24. Mai 2010 | Nr. 78/10 | Kategorie: 12 Literarisches MV

Auf dem Drahtesel zu literatischen Schauplätzen

„Als unser Herrgott die Welt erschuf, fing er mit Mecklenburg an.“ Diese Liebeserklärung widmete Fritz Reuter, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt, seiner Heimat. Für den schelmischen Nationaldichter war sein Geburtsort Stavenhagen der Nabel der Welt. Er ist auch Ausgangspunkt eines Radwanderweges, der Radfahrer auf den Spuren des Dichters über die grünen Hügel der Mecklenburgischen Schweiz führt. Vom ehemaligen Rathaus, dem heutigen Fritz-Reuter-Literaturmuseum aus, in dem sein Vater als Bürgermeister lebte und arbeitete, geht es in Richtung Westen in die Dörfer Gülzow und Scharpzow, in denen der Dichter zu Gast war, wie beispielsweise in seinem Band „Ut de Franzosentid“ beschrieben ist. Folgen Radler dem Weg weiter in Richtung Zettemin, geht es über den Ort Demzin, wo Reuter im heute noch erhaltenen Gutshaus Aufnahme und Arbeit fand; eine Episode seines Lebens, die er in „Ut mine Stromtid“ niederschrieb. Bevor es nach Stavenhagen zurückgeht, führt die Rundtour Radfahrer durch die malerische Mecklenburgische Eiszeitlandschaft zum Gut Jürgenstorf, dessen Gutsinspektor Schecker dem Dichter Reuter als Vorbild für seine literarische Figur „Entspekter Bräsig“ diente. Reste der Gutsanlage sind bis heute erhalten. Näheres zum Reuter-Radweg und einem weiteren Rundweg, der ebenfalls Fritz Reuters Spuren verfolgt, ist nachzulesen in der Broschüre „Natur und Literatur“, die Interessierte beim Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz, bei der Touristinformation und beim Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen erhalten. Letzteres empfängt Besucher, die mehr über den Dichter erfahren möchten, montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

www.mecklenburgische-schweiz.com, www.fritz-reuter-literaturmuseum.de, www.reuter200.de


Fallada-Lenné-Radweg

Kunst vereint: Durch den Landkreis Mecklenburg-Strelitz führt ein Radrundweg, der sich für Freunde des Schriftstellers Hans Fallada (1893-1947) und des preußischen Gartenkünstlers und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné gleichermaßen anbietet: der Fallada-Lenné-Rundweg in der touristisch aufschließenden Feldberger Seenlandschaft. Auf 43 Kilometern führt dieser von Feldberg über Carwitz, Krumbeck und Lüttenhagen zurück nach Feldberg. Auf der Strecke Neuhof-Carwitz-Wittenhagen-Lichtenberg folgt der Fallada-Lenné-Weg dem Verlauf der Mecklenburgischen Eiszeitroute. In Carwitz befindet sich das Fallada-Haus, in dem der Schriftsteller 1993 bis 1947 lebte. In Krumbeck können die Radler einen Lenné-Park bestaunen. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind die aus dem Jahr 1758 stammende Feldsteinkirche in Wittenhagen, die Dorfkirche in Lichtenberg aus dem 14. Jahrhundert sowie malerische Ausblicke wie auf den See Breiter Luzin. Der genaue Routenverlauf ist auf der Internetseite www.rad-cool-tour.de nachzulesen. www.fallada.de

Foto: Radfahrer in der Mecklenburgischen Schweiz (TMV)

Schlagwörter: ,

Datenschutzhinweis zum Abo der Pressemitteilungen
urlaubsnachrichten.de
Menü

Diese Webseite benutzt Cookies um über Nutzungsstatistiken den reibungslosen Betrieb zu sichern und die Seite zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen