24. Mai 2010 | Nr. 78/10 | Kategorie: 12 Literarisches MV

Literarische Stadtrundgänge und Führungen

Manns Fenster und Kästners große Liebe: Literarisch durch Rostock

In vielen Orten Mecklenburg-Vorpommerns kann auf den Spuren bekannter Dichter gewandelt werden. Das Literaturhaus Rostock beispielsweise lädt zu Spaziergängen durch die Hansestadt ein. Unter der Überschrift „Diese Stadt, durch die zu schlendern ja schon Poesie ist!“ begeben sich Literaturfreunde an Orte, mit denen bedeutende Schriftsteller, die in der Hansestadt lebten oder studierten, verbunden sind: John Brinckman, Fritz Reuter, Arnold Zweig, Franz Fühmann oder Adolf Wilbrandt. Genaueres über die große Liebe von Erich Kästner oder Leben und Werk von Walter Kempowski oder Uwe Johnson und über Zeugnisse von mehr als zwanzig in Rostock tätigen Schriftstellern ist auf literarischen Spaziergängen zu erfahren, buchbar auf Anfrage beim Literaturhaus Rostock. Auch ein Zweig der Familie Mann hat seine Wurzeln in der Hansestadt. Zeugnisse der einflussreichen Kaufmannsfamilie, zum Beispiel die zwei so genannten „Mannschen Fenster“ in der Rostocker Marienkirche in der Seitenkapelle des Hauptschiffs finden Urlauber und Einheimische „Auf den Spuren der Familie Mann“ mit dem Rostocker Fotografen Gerhard Weber. Führungen zu den Wirkungsstätten der Familie finden in der Saison 2010 am 13. Juni, 18. Juli und am 15. August und auf Anfrage statt. Weitere Informationen: www.literaturhaus-rostock.de

Schauplätze aus „Sansibar oder der letzte Grund“ in Wismar entdecken

In der Hansestadt Wismar können Gäste nach vorheriger Anmeldung die Schauplätze des 1957 erschienenen Romans „Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Andersch entdecken. Viele Orte, an denen der Roman verfilmt wurde, lernen Gäste auf dem Rundgang kennen, so beispielsweise den Bahnhof, auf dem Judith mit dem Zug aus Lübeck ankommt oder Helanders Kirche St. Georgen. Der Rundgang wird auf Anmeldung durchgeführt und kann unter der Rufnummer 03841 2513026 oder per Mail unter touristinfo@wismar.de gebucht werden. Ein weiterer Stadtrundgang führt Interessierte, ebenfalls nach Voranmeldung, zu sagenhaften Orten Wismars, die die Fantasie der Bevölkerung so beflügelt haben, dass deren Legenden bis heute überliefert sind. Auf diesem Rundgang hören Gäste beispielsweise die vom Teufelsgitter aus der Marienkirche, das der Sage nach nur ein Schmied gefertigt haben kann, der mit dem Leibhaftigen im Bunde war. Das Teufelsgitter ist heute in der Nikolaikirche der Hansestadt zu bewundern.

Innehalten in der Barlach-Stadt Güstrow

In Güstrow erfahren Kunst- und Literaturfreunde mehr über den Bildhauer und Schriftsteller Ernst Barlach. Fast 30 Jahre hat das Doppeltalent hier gelebt und gearbeitet. Im Nordschiff des imposanten Güstrower Doms, einem Meisterwerk der Backsteingotik, halten Gäste unter dem bekannten „Schwebenden“ inne, dem Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges. Weiter führt der Rundgang über den Marktplatz mit seinen Bürgerhäusern verschiedener Stilepochen zur Gertrudenkapelle, in der weitere Skulpturen von Ernst Barlach zu bewundern sind. Darüber hinaus können sich Besucher in Barlachs Atelier, das er 1931 bezog, mit Leben und Werk des Künstlers vertraut machen, zu dem neben Arbeiten der Bildenden Kunst auch literarische Werke gehören. Termine für diese und andere Themenführungen können bei der Güstrow-Information unter der Rufnummer 03843 681023 vereinbart werden. Öffentliche Stadtrundgänge finden noch bis Ende Oktober täglich um 11.00 Uhr statt. Informationen: www.guestrow-tourismus.de

Foto: Blick vom Rostocker Stadthafen zur Wokrenter Straße und Marienkirche (TMV)

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