20. Jan 2010 | Nr. 009/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

20 Jahre Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern: Entdeckungen vom 22. bis 28. Januar

„20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des neuen Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen vom 22. bis 28. Januar:

22. Januar: Ostseetherme Usedom

Besonderheit: Wasser ist mit Heringsdorfer Jodsole angereichert

Wasserfälle, Grottenrutschen, Luftsprudelbad und Massagedüsen: Die Ostseetherme Usedom lockt Winterurlauber zum Badevergnügen bei Wassertemperaturen zwischen 30 und 34 Grad. Das Besondere: Das Wasser von vier der sechs Badebecken ist mit Heringsdorfer Jodsole angereichert, die aus einer Tiefe von 408 Metern im gleichnamigen Ostseebad auf der Insel gefördert wird. Mit ihrem natürlichen Gehalt an wertvollen Stoffen und mineralischen Spurenelementen wird sie in der Therme therapeutisch genutzt – unter anderem bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, der Atemwege, der Haut oder des Herz-Kreislaufsytems. Die Solebehandlungen umfassen Bäder, Inhalationen oder Gesichtswaschungen. 2010 bietet die Ostseetherme zwei neue Therapiearten an: Zum einen das so genannte „Airnergy“, bei dem der Luftsauerstoff angereichert wird, um die Energieversorgung der Körperzellen optimal zu unterstützen und zum anderen die „Kinesio-Taping-Therapie“, eine ganzheitliche und medikamentenfreie Methode zur Linderung von Gelenkschmerzen. Die Ostseetherme Usedom ist von November bis April montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr sowie sonntags von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Von Mai bis Oktober steht sie Besuchern montags bis samstags eine Stunde länger offen. Seit der Eröffnung 1996 zählte die Ostseetherme bereits mehr als zwei Millionen Gäste.

Weitere Information: www.ostseetherme-usedom.de

Foto: Ostseetherme Usedom

23. Januar: Gesund leben im Gutshaus Stellshagen

Bio-Hotel lädt mit Tao-Gesundheitszentrum zum Wohlfühlurlaub ein

Fleischlos glücklich sind die Gäste des Gutshauses Stellshagen in der Nähe des Ostseebades Boltenhagen. Die angebotenen Speisen sind zu 100 Prozent „Bio“ und dazu rein vegetarisch. Neben Genießern zieht dieses Angebot auch immer mehr Allergiker an, die auf bestimmte Zutaten im Essen verzichten müssen. Täglich bietet das Gutshaus auch Tagesgästen die Möglichkeit, für 15 Euro pro Person am täglichen Mittags-Buffet oder für 18 Euro pro Person am Abend-Buffet zu schlemmen. Daneben sind in der 2006 eröffneten Außenstelle des Gutshauses, im Alten Feuerwehrhaus im Nachbardorf Damshagen, Bio-Produkte oder Brot aus der Hotelbackstube erhältlich. Gesundes Essen ist nur ein Standbein des Hauskonzeptes. So setzt die Eigentümerin, die Hamburgerin Gertrud Cordes, deren Mutter im Gutshaus aufwuchs, vor allem auf ein ganzheitliches Gesundheitskonzept, das im hauseigenen Tao-Gesundheitszentrum gelebt wird. Diese Naturheilpraxis mit 13 Behandlungsräumen, Labor, Ruheräumen und Tee-Bistro bietet verschiedene Behandlungen und Kurse an, angefangen bei Akupunktur über chinesische Kräuterheilkunde bis hin zur Lebenshilfe. Im schwedenroten Saunahaus auf dem Gutshausgelände mit Schwimmteich kommen Gäste ins Schwitzen. Anmeldungen für die Buffets und für die Sauna unter der Rufnummer 038825 440. Übrigens: In dem etwa sieben Kilometer entfernten Parin führt Gertrud Cordes ein zweites Bio-Gesundheits-Hotel.

Weitere Informationen: www.gutshaus-stellshagen.de, www.gutshaus-parin.de

Foto: Gutshaus Stellshagen

24. Januar: Kunstkaten Ahrenshoop

Ausstellungshaus zeigt ab 24. Januar Werke von Alfred Partikel

Bis heute zählt Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst neben Worpswede zu den bekanntesten Künstlerkolonien im Norden Deutschlands. Bereits 1889 entdeckte Professor Paul Müller-Kaempff zusammen mit dem Tiermaler Oskar Frenzel, aus Wustrow kommend, den Ort. Nachdem er sich 1892 als erster Künstler in Ahrenshoop ein Haus gebaut und zwei Jahre später die Malschule und Pension „St. Lucas“ errichtet hatte, entstanden 1908 zusammen mit Theobald Schorn die Pläne für einen „Ausstellungspavillon“. Mit finanzieller Unterstützung des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, seiner Gemahlin Sophie Charlotte Herzogin von Oldenburg und des Staatssekretärs Bernhard Dernburg konnte der Kunstkaten 1909 eröffnet werden. Als Auswirkung des Ersten Weltkrieges musste er 1918 geschlossen werden. Seit 1993 ist das Ausstellungshaus wieder im Besitz der Gemeinde Ahrenshoop. Mit der Sanierung im Jahre 2001 wurden die Räumlichkeiten vergrößert und die Ausstellungskonzeption mit Themen zu europäischen Künstlerkolonien erweitert. Am 24. Januar wird um 11.00 Uhr eine Ausstellung mit Werken von Alfred Partikel (1888-1945) eröffnet. In den 1920er Jahren gehörte Partikel zu den angesehensten Berliner Malern. Mehr als zwei Jahrzehnte – von 1921 bis 1945 – lebte und arbeitete er jeden Sommer in Ahrenshoop: Kein anderer Maler der klassischen Moderne war wie er in dem Fischer- und Künstlerdorf an der Ostsee zu Hause. Die Liebe führte ihn in das Ostseebad, denn die Eltern seiner Frau Dorothea Körte besaßen hier ein Sommerhaus. 1925 baute das Paar sein eigenes Haus im Ort in der Dorfstraße 32. Der Künstler flüchtete im Februar 1945 mit dem Fahrrad aus Königsberg, wo er als Professor für Landschaftsmalerei arbeitete nach Ahrenshoop und verschwand wenige Monate später auf mysteriöse Weise beim Pilzesammeln. Eine Kopie des Gedenksteines von Gerhard Marcks, der seinem Freund gewidmet ist, steht vor dem Kunstkaten.

Weitere Informationen zu Ausstellungen und Veranstaltungen unter: www.kunstkaten.de, Tel.: 038220 80308

Foto: Alfred Partikel, Gartenbestellung, 1931, Öl auf Holz, Kunstkaten Ahrenshoop

25. Januar: Historische Handwerkerstuben in Gingst

Museum präsentiert alte Handwerksgeräte und eine begehbare Camera Obscura

Spinnrad und Schusterkugel: Die Historischen Handwerkerstuben in Gingst im Westen der Insel Rügen zeigen in einer Dauerausstellung in alten Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert die Wohn- und Arbeitsverhältnisse von Schuhmachern, Schneidern, Weißnähern und Webern um 1900. Alles wirkt so natürlich, als hätten die Handwerker erst vor Kurzem das Haus verlassen. Im so genannten Efeuhaus finden Gäste die original nachgebildete Wohnung des letzten Webers in Gingst, der 1912 sein Handwerk abmeldete. Das „Krehmke-Haus“ präsentiert die Welt des Schuhmachers und des Schneiders mit alten Werkzeugen und Gerätschaften wie etwa der Schusterkugel, ein mit Wasser gefüllter runder Behälter, der das Kerzenlicht bricht, so dass der Schuster auch bei Dunkelheit seine Werkbank beleuchten konnte. Zu den Besonderheiten des Museums gehören eine Fingerhutausstellung mit rund 150 Exponaten sowie eine Schau um den letzten Kürschner der Insel, Uwe Hinz aus Bergen. Daneben befindet sich eine begehbare Camera Obscura, eine Lochbildkamera, im Hof der Handwerkerstuben. Deren Wirkungsweise erklärt der Stralsunder Fotograf Volkmar Herre an den Markttagen, die von Juni bis September wöchentlich hier stattfinden. Außerdem gehört eine alte Schmiede zum Museums-Ensemble. Anheimelnd wirkt auch das Café in der Museumsscheune mit selbst gebackenem Kuchen und kleinem Verkaufsladen mit regionalen Produkten wie zum Beispiel Edelobstbränden. Im Winter findet hier regelmäßig die so genannte „Blaue Stunde“ statt – eine Lesereihe, vorwiegend mit Themen aus dem nordischen Raum. Am 8. Februar wird die kaschubische Groteske „Willkommen, Herr von Puttkammer“ von Klaus Granzow vom Stralsunder Siegbert Bendt gelesen. Dazu wird „Kaschubeikotelett“ gereicht. Das Museum ist vom 1. November bis 30. April montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr und auch am Wochenende von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Die Sommeröffnungszeiten finden Interessierte unter www.historische-handwerkerstuben-gingst.de.

Foto: Olaf Müsebeck

26. Januar: Landesfeuerwehrmuseum in Meetzen

Oldtimertreffen am ersten Juniwochenende

1995 gründete der passionierte Hauptfeuerwehrmann Uwe Rosenfeld ein Feuerwehrmuseum in Meetzen bei Gadebusch. „Für mich war es damals wichtig, vor allem die DDR-Technik zu bewahren“, so Rosenfeld. Heute zählt sein Museum auf 1.000 Quadratemetern etwa 50 Feuerwehrfahrzeuge, darunter auch Horchfahrzeuge, Lastkraftwagen des Typs W 50 sowie der Marke Opel Blitz. Daneben befinden sich in dem Museum verschiedene Atemmasken, Helme und Mützen. Eine Dauerausstellung zum Thema „Feuerwehr im Grenzgebiet“ informiert über die spannungsreichen Beziehungen zwischen Grenztruppen und Feuerwehrmännern. Neben der Betriebsfeuerwehr befindet sich auf dem Gelände auch eine Restaurierungswerkstatt, in der alte Fahrzeuge wieder auf Hochglanz poliert werden. Am ersten Juniwochenende findet im Feuerwehrmuseum Meetzen ein Oldtimertreffen statt. Dort können Besucher alle Ausstellungstücke sowie weitere Raritäten bewundern. Anmeldungen für einen Besuch des Feuerwehrmuseums Meetzen unter der Rufnummer 0385 20271539 oder unter 0178 1641641. Ein paar Kilometer weiter, in der Landeshauptstadt Schwerin, befindet sich ein Erweiterungsbau des Regionalmuseums, das Internationale Feuerwehrmuseum Schwerin, mit etwa 100 Feuerwehrfahrzeugen und einer breiten Sammlung, angefangen von Leitern über Briefmarken bis hin zur einer Strahlrohrsammlung.

Weitere Informationen: www.feuerwehrmuseum-meetzen.de, www.ifm-schwerin.de

Foto: Feuerwehrmuseum Meetzen

27. Januar: Museumsanlage und Alte Synagoge in Hagenow

Wer sich über das Leben der Ackerbürger in Westmecklenburg informieren möchte, für den bietet sich im „Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und Alte Synagoge Hagenow“ im gleichnamigen Ort in der Langen Straße 79 eine passende Gelegenheit. Auf einem ehemaligen Ackerbürgergehöft erbaut, umfasst die Dauerausstellung unter anderem eine Abteilung zur Ur- und Frühgeschichte, eine historische Gaststube, eine Schusterwerkstatt, eine Waldglassammlung sowie Zeugnisse der NVA-Subkultur. Vom 26. März bis zum November diedes Jahres wird im Museumsspeicher die Sonderausstellung „Geräusch, Lärm, Musik – eine akustische Volkskunde Westmecklenburgs“ gezeigt, die die musikalischen Bräuche der Landbevölkerung in den Mittelpunkt stellt. Unweit davon, in der Hagenstraße 48, befindet sich als Teil des Museums die Alte Synagoge, die ebenfalls 1828 erbaut wurde, als 80 Juden in 16 Familien in Hagenow ansässig waren und einen Ort suchten, an dem sie ihre Religion ausleben konnten. Der Komplex um die Synagoge umfasst das Schulhaus, das erst kürzlich neben dem Wagenschauer – einer Art Abstellraum für den Leichenwagen – restauriert und auf den Namen „Hanna-Meinungen-Haus“ umbenannt wurde. Hanna Meinungen gehörte zu der Familie, die im Zweiten Weltkrieg von Hagenow nach Auschwitz deportiert wurde. Im Hanna-Meinungen-Haus befindet sich auch die so genannte Mikwe, das rituelle Bad der Juden. Heute weden im Betraum der Synagoge zahlreiche Lesungen und Konzerte veranstaltet. Unter anderem sind die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auch 2010 hier wieder zu Gast. Am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, findet um 20.00 Uhr ein Konzert der Gruppe „Pankraz“ statt. Zudem wird ein Kurzfilm über die Synagoge mit dem Titel „Das vergessene Haus“ von Kuno Karls gezeigt. Das Museum ist ganzjährig dienstags und donnerstags vom 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Führungen im Museum und eine Besichtigung der Synagoge sind nur nach Anmeldung unter der Rufnummer 03883 722042 möglich.

Weitere Informationen: www.freundeskreis-hagenower-museum.de

Foto: Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und Alte Synagoge Hagenow


28. Januar: Stadtmuseum Bergen auf Rügen

Am 28. Januar eröffnet neue Ausstellung „Rügen à la cartographie“

Das 1992 gegründete Stadtmuseum Bergen auf Rügen befindet sich in einem der sorgfältig restaurierten Gebäude des ehemaligen Klosterhofes. In neun Ausstellungsräumen erhalten Besucher auf 500 Quadratmetern einen Einblick in die Ur- und Frühgeschichte Rügens, angefangen von der Steinzeit bis zum Ende der Slawenzeit im Jahr 1168. Des Weiteren werden von der Gründungszeit des Klosters 1193 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Beispiele aus der Bergener Stadtgeschichte, besondere Ereignisse der Schwedenzeit und Persönlichkeiten Rügens dargestellt. Am 28. Januar wird die Sonderausstellung „Rügen à la cartographie“ eröffnet – eine Gemeinschaftsausstellung des Verbandes Insula Rugia e. V. und des Museums der Stadt Bergen auf Rügen. Gezeigt werden seltene historische Landkarten der Insel. Zu sehen sind unter anderem eine Karte des Antwerpener Kartografen Abraham aus dem Jahr 1584 und eine Rügenkarte von 1608 von Eilhard Lubin mit 28 rügenschen Adelswappen. Auf letztere gehen alle Rügenkarten bis in das 18. Jahrhundert zurück.

Weitere Information: www.stadt-bergen-auf-ruegen.de

Foto: Stadtmuseum Bergen

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