich auf einen plattdeutschen Gottesdienst, Musik und Märchen freuen. Auch alte Bräche werden erklärt.

Weitere Informationen: www.ratzeburger-land.de

Foto: Volkskundemuseum Schönberg


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