03. Feb 2010 | Nr. 016/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 5. bis 11. Februar

20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen Nummer 36 bis 42:

5. Februar: Bodden-Therme Ribnitz-Damgarten

Saunieren mit Boddenblick

Turbodusche und Wasserrutsche: Auf über 600 Quadratmetern besticht die Bodden-Therme Ribnitz-Damgarten durch eine abwechslungsreiche Erlebnis- und Badelandschaft. Das Besondere: Der Name ist Programm, denn von der Sauna genießen Besucher einen traumhaften Blick über den Saaler Bodden. Daneben verfügt die Therme über eine Bernsteinsauna, in der Bernsteinlampen den Gästen leuchten. Das so genannte „Gold des Meeres“ wird übrigens bei Frühjahrs- und Herbststürmen an die Ostseeküste getragen und macht jeden Strandspaziergang zu einer regelrechten Schatzsuche. Wer mehr über die besonderen Edelsteine wissen möchte, kann das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten besuchen, das in der historischen Klosteranlage auf 1.000 Quadratmetern besondere Bernsteinfunde zeigt. Vor den Toren der Stadt befindet sich die Schaumanufaktur Ostseeschmuck. Hier haben Gäste die Möglichkeit, eigenen Bernsteinschmuck herzustellen oder aus der vorhandenen Schmuckkollektion zu wählen. Die Bodden-Therme ist dienstags und mittwochs von 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr sowie donnerstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Montags und in den Schulferien gelten abweichende Öffnungszeiten, die unter www.bodden-therme.de nachzulesen sind.

Foto: Bodden-Therme


6. Februar: Historische Hofanlage „Rauchhaus Möllin“

Rauchwurst unterm Reetdach

In Möllin bei Gadebusch befindet sich eine der wenigen komplett erhaltenen Großbauernanlagen des Landes – das Rauchhaus mit umliegenden Gebäuden wie Wagenschauer, Vorratsscheune, Stallanlage und altem Bauern- und Staudengarten. 1796 wurde das Rauchhaus – jetzt eine Außenstelle des Museums Gadebusch – durch den Großbauern Johann Busekow als Mittelpunkt einer Hofstelle von 45 Hektar errichtet, das heute als Restaurant und Veranstaltungsort viele Besucher anzieht. Der Name Rauchhaus steht für schornsteinlose Gebäude. Diese wurden von den Bauern genutzt, um in ihnen das Getreide zu trocknen, denn ohne Abzug zieht der Rauch durch das ganze Haus, trocknet so das Getreide, räuchert die Wurst und den Schinken, konserviert das Gebälk und entweicht schließlich durch das Reetdach oder durch andere Maueröffnungen. Wer möchte, nimmt sich als Souvenir Rauchwurst mit nach Hause. Im Streichelzoo auf dem Hofgelände verbringen Kinder erlebnisreiche Stunden. Das Rauchhaus ist dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.rauchhaus-moellin.de


7. Februar: Seebad Heiligendamm

Kochelite trifft sich im ersten deutschen Seebad

1793 gründete Friedrich Franz I. das erste deutsche Seebad: Heiligendamm. Heute ziehen die weißen Bädervillen und das Grand Hotel Heiligendamm jährlich tausende Besucher in ihren Bann. Nach dem Anbaden im Juli 1793 zeigte sich Friedrich Franz I. begeistert von der Idee ein öffentliches Seebad zu errichten. Nach den englischen Vorbildern in Brighton und Bath ließ der Monarch in schlichter, zeitloser Eleganz die weißen Häuser entlang des „Heiligen Dammes“ erbauen. Jetzt steht auch dem Ausbau der sieben Strandvillen durch die Fundus-Gruppe, die die gesamte Anlage 1996/97 erworben hatte, grundsätzlich nichts mehr im Wege. Geplant ist, die sieben Strandvillen auf der Seeseite zu Eigentumswohnungen umzubauen. In der zweiten Reihe entstehen zwei Neubauten. Bisher hat die Fundus-Gruppe rund 200 Millionen Euro in die Sanierung der Hotelanlage gesteckt. Auf einen kulinarischen Höhepunkt können sich Gäste am 10. April freuen. Beim Großen Gourmet Preis Mecklenburg-Vorpommern zaubern die sechs besten Köche Mecklenburg-Vorpommerns ein Sechs-Gänge-Menü im Ambiente des Grand Hotels Heiligendamm, begleitet mit einem unterhaltsamen Programm. Die Karten für 199 Euro pro Person sind unter der Rufnummer 038203 740 7676 zu bestellen. Wer die Luft im ersten deutschen Seebad schnuppern möchte, für den bietet sich neben dem Flanieren auf der Promenade auch ein Spaziergang durch den 74.000 Quadratmeter großen Kurwald an, der sich unweit der Strandvillen befindet und im Mai 2009 eröffnet wurde. Die Wege liegen vollständig auf den historischen Trassen, wurden aber sorgfältig verbreitert, um Spaziergängern einen komfortablen Aufenthalt zu ermöglichen. Auf der Waldwiese nahe der katholischen Kirche ist im Kurwald auch ein Platz für öffentliche Kurveranstaltungen entstanden.

Weitere Informationen: www.heiligendamm.de; www.grandhotel-heiligendamm.de


8. Februar: Schloss und Parkanlage Basedow

Peter Joseph Lenné gestaltete Gartenanlage

Ein Juwel preußischer Bau- und Gartenkunst finden Entdecker in der Schloss- und Gartenanlage Basedow in der Mecklenburgischen Schweiz – ein Ort, der 1247 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Einzigartig macht das Ensemble die Tatsache, dass der Entwurf für den Umbau des Schlosses durch den preußischen Baumeister Friedrich August Stüler (1800-1865) in Bezug zum Dorf und die Entwürfe für die Gartenanlage vom Königlich-Preußischen Gartendirektor Peter Joseph Lenné (1789-1866) in Bezug zur Landschaft gesetzt wurden. So ist ein homogenes Ensemble geschaffen worden, das auch als „Ornamental Farm“, als „geschmücktes Landgut“, bezeichnet wird. Dabei wird das Schöne mit dem Nützlichen, das heißt, Landschaftsverschönerung mit gleichzeitiger landwirtschaftlicher Nutzung in Einklang gebracht. Die Basedower Anlage gehört zu Lennés herausragenden Gartenschöpfungen. Das frühere Rittergut von Theodorisch Luch war bis Ende des Zweiten Weltkrieges im Besitz des bedeutenden mecklenburgischen Adelsgeschlechtes der Familie von Hahn, das seit dem Mittelalter für architektonische Zeugnisse wie das Schloss, den Marstall und den weitläufigen Park verantwortlich zeichnete. Bauherr des Schlosses war Graf Friedrich Wilhelm Adolf von Hahn (1804-1859). Das Gebäude wurde vielfach umgestaltet. Das älteste erhaltene Zeugnis ist die Burgruine auf der Gartenseite. Ganzjährig finden Schloss- und Gartenführungen statt. Bis März wird samstags und sonntags jeweils um 11.30 Uhr und um 13.30 Uhr durch den Park und ins Schloss geführt und über die Baugeschichte, die Familie von Hahn sowie über die Sichtachsen der Gartenanlage informiert. Übrigens: Nachfahren der Familie von Hahn betreiben im ehemaligen Schafstall ein Restaurant und Café mit ländlichen Produkten, das von April bis 31. Oktober täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet ist und nach oder vor der Schlossführung zu Mußestunden einlädt.

Weitere Informationen unter www.mecklenburgische-schweiz.com,
www.alter-schafstall-basedow.de


9. Februar: St. Bartolomaeikirche in Demmin

Wahrzeichen der Hansestadt mit reicher Innenausstattung

Schon von Weitem grüßt der Turm der St. Bartolomaeikirche in der Hansestadt Demmin die Gäste. Mit dem Bau der Kirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts oder Anfang des 14. Jahrhunderts begonnen. Der Backsteinbau wurde 1867 von keinem Geringeren neu gestaltet als vom preußischen Baumeister Friedrich August Stüler. Mit einem fast 100 Meter hohen Turm gehört die Kirche zu den größten Stadtkirchen im vorpommerschen Raum. Ihr Name geht zurück auf den Jesu-Jünger Bartholomäus, im Neuen Testament auch Nathanael genannt, der von einwandernden Siedlern als Schutzpatron ihrer Zünfte verehrt wurde. Ungewöhnlich hell ist der Innenraum der dreischiffigen Hallenkirche, der derzeit nach Stüler-Vorlagen von 1867 restauriert wird. Besonderheiten im Innenraum sind neugotische Fresken und Glasfenster mit Szenen aus der Bartholomäus-Nacht. Beim Eintritt fallen Gästen lebensgroße Gipsskulpturen im Chorraum sowie die Stüler-Kanzel ins Auge. Sie wurde der Form des Steinturmes nachempfunden und ist mit fünf Statuen gestaltet, der des Bischofs Otto von Bamberg, der des pommerschen Herzogs Wartislaw I., der von Alwinius, des ersten Priesters der Kirche, der von Martin Luther sowie der von Johannes Bugenhagen. In einer ständigen Dauerausstellung wird über die Person und die Missionarsreise Otto von Bambergs berichtet, der in Demmin Station machte. 2011 feiert die Kirche das zehnjährige Jubiläum der Buchholzorgel. Zu diesem Anlass sind Konzerte geplant. Bereits am 22. Mai dieses Jahres ist die Gruppe „Die Prinzen“ um 20.00 Uhr in der Kirche zu Gast.

Weitere Information: www.demmin.de


10. Februar: Stadtmuseum im Amtsturm Lübz

Sonderausstellung zu DDR-Konsumgütern

Im Wahrzeichen der Stadt Lübz, im Amtsturm, finden Besucher das Stadtmuseum, dass auf vier Etagen Informationen zur Stadtgeschichte, zu altem Handwerk und Hausrat um 1900 sowie zur Geschichte der bedeutendsten mecklenburgischen Brauerei präsentiert. Die Museumsmauern selbst machen eine Reise nach Lübz lohnenswert, denn der spätromanische Amtsturm ist einer der am besten erhaltenen Wehrtürme in Deutschland. Er ist das letzte Zeugnis der Lübzer Eldenburg und mit der Burg von 1306 bis 1308 durch die Markgrafen Hermann und Otto von Brandenburg erbaut worden. Als Symbol für die ortsansässige Brauerei hat es der Amtsturm zu deutschlandweiter Bekanntheit gebracht. Aktuell zeigt das Museum die Ausstellung „Bei Konsum und HO“. Zu sehen ist dabei eine Auswahl an DDR-Konsumgütern, angefangen bei Nahrungs- und Genussmitteln über Körperpflegeprodukte bis hin zu Haushaltswaren. Das Museum ist dienstags bis freitags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.luebz.de


11. Februar: Schmetterlingsfarm in Trassenheide auf Usedom

Bananenernte im Februar und März

Von Atlasspinner bis Zitronenfalter: Bei einem Besuch der größten Schmetterlingsfarm Europas in Trassenheide auf der Insel Usedom erwartet die Gäste ein tropisches Paradies auf 5.000 Quadratmetern mit etwa 2.500 frei fliegenden exotischen Schmetterlingen. Bei tropischen Temperaturen gedeihen dort darüber hinaus auch Bananen, die von Januar bis Ende täglich um 15.30 Uhr geerntet werden. Rund 120 Bananen reifen derzeit an den zehn Pflanzen. Über die Vitaminbombe freuen sich unter anderem die Papageien Otto und Anna. Wer schon morgens in die Farm kommt, kann in der so genannten Puppenstube erleben, wie Schmetterlinge schlüpfen. Jeden Montag werden um 9.30 Uhr Führungen durch die Anlage angeboten, bei der Geschichten über die bunten Falter erzählt werden. Am 1. Juni feiert die Schmetterlingsfarm ihr fünfjähriges Jubiläum. Ab 10.00 Uhr gibt es ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Die Schmetterlingsfarm ist von März bis Oktober von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie von Dezember bis Februar von
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.schmetterlingsfarm.de


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