17. Feb 2010 | Nr. 025/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 19. Februar bis 25. Februar

20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen Nummer 50 bis 56:

19. Februar: Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan

Spielzeugausstellung lädt zum Mitmachen ein

Domizil des Stadt- und Bädermuseums Bad Doberan ist die aufwendig sanierte neogotische Villa des Baumeisters Gotthilf Ludwig Möckel, der unter anderem auch das Schloss Gelbensande, das Ständehaus in Rostock oder die Erlöserkirche in Potsdam projektierte. Noch bis zum 10. April zeigt das Museum eine Spielzeugausstellung, die zum Teil auch getestet werden kann. Themenschwerpunkt sind Gesellschaftsspiele. Über 100 Spiele und Musikinstrumente sowie etwa 40 Puppen aus den Jahren 1900 bis 1970 werden präsentiert. Zu den Spielen gehört etwa „Der kleine Schaffner“ von 1930 oder eine Tierpuzzle von 1928. Daneben locken eine Westernburg mit Indianerburg, alte Puppenwagen und Würfelspiele nach Bad Doberan, dessen Ortsteil Heiligendamm als ältestes deutschen Seebad über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Neben der Spielzeugsammlung zeigt die ständige Ausstellung dessen Geschichte unter anderem mit alten Ansichten, medizinischen Geräte, Reiseutensilien und Bademoden. Bis zum 14. Mai hat das Museum dienstags bis freitags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr und samstags von 12.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Danach steht es Besuchern täglich offen.

Weitere Informationen: www.stadtmuseum.moeckelhaus.de

 

20. Februar: Rügenhof Kap Arkona in Putgarten

Von weißen Zwergen und Räucherwurst

Wer nach einen besonderen Souvenir der Insel Rügen sucht, der ist am nördlichsten Punkt, am Kap Arkona, genau richtig. Auf dem ehemaligen Gutshof, heute als Handwerkerhof genutzt, rügentypische Produkte wie Sanddorn oder Kreide angeboten. Letztere wird in Form von kleinen weißen Zwergen präsentiert, den so genannten Rügener Kreidemännchen. Daneben befinden sich auf dem Hof unter anderem ein Café, eine Korbflechterei, eine Kleiderwerkstatt, eine Filz- sowie eine Schmuckwerkstatt, in der Gäste selbst Schmuck herstellen können. Zahlreiche Veranstaltungen runden das Angebot des Hofes ab. So findet am 14. und 15. März ein Schlachtefest unter dem Slogan „Allet wat uns Swin het“ statt, bei dem Besucher zusehen können, wie ein Schwein zerlegt wird und daraus Fleisch- und Wurstwaren hergestellt werden.. Probiert werden können Eisbein, Sülze, Grützwurst oder Schmalz. Der Rügenhof ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Deutschlands größter Ferieninsel und zählte 2009 rund 700.000 Besucher. Er hat täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Des Weiteren sehenswert am Kap Arkona sind die 45 Meter hohe Steilküste, der Burgwall der Jaromarsburg, zwei Leuchttürme, ein Peilturm sowie zwei Militärbunker.

Weitere Informationen: www.kap-arkona.de


21. Februar: Indoor-Spielplatz „Mumpitz“ in Wismar

Nochmal Kind sein mit Ü-18-Tobe-Partys

Seit 2008 gibt es in Wismar den Indoor-Spielplatz „Mumpitz“, der das touristische Angebot im Familienland Mecklenburg-Vorpommern erweitert. Auf zwei Ebenen und insgesamt 3.000 Quadratmetern finden Gäste in dem einzigen Hallenneubau an der Ostseeküste unter anderem einen Rauch speienden Klettervulkan, Go-Karts, Großtrampoline, ein Labyrinth, ein Mehrzweck-Fußballfeld oder einen Krabbelbereich. Für 2010 planen die Veranstalter zwei Neuerungen: Zum einen sollen zur Saison so genannte „Schlafpartys“ veranstaltet werden. Dabei können Eltern ihre acht bis zwölf Jahre alten Kinder am frühen Abend zum Mumpitz bringen und sie dort unter den Augen der Betreuer bis in den späteren Abend spielen und toben lassen. Es werden Filme gezeigt, Märchen vorgelesen und es gibt verschiedene Snacks. Aber nicht nur Kinder sind als Gäste willkommen, denn geplant sind zum anderen „Über-18-Tobe-Partys“. Hier sind auch Erwachsene eingeladen, alle Kinderspielgeräte auszuprobieren und sich noch mal ins Kindesalter zurückversetzt zu fühlen. Das Mumpitz ist montags bis freitags von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie am Wochenende und in den Ferien von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.mumpitz-wismar.de

 

22. Februar: Fritz-Reuter-Radweg

Auf den Spuren des Dichters durch die Mecklenburgische Schweiz

»Als unser Herrgott die Welt erschuf, fing er mit Mecklenburg an.« Diese Liebeserklärung widmete Fritz Reuter seiner mecklenburgischen Heimat. Für den schelmischen Nationaldichter war sein Geburtsort Stavenhagen der Nabel der Welt. Er ist auch Ausgangspunkt eines Radwanderweges, der Radfahrer auf den Spuren des Dichters durch die Mecklenburgische Schweiz führt. Vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum aus, in dem Reuters Vater als Bürgermeister lebte und arbeitete geht es in Richtung Westen in die Dörfer Gülzow, Scharpzow und Zettemin, in denen der Dichter zu Gast war, wie beispielweise in seinem Band „Ut de Franzosentid“ beschrieben ist.

Verständlich, denn auf den sonnigen Hügeln der Mecklenburgischen Schweiz fühlt man sich dem Himmel ein Stück näher. Besonders schön ist das streng geschützte Tal der Ostpeene. Am Ende der Eiszeit grub sich der Fluss tief in die Moränenlandschaft ein. Auf den Wiesen blühen im Frühling Tausende Orchideen und Trollblumen. Im Sommer wimmelt es von Libellen und Schmetterlingen. Sogar Eisvögel brüten hier. Kaum zu glauben, dass dem Dichter ausgerechnet hier der »Düwel« (der Teufel) erschienen sein soll.

 

23. Februar: Literaturhaus Uwe Johnson in Klütz

Kulturelles Zentrum im Getreidespeicher

2006 eröffnete in der Kleinstadt Klütz in Nordwestmecklenburg das Uwe Johnson Literaturhaus. Es befindet sich in der Nähe des Marktplatzes in einem umgebauten Getreidespeicher aus dem Jahr 1890 und beherbergt eine Dauerausstellung über den Schriftsteller (1934-1984), der es unter anderem mit seinem vierbändigen Werk „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ zu überregionaler Bekanntheit gebracht hat. Übrigens: In Klütz ist Johnson selbst vermutlich nie gewesen, doch sind Experten der Auffassung, dabei handele es sich um den in „Jahrestage“ vorkommenden Ort Jerichow. Die Dauerausstellung umfasst zwei Ebenen: In der ersten werden wichtige Informationen über Uwe Johnson, die auch die Werkrezeption erleichtern, präsentiert. Die zweite Ebene beschäftigt sich unter dem thematischen Aspekt der „tatsächlichen Erfindungen“ mit der literarischen Arbeitsweise des Schriftstellers. Die Verbindung von epischer Fiktionalität und topographischer Dokumentation sowie die Bedeutung Mecklenburgs in Uwe Johnsons Werk wird exemplarisch am Roman „Jahrestage“ vorgestellt. Ganzjährig finden literarische Veranstaltungen, Ausstellungen und Workshops statt. Am 20. März etwa laden die Veranstalter um 19.30 Uhr zu einen Wilhelm Busch-Abend unter dem Titel „Der Ort ist gut, die Lage neu – Der alte Lump ist auch dabei!“ ein. Das Literaturhaus beherbergt auch die Stadtinformation und die Bibliothek. Hier wird Gästen bei der Suche nach einen Ferienquartier geholfen und Eintrittskarten für Veranstaltungen in der Region verkauft. Bis zum 31. März hat das Literaturhaus donnerstags bis sonntags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Vom 1. April bis zum 31. Oktober werden Besucher dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr empfangen, Montag ist das Literaturhaus geschlossen.

Weitere Informationen: ww.literaturhaus-uwe-johnson.de


24. Februar: Ehemaliges Benediktinerinnenkloster Dobbertin

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Klostertour zu Gast

Das Kloster Dobbertin am östlichen Ufer des gleichnamigen Sees ist eine der schönsten noch erhaltenen Klosteranlagen Mecklenburgs. Es wurde 1220 von Mönchen des Benediktinerordens gegründet. Kurz darauf, 1237, erfolgte die Umwandlung in ein Nonnenkloster gleichen Ordens.

1572 wurde das Kloster nach heftigem Widerstand gegen die Reformationsbestrebungen zu einem adligen Damenstift „zur christlichen Auferziehung inländischer Jungfrauen”. Nach einer wechselvollen Geschichte im Ersten und Zweiten Weltkrieg ist hier seit 1991 das Diakoniewerk Kloster Dobbertin beheimatet, dass sich um die Pflege von Menschen mit psychischer oder geistiger Behinderung verdient macht. Die Anlage besteht aus der schon von Weitem sichtbaren doppeltürmigen Klosterkirche, die nach Vorlagen des Berliner Schlossbaumeisters Georg Adolf Demmler errichtet wurde, mit zweigeschossigen Damenwohungen im neugotischem Stil, dem Backstein-Küchenmeisterhaus, dem Klausurgebäude mit Kreuzgängen und Refektorium sowie dem Dominahaus mit Sandsteinelementen. Dieses war seit 1572 Wohnsitz der Domina, der Vorsteherin der Konventualinnen. Darüber hinaus gehören das zweigeschossige Klosterhauptmannhaus, das Brau- und Brennhaus, in dem sich heute das Klostercafé befindet, die

Remise, das Pforthaus und der Friedhof zum Ensemble. Wer sich über das Leben im Kloster informieren möchte, kann vom 1. Mai bis 31. Oktober mittwochs und samstags um 15.00 Uhr an Führungen teilnehmen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern veranstalten im Rahmen ihrer Klostertour 2010 am 7. Juli sowie am 13. August zwei Konzerte im Klosterinnenhof.

Weitere Informationen: www.kloster-dobbertin.de, www.festspiele-mv.de

 

25. Februar:  „Svantevitstein“ in der Kirche Altenkirchen

Spuren des Slawengottes im Norden der Insel Rügen

Als „Swantevitstein“ wird ein Bildstein im mittelalterlichen Mauerwerk der Kirche in Altenkirchen, der ältesten Dorfkirche auf der Insel Rügen, bezeichnet. Abgebildet auf dem 1,18 Meter langen und 38 Zentimeter breiten Stein ist ein Mann mit einem Trinkhorn, der vermutlich den Priester des Slawengottes Swantevit darstellt, denn nur dieser hatte das Recht, das große verzierte Trinkhorn des Gottes zu berühren. Es könnte sich aber auch um den Grabstein von Fürst Tezlaw handeln, dem nach der dänischen Eroberung Rügens die Halbinsel Wittow zugesprochen worden war.

Das Steinrelief ist wahrscheinlich vor der 1168 einsetzenden Christianisierung der Insel entstanden und später auf der Seite liegend direkt über dem Fundamentsockel in die Ostwand der Kirche, die Innenwand der heutigen Sakristei, verbaut worden. Die Seitenlage des Steins könnte auf die Überlegenheit des Christentums über die frühere Religion hindeuten. Bevor die Kirche ab 1168 als dreischiffige romanische Basilika errichtet wurde, befand sich an deren Standort vermutlich ein slawischer Begräbnishügel.

Das Pfarramt in Altenkirchen hatte 1792 bis 1808 der Pfarrer und Schriftsteller Ludwig Gotthard Kosegarten inne, der regelmäßig Uferpredigten für die Fischer des nahen Dorfes Vitt abhielt, da er sie in seinen Gottesdiensten vermisste.


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