06. Mai 2010 | Nr. 72/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 7. bis 13. Mai

7. Mai: Botanischer Garten Christiansberg

Zur Magnolienblüte nach Christiansberg

In der Ueckermünder Heide am Stettiner Haff befindet sich der Botanische Garten Christiansberg, ein privater Schaugarten auf 15.000 Quadratmetern, der Gästen ganzjährig offensteht. Ihr „Grünes Paradies“ nennen ihn die Eigentümer und Christiansberger Walter Kapron und Manfred Genseburg. Der Garten besteht aus mehreren Bereichen wie dem Gartenteich mit Enten und Fischen, dem Schattengarten mit Funkien und Farnen, dem Pfingstrosenteil, dem Heidegarten und dem Alpinum mit Enzian, Edelweiß und anderen seltenen Gebirgspflanzen. Anfang Mai steht der Magnoliengarten in voller Blüte. Etwa 100 Sorten können Gartenliebhaber dann bewundern, die viel verprechende Namen wie „Gelber Vogel“, „Himmbereis“ oder „Himmbeerspaß“ tragen.
Weitere Informationen: www.botanischer-garten-christiansberg.de

8. Mai: St. Georgen zu Wismar

Von der Ruine zum Schmuckstück: Kirche im Wiederaufbau

Ein Juwel norddeutscher Backsteinbauten finden Besucher mit der Kirche St. Georgen in Wismar. Sie entstand zwischen 1260 und 1270 als dreischiffige Hallenkirche mit fünf Jochen und einem einschiffigen Chor aus zwei Jochen und wurde in den darauffolgenden Jahrhunderten mehrfach umgebaut. In den letzten Tages des Zweiten Weltkrieges erlitt St. Georgen durch zwei Bomben großen Schaden und war zwischen 1945 und 1990 dem weiteren Verfall preisgegeben. Seit 1990 wird die Kirche mit Mitteln unter anderem der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – es ist das erste Förderprojekt der Stiftung in den neuen Bundesländern – saniert und ist zur Zeit das umfangreichste denkmalpflegerische Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern. Die Geldgeber tragen dazu bei, dass St. Georgen in der Mitte dieses Jahrzehnts wieder in ihrer einstigen Größe und Schönheit erstrahlen wird. Anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Aufbau St. Georgen“ finden verschiedene Veranstaltungen satt. So sind am 29. Mai die Band „Die Prinzen“ oder am 27. Juni die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu Gast.

9. Mai: Ernst Barlach Stiftung Güstrow – Museum Gertrudenkapelle

Sommerkonzert in der Gertrudenkapelle am 9. Mai

1994 gründete sich die Ernst Barlach Stiftung Güstrow, die sich seitdem dem Werk des Künstlers (1870 – 1938) widmet, der als einer der bedeutendsten Bildhauer der Expressionismus gilt und zugleich auch als Zeichner und Autor anerkannt ist. Sein Werk wird in den Museen der Barlach-Stadt, der Gertrudenkapelle, dem Atelierhaus und dem Ausstellungsforum Graphikkabinet präsentiert. Dabei werden Arbeiten aus allen Schaffensperioden und -bereichen des Künstlers gezeigt, darunter Plastiken, Grafiken und Zeichnungen. In der Gertrudenkapelle sind etwa bekannte Holzskulpturen wie „Lesender Klosterschüler“ oder „Gefesselte Hexe“ zu betrachten. Am 9. Mai findet dort die Auftaktveranstaltung zu den Sommerkonzerten statt. Ab 18.00 Uhr geben Schüler der Musikschule Güstrow das Konzert „Sehnsucht nach dem Frühling“. Übrigens: Im Güstrower Dom befindet sich mit dem Werk „Der Schwebende“ eine der bekanntesten Arbeiten Barlachs. Dabei handelt es sich um ein Ehrenmal für die Ofer des Ersten Weltkrieges. Weitere Informationen: www.ernst-barlach-stiftung.de

10. Mai: Nautineum Dänholm Stralsund

Vortrag über Geologie Bornholms am 10. Mai

Das Nautineum ist neben den Natureum auf dem Darß, dem Katharinenkloster und dem Ozeaneum in Stralsund einer der vier Standorte des Deutschen Meeresmuseums – womöglich das am wenigsten bekannte. Auf dem 2,4 Hektar großen Gelände des Alten Tonnenhofes auf der Insel Dänholm zwischen Stralsund und Rügen zeigt das Nautineum Exponate und Ausstellungen zur Meeresforschung und Fischerei. Zu den Ausstellungsstücken gehören auch das begehbare Unterwasserlabor „Helgoland“, die erste deutsche Unterwasserstation BAH 1 und ein restauriertes Zeesboot. Auch die Geschichte der Stralsunder Werft wird im Nautineum beleuchtet, das Besucher über die Ziegelgrabenbrücke vom Festland erreichen. Am 10. Mai findet ein Vortrag über die Geologie von Bornholm statt. Beginn ist um 19.00 Uhr.
Weitere Informationen: www.meeresmuseum.de

 

11. Mai: Feininger-Rad-Tour auf Usedom

Motivstandorte des Künstlers erradeln

Am 17. Mai 1908 betrat der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger zum ersten Mal die Insel Usedom. Auf Motivsuche erkundete er die Insel mit dem Rad. Heute, mehr als 100 Jahre später, können Gäste auf der ausgeschilderten „Feininger-Rad-Tour“ auf den Spuren des Künstlers wandeln. Die Gemeinde Benz zeichnete für die Auswahl der Stationen verantwortlich. Auf 56 Kilometern führt sie zu Motivstandorten, darunter Neppermin, Benz, Ahbeck, Bansin und Heringsdorf bis ins polnische Swinemünde. Über 80 Motivstandorte können die Radler so nachvollziehen. Die Standorte sind mit Bronzeplaketten im Boden gekennzeichnet. Ein Flyer zur Tour können sich Gäste unter www.feininger.usedom.de herunterladen und in der Tourist-Information der Kaiserbäder erhalten. Das Buch „Papileo auf Usedom – Eine Feininger-Radtour“ gibt es im Buchhandel.
Weitere Informationen: www.feininger.usedom.de, www.papileo.de

 

12. Mai: Liebesinsel Mirow

Inselfest vom 30. Juli bis 1. August

Inmitten der Mecklenburgischen Kleinseenplatte am Südende des Mirower Sees liegt die beschauliche Kleinstadt Mirow, die vor allem als Geburtsort der englischen Königin Sophie Charlotte, die im Mirower Schloss zu Hause war, überregionale Bekanntheit erhielt. Sehenswert ist die Mirower Schlossinsel, die heute unter Denkmalschutz steht, und eine der Nebenresidenzen der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz war. Hier präsentieren das barocke Schloss, die schmiedeeiserne Brücke zur Liebesinsel, auf der sich die Ruhestätte des letzten Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI., befindet, und der gotische Backsteinbau der Johanniterkirche eindrucksvoll die Geschichte der Kleinstadt Mirow. Die Johanniterkirche auf der Insel beherbergt die Fürstengruft, in der die regierenden Herzöge mit ihren Gattinnen und nächsten Familienangehörigen ihre letzte Ruhestätte fanden. Der Kirchturm ist ein begehbarer Aussichtspunkt, bei dem es 146 Stufen zu erklimmen gilt. Einen Besuch lohnen auch die Gebäude der ehemaligen Johanniterbrauerei, die sich hinter der Kirche befinden. Im ehemaligen Eiskeller können Gäste nach Ritterart speisen. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das Torhaus aus dem Jahre 1588, das der Schlossinsel vorgelagert ist. Vom 30. Juli bis zum 1. August können Gäste beim Mirower Inselfest die Schlossinsel erkunden.
Weitere Informationen: www.klein-seenplatte.de, Tel. 039832 20621

 

13. Mai: St. Johanniskirche zu Neubrandenburg

Internationale Orgeltage vom 13. bis 16. Mai

Die St. Johanniskirche in Neubrandenburg ist heute bei Freunden von Orgel- und Chorkonzerten sehr beliebt. Errichtet wurde sie als Feldsteinkirche eines Franziskanerklosters um 1250/60. Nach zwei Bränden vor 1355 wurde die Kirche in Backstein zweischiffig mit Kreuzgewölben erweitert. Im 14. Jahrhundert wurde im Osten ein polygonaler Langchor angebaut. Nach der Reformation diente der Chorraum, abgetrennt durch eine Wand, als Speicher. In der Mitte des 19. Jahrhunderts stürzte er ein. In den Jahren 1891 bis1894 wurde die Kirche neu gestaltet. So wurde etwa das Gewölbe erneuert und im neugotischen Stil bemalt. Nach der Zerstörung der Marienkirche 1945 war die Johanniskirche zur Hauptkirche geworden. Von 1976 bis 1980 wurde sie nochmals restauriert und neu gestaltet. Seit 2008 werden erneut umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Vom 13. bis 16. Mai dieses Jahres finden in der St. Johanniskirche die Internationalen Orgeltage statt, und jeden Mittwoch von Juni bis September können Besucher um 12.00 Uhr für 20 Minuten der Orgelmusik lauschen. Die Johanniskirche ist dienstags bis samstags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen: www.kirche-neubrandenburg.de, Veranstaltungen: www.johanniskantorai-nb.de


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