27. Jan 2010 | Nr. 011/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

Entdeckungen vom 29. Januar bis 4. Februar

„20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des neuen Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen vom Nummer 29 bis 35:

29. Januar: Baltisch-Westfälischer Jakobsweg

Eine Muschel weist Pilgern den Weg

Seit dem Bestseller „Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg“ von Schauspieler Hape Kerkeling erlebt das Thema Pilgern eine Art Renaissance. Auch in Mecklenburg-Vorpommern können es Gäste dem Entertainer gleichtun und von der polnischen Grenze auf Usedom rund 350 Kilometern auf dem Baltisch-Westfälischen Jakobsweg, der Via Baltica, durch das Urlaubsland im Nordosten den Spuren der mittelalterlichen Jakobspilger folgen. Eine Muschel und gelbe Pfeile weisen den Pilgern den Weg. Der Jakobsweg folgt in enger Anlehnung dem alten hanseatischen Handelsweg, der einst Lübeck mit dem fernen Nowgorod verband. Da der Weg in Polen sich noch in der Planung befindet, führt die 1. Etappe vom Grenzübergang Garz über den vorpommerschen Teil der Insel nach Zirchow mit der mittelalterlichen St. Jakobus-Kirche. In den nun folgenden 18 Tagesetappen begegnet der Wanderer auf landschaftlich schönen, gut begehbaren Wegen, abseits von Hektik und Verkehrslärm, den Zeugnissen einer bewegten geschichtlichen Vergangenheit, einer einmaligen Kulturlandschaft der Backsteingotik mit mittelalterlichen Kirchen und Klöstern und dem noch in unsere Zeit ausstrahlenden Glanz der Hansestädte Greifswald, Stralsund, Rostock und Wismar. In Rostock muss sich der Pilger entscheiden, ob er den Weg weiter der Via Baltica über Wismar nach Lübeck folgen oder auf dem Baltisch-Mitteldeutschen Weg über das Kloster Tempzin (Region Mecklenburg-Schwerin) Richtung Brandenburg mit dem mittelalterlichen Pilgerort Bad Wilsnack gehen soll. Übernachtet werden kann in einfachen Pilgerherbergen, die von kirchlichen Einrichtungen oder Privatleuten angeboten werden. Eine rechtzeitige Anmeldung und die Vorlage eines Pilgerausweises ist jedoch unbedingt erforderlich. Detaillierte Informationen und einen Pilgerbrief, in dem mit dem Pilgerstempel die einzelnen Stationen auf dem spirituellen Weg dokumentiert werden können, erhalten die Pilger und solche, die es werden wollen, unter www.jakobswege-norddeutschland.de.

Foto: Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e. V.

30. Januar: Erste Mecklenburgische Porzellanmanufaktur in Schwerin

Besucher können Geschirr selbst herstellen oder bemalen

Im ehemaligen Gusthaus Wendenhof am Schweriner Ziegelaußensee befindet sich die von Kerstin Behrens gegründete Erste Mecklenburgische Porzellanmanufaktur. In der Porzellanmanufaktur Meißen ausgebildet, stellt die gebürtige Brandenburgerin dort eine ganze Palette von Gegenständen her, angefangen von kompletten Service über Engel bis hin zu Salzstreuern. Das Schachspiel „Vom Fischer und seiner Frau“ oder Tassen mit ungewöhnlich geformten Henkeln, mal als Hering, mal als Drache, und die stilisierten Mücken, die Besucher auf vielen ihrer Arbeiten finden, gehören den Aushängeschildern der Maufaktur. Besuchern wird die Möglichkeit geboten, Porzellan zu bemalen oder auch selbst herzustellen. Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen sind der Ostermarkt, der Herbstmarkt am zweiten Wochenende im Oktober sowie der vorweihnachtliche Adventsmarkt. Auf Wunsch werden Führungen mit anschließender Kaffeetafel angeboten. Pfingsten öffnet die Porzellanmalerin im Rahmen der landesweiten Aktion „Kunst:Offen“ ihre Werkstatt und lässt sich von Gästen bei der Arbeit zuschauen. Geöffnet ist die Porzellanmanufaktur montags bis freitags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie samstags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Weitere Informationen und Anmeldungen zu Führungen unter 0385 7610080.

31. Januar: Schloss Ulrichshusen

Zu Gast beim mecklenburgischen Uradel und im Zentrum der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Ein Kleinod in der Mecklenburgischen Schweiz ist das Wasserschloss Ulrichshusen, erbaut 1562 von Ulrich von Maltzahn. Bis heute ist das Schloss eingebettet in die unberührt erscheinende Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz, umgeben von strohgelben Feldern, ausgedehnten Wäldern und stillen Seen. Die Mauern künden von einer wechselvollen Geschichte – vom Dreißigjährigen Krieg bis zum ungeklärten Brand 1987. Nur die Außenmauern sind stehen geblieben. Das Schloss war dem Verfall preisgegeben. Aus der Ruine ist inzwischen ein kulturhistorisches Kleinod geworden, ein Ort der Künste, erfüllt von Konzerten der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Künstlern aus aller Welt im Sommer und in der Adventszeit. Der Festspielreigen 2010 beginnt am 31. Januar mit zwei Neujahrskonzerten, zum einem um 15.00 Uhr sowie um 17.30 Uhr. Im Schloss und in den Nebengebäuden kann auch übernachtet werden; 33 Zimmer erwarten die Gäste. Der große Saal und die angrenzenden Räume sind ideal für Events, Tagungen, Hochzeiten und andere Feste. Im ehemaligen Pferdestall empfängt ein Restaurant die Gäste. Im Gutspark Ulrichshusen in Tressow stehen zehn weitere komfortable Ferienwohnungen bzw. 20 Hotelzimmer zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.schloss-ulrichshusen.de

Foto: TMV/Timm Allrich

1. Februar: Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft

Per Rad eine Reise in die letzte Vergangenheit unternehmen

Route 666 statt 66: Die Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte verspricht mit einer Gesamtstrecke von 666 Kilometern ein spannendes Abenteuer und eine Reise in die Vergangenheit. Hier erwarten Findlinge am Wegesrand, glasklare Seen, eindrucksvolle Hügelketten, weite Sandflächen, geheimnisvolle Moore und sprudelnde Quellen die Besucher – landschaftliche Besonderheiten, die in der letzen Eiszeit entstanden sind. Schautafeln, informieren über Findlingsgärten, Museen und Lehrpfade entlang der Route und helfen damit, die Entwicklung der einmaligen Eiszeitlandschaft zu verstehen. Am besten erschließt sich die Route per Rad. Auf www.eiszeitroute.com werden einzelne Touren und Rundwege unterschiedlicher Länge vorgestellt. Die Eiszeitroute ist ein Teil des Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft, eine geologische Modellregion auf 5.000 Quadratmetern im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns. Der Geopark reicht von Demmin im Norden bis Neustrelitz und Feldberg im Süden sowie von Teterow im Westen bis kurz vor Pasewalk im Osten.

Weitere Informationen: www.eiszeitgeopark.de

Foto: TV Mecklenburgische Schweiz

2. Februar: NaturErlebnisZentrum Müritzeum in Waren

Größtes Süßwasseraquarium Deutschlands lockt Urlauber an den größten deutschen Binnensee

Maränen, Moorkabinett, Multivision: Seit 2007 besticht das Müritzeum in Waren in der Mecklenburgischen Seenplatte mit dem größten Süßwasseraquarium Deutschlands. Das Müritzeum ist ein Museumsprojekt, das die Flora und Fauna im Land der 1.000 Seen zeigt, wie das größte zusammenhängende Wassersportrevier Europas auch genannt wird.
Wohin fliegen die Vögel im Winter? Welche Fische schwimmen in den Seen? Wie entsteht ein Moor? Diesen Fragen können Urlauber am größten deutschen Binnensee auf den Grund gehen. „Betritt man das Müritzeum, schaut man in die Augen von 600 Maränen. Diese tummeln sich hinter der größten, jemals in Europa hergestellten Scheibe, die 100.000 Liter Wasser fasst“, erklärt der Geschäftsführer Thomas Kohler. Die Scheibe misst sechs mal sechs Meter und erstreckt sich über beide Etagen des Müritzeums. In insgesamt 24 Aquarien gleiten über 40 einheimische Fischarten von A wie Aal bis Z wie Zander durch das Wasser und laden zum Verweilen ein. Zu den Höhepunkten des Erlebniszentrums zählen der Vogelsaal, der in einer Vogelflugvitrine verschiedener Arten, wie etwa den Eisvogel, beim Flug zeigt, oder das Moorkabinett. Hier sollen Mythen und Sagen rund um das Moor Gäste ins Gruseln versetzen. Im Raum „Zeitenreise“ wird die Entstehung der Mecklenburgischen Seenplatte, angefangen von der formgebenden Eiszeit bis heute, präsentiert. Übrigens: Bis zum 1. August zeigt das Müritzeum die Sonderausstellung „Kleine Tiere ganz groß“. Zu bestauen sind Modelle von Insekten, darunter Maikäfer, Grashüpfer oder Stubenfliegen, die bis zu 60 Mal vergrößert dargestellt werden. Passend zum Thema ist eine Fotoausstellung des Hamburger Biologen und Naturfotografen Axel Jahn zu sehen. In einer Vitrine wird anhand einiger Exponate ein Einblick in die Insektensammlung der Naturhistorischen Landessammlungen im Müritzeum gegeben.

Weitere Informationen: www.Mueritzeum.de

Foto: Julia Stoess

3. Februar: Altstadtkirche St. Marien in Röbel

Rundumblick aus 58 Metern Höhe über Müritz möglich

Ein architektonisches Beispiel für den Stilübergang von Romanik zu Gotik finden Gäste in der St. Marienkirche in Röbel. Die frühgotische dreischiffige Hallenbacksteinkirche entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf einer kleinen Anhöhe in der Röbeler Altstadt, direkt am Müritzufer. Seit der Erbauung sind diverse Veränderungen an dem Kirchenbau vorgenommen worden, wie zum Beispiel der Turmbau, der erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts vollendet wurde. Der neugotische begehbare 58 Meter hohe Turm mit vier Geschossen bietet auf der Aussichtsplattform einen atemberaubenden Blick auf die kleine Stadt und die Müritz und ist im Sommer Ziel von Tausenden Touristen. Die Innenausstattung und die baulichen Details sind nicht nur für Kirchenkenner höchst interessant. Zu sehen ist unter anderem das Altarbild „Das letzte Abendmahl“ vom Schweriner Hofmaler Gaston Lenthe aus dem Jahr 1852, das Sandstein-Taufbecken, ein Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert und die neugotische Kanzel mit Kapitell und Schnitzfiguren, deren Schalldeckel als durchbrochener Turmhelm gestaltet ist. Von Mai bis Oktober ist das Gotteshaus täglich im Rahmen des Projektes „Offene Kirchen“ von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ab Ostern finden dort sonntags um 10.00 Uhr auch regelmäßig Gottesdienste statt.

Weitere Informationen: www.kirchenkreis-guestrow.de

Foto: Touristinformation Röbel

4. Februar: Einzigartiger Douglasienbestand bei Parchim

Größte Douglasie 58 Meter hoch

Sie sind hoch, schnellwüchsig, immergrün und eigentlich im Gebiet vom südlichen Kanada bis Mexiko beheimatet – die Douglasien. Südlich von Parchim allerdings, im städtischen Waldgebiet Sonnenberg, befindet sich ein Douglasienbestand, der nach Angaben der hiesigen Forstverwaltung zu den an Holzmasse reichsten Europas zählt. 1.500 Festmeter je Hektar erntefähiges Holz sind hier herangewachsen. Dieses wird vor allem zur Herstellung von Furnieren und Dielen oder auch als Bauholz verwendet. Der ehemalige Forstsenator Wilhelm Evers setzte vor mehr als 100 Jahren auf rund drei Hektar Waldgebiet Douglasiensämlinge aus, nachdem er die Nadelbäume bereits zuvor auf deren Einsatzfähigkeit getestet hatte. Heute machen die Douglasien einen Anteil von zehn Prozent am 3.000 Hektar großen Stadtforst aus. Auf Anfrage bietet die Stadtforstverwaltung Führungen unter der Rufnummer 03871 444130 an. Wer das Waldgebiet lieber auf eigene Faust erkunden will, für den bietet der ausgeschilderte Parkplatz auf dem Sonnenberg einen guten Ausgangspunkt. Übrigens: Die letzten Messungen haben ergeben, dass die höchste Douglasie im Waldgebiet 58 Meter misst, die stärkste 22 Festmeter zählt.

Weitere Informationen: www.parchim.de

Foto: Stadt Parchim



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