10. Mrz 2010 | Nr. 36/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 12. bis 18. März

12. März: Heimattierpark Hansestadt Greifswald

Bennett-Känguru-Baby zählt zu den Attraktionen

Wasserschweine und Waschbären, Stachelschweine und Schneeeulen – 100 verschiedene Tierarten zeigt der knapp vier Hektar große Heimattierpark der Hansestadt Greifswald. Gerade im Frühjahr lohnt ein Besuch, denn Schafe und Kaninchen haben schon jetzt Nachwuchs und bei den Ziegen und Küken werden die Tierbabys in einigen Wochen erwartet. Besonders stolz sind die Tierpfleger über den neuesten Zugang: ein Bennett-Känguru, das zur Zeit jedoch nur sehr kurz aus dem Beutel der Mutter lugt. Das Tier ist etwa 25 Zentimeter groß; ausgewachsen wird es kniehoch. Diese Art der Kängurus ist eigentlich in Tasmanien beheimatet. Am 4. April feiert der Heimattierpark ein Osterfest mit Feuer, Eiersuchen, Ponyreiten, Bastel- und Malstraße. Das Fest beginnt um 9.00 Uhr. Ganzjährig bietet der Park einen Erlebnisspielplatz aus Holz mit einem Floß, auf dem Kinder fahren können, und bietet für Gruppen und Schulklassen die so genannte Zooschule mit Themen wie Tierschutz, Genetik und Evolution an. Geöffnet ist der Tierpark von November bis März zwischen 9.00 Uhr und 16.00 Uhr, von April bis Oktober zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr und von Mai bis September von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Weitere Informationen: www.tierpark-greifswald.de


13. März: Inselmuseum auf Poel

Schaukelbadewanne und Postgeschichte der Insel


Das wohl kurioseste Ausstellungsstück des Poeler Inselmuseums, das sich im alten Schulgebäude von Kirchdorf befindet, ist eine so genannte Schaukelbadewanne. Das halbrund geformte Badegefäß, um 1900 gebaut, steht auf Holzkufen und ermöglicht es Badenden, darauf hin und her zu wippen. Daneben zeigt das Museum unter anderem auch die Poeler Postgeschichte. Ungewöhnlich für eine Insel gab es hier nämlich bereits ab 1866 ein Postamt, welches unter dem Namen „Postexpedition der zweiten Klasse“ firmierte. Bis ins Jahr 1929, als die Insel durch den Poeler Damm mit dem Postbus auch auf dem Landweg zu erreichen war, brachten Segelboote oder ein Dampfer die Post zur und von der Insel weg. In der Ausstellung können Gäste alte Postkarten, eine Briefwaage, Telefonbücher oder Poststempel bewundern. Eine ständige Ausstellung zum Leben und Werk des in Güstrow geborenen Inselmalers Karl Christian Klasen vervollständigt die Sammlung. Derzeit umfasst sie anlässlich des 65. Todestages des Künstlers 60 Werke, darunter Ölgemälde, Aquarelle, Holz- und Linolschnitte sowie Kohlezeichnungen. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde der Maler durch sein Werk „Fischköpfe“, ein Portrait der Inselfischer. Diese und weitere Geschichten rund um das Wismar vorgelagerte Eiland, ein Modell der alten Festung, die sich bis ins 18. Jahrhundert auf der Insel befand oder einen Findlingsgarten können Besucher im und vor dem Inselmuseum bestaunen. Vom 15. September bis zum 14. Mai ist es jeweils dienstags, mittwochs und samstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und ab dem 15. Mai dienstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Unter der Rufnummer 038425 20732 können sich Gruppen für Führungen anmelden.


14. März: Museum im Jagdschloss Gelbensande

Frühlingskonzert am 4. Apri


In idyllischer Waldlage zwischen Rostock und Ribnitz-Damgarten liegt das Jagdschloss Gelbensande. Es wurde vom Hofbaurat Gotthilf Ludwig Möckel in den Jahren 1885/86 als Sommerresidenz der Mecklenburger Großherzöge erbaut und zeichnet sich durch seine besondere Architektur aus. Das Elternhaus der letzten deutschen Kronprinzessin Cecilie und der dänischen Königin Alexandrine ist von besonderer historischer Bedeutung und ein Geheimtipp für Gäste aus aller Welt. Großherzog von Mecklenburg-Schwerin Friedrich Franz III (1851-1897) und seine Gemahlin, ihre Kaiserliche Hoheit Anastasia Michailowna Großfürstin von Russland, wählten die am Meer gelegene Waldlandschaft „im Gelben Sande“ zum Standort einer Sommerresidenz für sich und ihre Kinder Alexandrine, Friedrich Franz (VI) und Cecilie. Kein geringerer als Zarensohn Michail Nikolajewitsch Romanow beteiligte sich großzügig an der Finanzierung des Herrenhauses. Nicht ganz uneigennützig unterstützte Anastasias Vater den Großherzog, erwarb er sich doch so das Recht, sich ebenfalls dann und wann im gesunden Seeklima von seinen Regierungsgeschäften zu erholen. Der Legende nach soll auf ausdrücklichen Wunsch des Romanow auch die stilvolle Überdachung über der Außentreppe errichtet worden sein, da seine Kaiserliche Hoheit es gewohnt war, seine Kutsche trockenen Fußes zu erreichen. Im Schloss befindet sich ein Museum, das Besuchern die Geschichte des Schlosses näherbringen möchte. Ein Rundgang führt die Besucher durch zwölf restaurierte, teils originalgetreu eingerichtete Räume. Besonders sehenswert sind die vier Kamine, das großherzogliche Bad mit originaler Badewanne oder die technischen Einrichtungen des Hauses. Das Museum ist täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Am 4. April um 18.00 Uhr wird auf der Terrasse des Jagdschlosses der Frühling begrüßt. Dabei dürfen sich die Besucher auf ein klassisches Konzert mit Musik von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms freuen.
Weitere Informationen: www.jagdschloss-gelbensande.de


15. März: Marine Science Center – Robbenforschungsstation

Anlage in Rostock-Warnemünde bietet Führungen am und im Wasser an


Auf bislang einzigartige Weise werden in der schwimmenden Robbenstation in Warnemünde Publikums- und Wissenschaftsinteresse vereint, denn die Forschungsanlage steht auch Besuchern offen. Das Sonnendeck, von dem aus Urlauber den Alltag von neun Robbenmännchen erleben können, ist ab dem 13. März täglich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Die Tiere sind Teil der mit Ausmaßen von 60 mal 30 Metern größten Robbenforschungsstation Europas, deren Institutsgebäude ein ausgedientes Fahrgastschiff ist. Eine Gruppe von Biologen um Professor Guido Dehnhard vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock untersucht in Langzeitexperimenten die Sinneswahrnehmung und die Unterwasserorientierung der Tiere. Dabei ist es Besuchern des Yachthafens und des sich dort befindenden Hotels Yachthafenresidenz Hohe Düne möglich, die Tiere zu beobachten und die Untersuchungen hautnah mitzuverfolgen. Für diejenigen, die mehr über das Forschungsschiff und die Arbeit mit den Robben erfahren möchten, stehen drei auch außerhalb der täglichen Öffnungszeiten buchbare Angebote zur Auswahl: Das wissenschaftliche Team bietet eine einstündige Führung an, bei der der Umgang mit den Tieren, deren Lebensweise sowie die Forschungsarbeiten erklärt werden. Wer mit den Robben auf Tuchfühlung gehen möchte, kann das Angebot „Robben hautnah“ buchen. Hier werden die Gäste in das Training mit den Tieren eingebunden und können die Robben auch streicheln. Noch dichter ran an die Robben geht es nur im Wasser: Die Station bietet Gästen zusammen mit der Tauchbasis Dive Center Rostock die Gelegenheit, die Tiere in ihrem Element kennen zu lernen. Am 29. April ist das Marine Science Center ein Anlaufpunkt im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften in Rostock und steht Besuchern von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr offen.
Anmeldungen dazu und weitere Informationen zu den Führungen unter www.msc-mv.de.



16. März: Nebel-Durchbruchstal

Touristinformation bietet Entdeckungstour im Nebel-Durchbruchstal an


Aus dem Malkwitzer See im Nordwesten des Landkreises Müritz entspringt die 72,8 Kilometer lange Nebel, die nördlich der Kleinstadt Bützow in die Warnow mündet. Zwischen Krakow am See und Güstrow ist das Gebiet auf etwa 18 Kilometern als Nebel-Durchbruchstal unter Naturschutz gestellt. Zwischen der Gemeinde Serrahn und dem kleinen Ort Kuchelmiß ist das Durchbruchstal für den Tourismus erschlossen. Die Nebel hat hier den Charakter eines Gebirgsbaches mit Geröllstrecken, Gesteinsbrocken, umgestürzten Bäumen und steilen Ufern. Seltene Tier- und Pflanzenarten haben darin ihr Zuhause wie etwa die Fische Bachneunauge, Schmerle und Elritze. Die Tourist-Information Krakow am See bietet einen Erlebnistag „Entdeckungen im Nebeltal“ an, wobei das Naturschutzgebiet erkundet wird. Diese Touren mit einer Gruppengröße von maximal 15 Personen starten an der Seepromenade in Krakow am See. Von dort aus geht es mit einem Floß nach Serrahn, dem Startpunkt einer etwa zweistündigen Wanderung, begleitet durch einen Ranger des Naturparks Nossentiner Schwinzer Heide mit dem Ziel der Wassermühle Kuchelmiß. Sie stammt aus dem Jahr 1588 und ist heute nach umfangreicher Restaurierung ein technisches Denkmal mit drei Stockwerken, in dem die Umwandlung des Getreidekorns in Schrot und Mehl nachvollzogen werden kann. Die ehemalige Wohnung der Müller-Familie wurde mit vielen alten Einrichtungsgegenständen wiederhergestellt. Nach einem Mittagessen nach der Wanderung geht es mit dem Floß ab Serrahn zurück nach Krakow am See. Zu buchen ist die Tour, die auch gegen einen Aufpreis mit Kremser statt Floß flexibel gestaltet werden kann, unter der Rufnummer 03845722258.
Weitere Informationen: www.krakow-am-see.de


17. März: Fallada-Lenné-Radweg

Tour führt durch den touristischen Geheimtipp Feldberger Seenlandschaft

Kunst vereint: Durch den Landkreis Mecklenburg-Strelitz führt ein Radrundweg, der sich für Freunde des Schriftstellers Hans Fallada (1893-1947) und des preußischen Gartenkünstlers und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné gleichermaßen anbietet: der Fallada-Lenné-Rundweg in der touristisch aufschließenden Feldberger Seenlandschaft. Auf 43 Kilometern führt dieser von Feldberg über Carwitz, Krumbeck und Lüttenhagen zurück nach Feldberg. Auf der Strecke Neuhof-Carwitz-Wittenhagen-Lichtenberg folgt der Fallada-Lenné-Weg dem Verlauf der Mecklenburgischen Eiszeitroute. In Carwitz befindet sich das Fallada-Haus, in dem der Schriftsteller 1993 bis 1947 lebte. In Krumbeck können die Radler einen Lenné-Park bestaunen. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind die aus dem Jahr 1758 stammende Feldsteinkirche in Wittenhagen, die Dorfkirche in Lichtenberg aus dem 14. Jahrhundert sowie malerische Ausblicke wie auf den See Breiter Luzin. Der genaue Routenverlauf ist auf der Internetseite www.rad-cool-tour.de nachzulesen.

18. März: Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte

Alt Rehse 2010 jährt sich Einweihung zum 75. Mal

1935 wurde in Alt Rehse in der Nähe von Neubrandenburg ein „Nationalsozialistisches Musterdorf“ – bestehend aus 50 neu gebauten Wohnhäusern – eingerichtet, in das die Reichsärzteführerschule des „Dritten Reiches“ zog. Sie diente der ideologischen Schulung von insgesamt etwa 12.000 deutschen Ärzten, Hebammen und Apothekern und vermittelte eine Gesundheitspolitik, die zu den gesetzlich vorgeschriebenen Zwangssterilisationen und bis zum Kranken- und Patientenmord führte. In einer ständigen Ausstellung im alten Gutshaus wird die Geschichte des Ortes auf Schautafeln dokumentiert. Sie bezieht sich auf die Themenkomplexe, die in der Schule vermittelt wurden: Rassen- und Bevölkerungspolitik im nationalsozialistischen Staat, Erbbiologie und Rassenpflege, Organisation des Gesundheitswesens in der NSDAP, Staatliches Medizinalwesen, Kriegssanitätswesen, Kampfgaschemie und Heeressanitätswesen. Grundlage der „Lehrveranstaltungen“ war das 1934 verabschiedete „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, dem viele Menschen zum Opfer fielen. 2010 jährt sich die Einweihung der Reichsärzteführerschule zum 75. Mal. Dazu plant die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse am 4. und 5. Juni dieses Jahres verschiedene Veranstaltungen, darunter Konzerte, Vorträge und Filmvorführungen. Weitere Informationen: www.ebb-alt-rehse.de



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