17. Aug 2010 | Nr. 114/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Im Stehen paddeln oder auf Fährwellen surfen: Trendsport in Mecklenburg-Vorpommern

Aktivurlaub boomt zwischen Ostseeküste und Seenplatte

Übers Wasser gehen, im Stehen paddeln, auf Fährwellen reiten: Mecklenburg-Vorpommern bietet Urlaubern eine Reihe von Möglichkeiten für ungewöhnliche Freizeitaktivitäten an. Sich im Urlaub zu bewegen, steht im Nordosten ohnehin hoch im Kurs: 37 Prozent der Urlauber verbringen infolge der aktuellen repräsentativen Sommergästebefragung „Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus“ in Mecklenburg-Vorpommern einen Aktivurlaub. Immer mehr Gäste suchen nach ausgiebigen Wandertouren, nach Herausforderungen im Fahrradsattel oder nach Segel- und Kanuabenteuern noch mehr Abwechslung. Möglichkeiten dafür gibt es genug:

Übers Wasser gehen mit den Mecklenburger Schwimmschuhen – 1. offene Landesmeisterschaft am 28. August

Mit den Mecklenburger Schwimmschuhen wird Wasserwandern neu interpretiert, denn Urlauber können mit den acht Kilogramm schweren, 2,35 Meter langen und wie kleine Kanus aussehenden Plastikschuhen förmlich übers Wasser gehen. Mit Hilfe von Stöcken schieben sie sich über die Wasseroberfläche. Wer die Mecklenburger Schwimmschuhe ausprobieren und für Touren oder Veranstaltungen nutzen möchte, kann sie sich tage- und stundenweise in Gneven östlich von Schwerin ausleihen. Am 28. August wird im ebenfalls nahe der Landeshauptstadt gelegenen Ort Godern die 1. offene Landesmeisterschaft im Laufen auf dem Wasser ausgetragen. Teilnehmen kann jeder, der schwimmen kann. Sieger wird derjenige, der eine Strecke von 50 Metern am schnellsten absolviert. Zugelassen sind alle Arten von Schwimmschuhen, auch selbst gebaute, allerdings dürfen sie eine Länge von 2,49 Metern nicht überschreiten. Mecklenburger Schwimmschuhe stehen auch an diesem Tag zum Verleih zu Verfügung. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 0173 9116396 möglich.

Weitere Informationen: www.mecklenburger-schwimmschuhe.de

Surfen auch bei Flaute: Die perfekte Fährwelle

In Rostock-Warnemünde wird auch bei Flaute gesurft: Den steten Fährverkehr in Rostock-Warnemünde nutzt die Surfergemeinde seit einiger Zeit zum Reiten auf den von den einlaufenden Schiffen produzierten Wellen, dem so genannten Ferry-Wave-Surfing. Sobald eine Fähre am Horizont auftaucht, machen sich die Wellenreiter bereit, um die wenigen Minuten mit ungewöhnlich hohen Ostseewogen für ihre Manöver zu nutzen – eine ähnlich ungewöhnliche Szenerie wie beim „River Surfen“ im Eisbach in München, das im Film „Keep Surfing“ von Regisseur Björn Richie Lob jüngst in die Kinos gebracht wurde. Neben dem zeitweisen Wellenreiten und dem vielerorts an der Küste etablierten Windsurfen hat auch das Kitesurfen an der Ostsee und den großen Seen Mecklenburg-Vorpommerns viele Anhänger gefunden. Mit Hilfe eines vom Wind aufgeblähten Lenkdrachens fliegen die Sportler dabei über das Wasser und vollführen gewagte Sprünge. Vor allem im Frühjahr und im Herbst sorgen stärkere Winde aus Nordost und Ost für ordentliche Wogen in den Surfrevieren an der Ostsee- und Boddenküste. Beste Bedingungen, um mit dem Brett übers Wasser zu gleiten, gibt es beispielsweise vor der Insel Ummanz westlich von Rügen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Bunte Segel und Kites in allen Formen und Farben schmücken bei kräftigem Wind das größte Stehrevier Deutschlands. Profis können hier Trainingseinheiten absolvieren und im Anschluss die Südseeatmosphäre des Rügen Surfhostels in Suhrendorf genießen oder auf dem Zeltplatz Ostseecamp mit Gleichgesinnten fachsimpeln. Die dortige Surf-Schule „Kite-Island“ bietet darüber hinaus Anfängern und Fortgeschrittenen Kurse an, beispielsweise für vier Tage mit Praxis- und Theoriestunden, Kite-Lizenz und fünf Übernachtungen ab 319 Euro. (www.surfen-auf-ruegen.de). Kitesurfen lernen kann man daneben unter anderem auch in der „Kiteschule Darss“ in Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, oder in der Kiteschule „Windsport Usedom“ in Ückeritz.

Den Weg zu den schönsten und besten Surfrevieren, Shops und weiteren Schulen an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns weist die neue „surfmap mv“, die in vielen Kurverwaltungen und Surfschulen des Landes ausliegt. Die kostenlos erhältliche Karte zeigt sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen, welcher Strand ihren Fertigkeiten entspricht. Die 28 dort verzeichneten Reviere befinden sich unter anderem an der Wohlenberger Wiek bei Wismar, im Ostseebad Kühlungsborn, sowie in Ahrenshoop, Wustrow und Zingst. Auf den Inseln Rügen und Usedom zeigt die Karte Spots wie Juliusruh oder Thiessow. Weitere Informationen und Hinweise zu Anbietern und Revieren stehen unter www.mv-maritim.de oder www.surfmap-mv.de zur Verfügung.

Surfern, die sich mit anderen messen und zugleich Bands der lokalen Musikszene kennen lernen möchten, bietet das Surf- und Musikfestival „Zuparken“ in Kägsdorf bei Kühlungsborn vom 3. bis 5. September dazu Gelegenheit. In Sportarten wie Windsurfen, Kitesurfen, Wellenreiten oder Skimboarden – dem Gleiten mit einer Art Surfbrett im flachen Wasser – finden Wettkämpfe statt, und den Gewinnern winken Preise im Wert von insgesamt 1.500 Euro. Diejenigen, die noch nicht so sicher auf dem Brett stehen, können darüber hinaus in kostenlosen Workshops den Profis über die Schulter schauen. Weitere Informationen: www.zuparken.de

Workout auf dem Wasser: Stand-up-Paddling auf Ostsee und Seen

Fast für Südsee-Flair in Mecklenburg-Vorpommern sorgt eine neue Trendsportart aus Hawaii: Das so genannte Stand-up-Paddling erobert die Ostseeküste. Die Sportler stehen bei dieser Kombination aus Wellenreiten, Kanusport und Fitness-Workout auf Surfbrettern und bewegen sich mit einem Stechpaddel fort. Da die Bretter länger sind als beim herkömmlichen Wellenreiten, erreicht die Welle die Sportler etwas früher, sodass diese länger surfen können. Der Sport funktioniert aber auch in ruhigem Wasser. Während geübte Paddler in der Ostsee auf den Wellen gleiten, können Unerfahrene daher Stand-up-Paddling – auch als SUP abgekürzt oder Beach Boy Surfing genannt – in flachen und stillen Gewässern probieren. Wer den Trendsport unter fachkundiger Anleitung des amtierenden Amateurmeisters im SUP, Daniel Weiß, lernen möchte, kann bei Supremesurf in Rostock einen zweistündigen Kurs für 39 Euro inklusive Paddel, Surfbrett, Neopren-Anzug und -schuhen buchen. Weitere Informationen: www.supremesurf.de

Mit dem Seekajak durch Bodden und Achterwasser

Nicht nur die Ostseeküste, sondern auch die Boddenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns bietet ein einzigartiges Wassersportrevier. Auf Touren mit dem Seekajak entdecken Gäste zum Beispiel die Region südlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit grünen Lagunen, flachen Schilfinseln und Ortschaften entlang der Ufer einmal aus einer anderen Perspektive. Das Paddelrevier der Boddengewässer ist von der Landzuge der Halbinsel vor Wind und Wellen geschützt und damit bei guten Windverhältnissen auch für Neueinsteiger geeignet. Erfahrenen Seekajakfahrern sind Touren nach Hiddensee oder in die Hanse- und Welterbestadt Stralsund zu empfehlen, die an kleinen Inseln vorbeiführen, wo im Frühjahr und Herbst Tausende Kraniche rasten.

Auch das Achterwasser und der Peenestrom zwischen der Insel Usedom und dem Vorpommerschen Festland eignet sich für Seekajakfahrer ebenso wie für Sufer und Segler, da hier bei geringer Wassertiefe nur wenig Bootsverkehr herrscht, die Windverhältnisse aber denen der Ostsee entsprechen. Einsteiger und Fortgeschrittene, die das Revier unter fachkundiger Anleitung testen möchten, können beispielsweise im Wassersport-Camp in Wehrland bei Lassan am Peenestrom an einem Kurs teilnehmen, der gemeinsam mit der Kanustation Anklam organisiert wird. Tourenvorschläge und Informationen über das Seekajakrevier der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gibt es unter www.darsstour.de, für Kurse und Auskünfte zum Revier östlich der Insel Usedom können das Wassersport-Camp am Peenestrom und die Kanustation Anklam kontaktiert werden (www.wassersport-camp.de bzw. www.kanustation-anklam.de).

Ostseebäder und Städte per Segway erkunden

Das Trendfahrzeug aus den USA hat längst auch Mecklenburg-Vorpommern erobert. Urlauber und Einheimische können mit dem Elektroroller schnell und bequem eine Reihe von Urlaubsorten erkunden. Der Fahrer steht zwischen zwei nebeneinander angeordneten Rädern auf einer Plattform und hält sich an einer Lenkstange fest. Unterschiedliche Drehzahlen der Räder ermöglichen eine Kurvenfahrt wie bei Kettenfahrzeugen. Segways werden durch Gewichtsverlagerung gesteuert, das bedeutet, sie fahren in die Richtung, in die sich der Fahrer lehnt. Es gibt zahlreiche Standorte in Mecklenburg-Vorpommern, um den Fahrspaß auszuprobieren. Unter anderem gibt es im Seepark Sellin auf der Insel Rügen einen Segway-Parcours, auch im Seebad Warnemünde, auf der Insel Usedom und von vielen Hotels und Resorts werden geführte Segway-Touren angeboten.

Weitere Informationen: www.seepark-sellin.de, www.seg-time.de, www.segtouren-usedom.de

Foto: Ferry-Wave-Surfer in Rostock-Warnemünde (Supremesurf, Timo Roth)


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