14. Jan 2010 | Nr. 006/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

20 Jahre Urlaubsland: Entdeckungen vom 15. bis 21. Januar

„20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des neuen Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen Nummer 15 bis 21:

15. Januar: Die Buchholzorgel in St. Nikolai in Stralsund

Unesco-Welterbestadt beherbergt reichen Orgelschatz

Ein historisches Instrument von herausragendem Denkmalswert finden Besucher mit der Buchholzorgel in St. Nikolai in Stralsund. Von 1839 bis 1841 wurde sie vom Berliner Orgelbauer Carl August Buchholz (1796-1884) mit 56 Registern auf drei Manualen und mit Pedal fertiggestellt. Durch bauliche Veränderungen, die Elektrifizierung und nicht zuletzt durch einen Bombenangriff 1944 und dadurch hereinlaufendes Regenwasser wurde die Orgel erheblich beschädigt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde sie mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vollständig durch die Bonner Orgelbauwerkstadt Johannes Klais und den Dresdener Kristian Wegscheider restauriert. Die Wiederherstellung des Orgelgehäuses lag in den Händen des Stralsunder Restaurators Wolf-Dieter Thormeyer. Ziel der Restaurierung war die vollständige Rekonstruktion des Zustandes der Orgel zum Zeitpunkt der Fertigstellung durch Buchholz im Jahre 1841. Neben der Buchholzorgel beherbergt die Kirche eine Schuke-Chororgel zwischen südlichem Seitenschiff und Chorumgang und eine Kleinorgel mit Elektromotor. Vom 2. Juni bis zum 23. September dieses Jahres finden immer mittwochs im Wechsel mit St. Marien Orgelkonzerte statt. Die Nikolaikirche ist im Winter täglich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Ab Ostern hat sie längere Öffnungszeiten. Neben der Buchholzorgel gehören die Stellwagen-Orgel in St. Marien sowie die Mehmel-Orgel in St. Jacobi zum reichen Orgelschatz der Welterbestadt.
Weitere Informationen und Veranstaltungen: www.nikolai-stralsund.de, www.orgelzentrum.de

Foto: Volkmar Herre

16. Januar: Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee

Informationszentrum Pahlhuus stellt Besonderheiten von Flora und Fauna vor

Im ehemaligen Grenzgebiet zwischen der DDR und der Bundesrepublik konnte sich im Dreieck der Ballungszentren Hamburg, Lübeck und Schwerin eine naturräumliche Besonderheit entwickeln, die heute als Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee anerkannt ist. Der 24 Quadratkilometer große Schaalsee bildet das Kernstück des insgesamt 309 Quadratkilometer großen Schutzgebietes. Durch seine Tiefe von 72 Metern friert der tiefste See Norddeutschlands im Winter nur selten zu. Wer sich in den kälteren Monaten zu einem Spaziergang aufmacht, kann insbesondere Seeadler, Saat- und Blessgänse beobachten. Landschaftlich prägen naturnahe Buchen- und Bruchwälder, Moore, zahlreiche Seen und Feuchtwiesen das Gebiet. Tierische Besonderheiten sind vor allem die 50 verschiedenen Libellen-, die 475 Nachtfalter- oder die 130 Weichtierarten. Das Informationszentrum Pahlhuus stellt die Besonderheiten von Flora und Fauna dar und gibt zudem touristische Tipps für die Region. An jedem ersten Sonntag ab April findet hier der so genannte Biosphären-Schaalseemarkt statt, auf dem Besucher regionale Produkte kosten und erwerben sowie an Wanderungen teilnehmen können. Neben vielen naturkundlichen Wanderungen können Gäste die so genannte See-Pferd-Tour buchen, die von Mitte März bis Ende Oktober für 29 Euro pro Person und 15 Euro für Kinder bis acht Jahre angeboten wird. Die Tour durch das Unesco-Biosphärenreservat beginnt am Bootsanleger in Zarrentin. Während einer Fahrt auf dem Elektroboot erleben Gaste den Schaalsee. Danach geht es mit dem Kremserwagen durch den Schalißer Wald und anschließend unter fachkundiger Führung durch das Kalkflachmoor sowie das Pahlhuus. Ein Mittagessen mit regionaler Küche rundet das Erlebnis ab. Das Pahlhuus hat vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im November dienstags bis sonntags von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet; im Winter samstags und sonntags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.schaalsee.de, Anmeldungen zur See-Pferd-Tour unter 038851 25311

Foto: Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee

17. Januar: St. Marienkirche in Bergen auf Rügen

Kurios: Ziffernblatt an Kirchturmuhr weist 61-Minuten-Teilung auf

Die älteste erhaltene Backsteinkirche auf der Insel Rügen steht in Bergen: die St. Marienkirche. Mit ihrem Bau wurde 1180 unter Fürst Jaromar I. – der auch darin begraben liegt – als romanische Basilika begonnen. Etwa ab 1300 wurde die Kirche gewölbt und im gotischen Baustil fertig gebaut. Sehenswert sind ein Wandmalerei-Zyklus mit biblischen Motiven, ein Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert sowie eine Barockkanzel aus dem Jahr 1776. Daneben zählen der „Jaromar-Kelch“ – ein mit Edelsteinen besetzter romanischer Abendmahlskelch aus der Zeit um 1270/1280 – sowie ein besticktes Leinentuch aus der Zeit um 1300, auf dem zwölf Szenen des Epos „Willehalm von Orlens“ von Rudolf von Ems dargestellt sind, zur Innenausstattung. Eine Kuriosität macht die Kirche zu einem besonderen Reiseziel: Das Ziffernblatt der Kirchturmuhr an der Nordseite des Turmes hat eine 61-Minuten-Teilung – das Ergebnis einer Fehlplanung bei der Wiederherstellung des Zifferblattes zu DDR-Zeiten. Vom 2. Mai bis 30. Oktober ist die Kirche, die auch eine Station auf der Europäischen Route der Backsteingotik markiert, von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet; im Winter nach Anmeldung unter der Rufnummer 03838 253524.

Weitere Informationen und Anmeldungen zu Führungen: Tel.: 03838 253524

Foto: Dieter Lindemann

18. Januar: Künstlerzentrum Schloss Bröllin

800 Jahre altes Gut fand neue Bestimmung als internationale Begegnungsstätte

Das 800 Jahre alte Gut Schloss Bröllin in Vorpommern ist seit 1992 eine interdisziplinäre und internationale Begegnungsstätte für Künstler. Auf 45.000 Quadratmetern bietet der Verein Schloss Bröllin mehrere Produktionsräume und Studios sowie Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten an – ideale Voraussetzungen für kurz- und längerfristige Aufenthalte zum Proben, Experimentieren, Trainieren und Entspannen sowie für Workshops und Tagungen. Ziel des Vereins ist es Kunst zu fördern. So werden regelmäßig so genannte Residenzen, kostenlose Aufenthalte im Schloss, vergeben, damit vor allem angehende Künstler ihr Talent ausleben können. Über das Jahr verteilt, finden verschiedene Projekte statt. Vom 9. bis 18. Juli treffen sich 50 Jugendliche aus sechs Ländern, um zehn Tage künstlerisch gemeinsam am Thema „Moment of truth“ zu arbeiten. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird am 17. Juli öffentlich präsentiert. Das Schloss Bröllin steht seit 1993 unter Denkmalschutz. 2009 wurde es im Rahmen der bundesweiten Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ als Teil der „Tour de Artroute“, bestehend aus den Stationen „Skulpturenpark Katzow“ und dem „Pasewalker Kunstgarten“, ausgezeichnet. Am 15. September dieses Jahres wird das Schloss „Ausgewählter Ort“ im „Land der Ideen“ sein.

Weitere Informationen: www.broellin.de

Foto: Joachim Manger

19. Januar: Kunsthalle Rostock

Erster Museumsneubau der DDR zeigt bis heute Zeitgenössisches / Manigk-Ausstellung ab 23. Januar

1969 wurde im Parkgelände um den Schwanenteich in Rostock ein spektakulärer Neubau eröffnet – die Kunsthalle Rostock, das erste moderne Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in der damaligen DDR. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Ausstellungen des Künstlerpaars Christo, von Edvard Munch, Camille Claudel oder Wolfgang Joop gezeigt. Die Sammlung des Ausstellungshauses enthält Werke, die sich unter dem Begriff „Ostdeutsche Moderne“ zusammenfassen lassen. Sie umfasst mit den 520 Gemälden, 6.000 grafischen Blättern und 200 Skulpturen Kunstwerke, die bis in das Jahr 1920 und in die klassische Moderne zurückreichen. Daneben nennt die Kunsthalle einen bedeutenden Fundus an skandinavischer, vornehmlich realistischer Kunst ihr Eigen. Herausragend ist auch ein umfassender Bestand an Malerei und Handzeichnungen des Dresdener Spätexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit – Beispiele einer die Spannungen und Nöte der damaligen Zeit reflektierenden Kunst. Ein Gemälde wie Bernhard Kretzschmars „Geburt“ von 1919 zeigt beispielsweise, wie eine ganze Generation von Künstlern und Intellektuellen den Ersten Weltkrieg erlebt hat: als elementare Katastrophe aber auch als Chance zur Neudefinition überlebter Werte und Anschauungen. Zwei Ausstellungen werden derzeit parallel vorbereitet: Vom 31. Januar bis 28. Februar heißt es im Obergeschoss „Riga dröhnt!“ – gezeigt werden die herausragendsten Vertreter der zeitgenössischen Kunst Lettlands. Fast zeitgleich, vom 23. Januar bis zum 28. Februar, präsentiert die Kunsthalle Rostock „Vater und Sohn – Otto und Oskar Manigk, zwei Malergenerationen. Diese Ausstellung stellt das künstlerische Spannungsverhältnis zwischen beiden in den Vordergrund. Die Usedomer Maler Otto Manigk und Oskar Manigk sind nach großzügigen Schenkungen mit großen Beständen in der Kunsthalle Rostock vertreten. Die Ausstellung thematisiert auch das Umfeld der Manigks – unter anderem das Verhältnis Otto Manigks zur Familie von Sigmar Polke. Die Kunsthalle ist dienstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.kunsthallerostock.de

Foto: Kunsthalle Rostock

20. Januar: Herzinsel Brückentinsee

Kleinod für Verliebte in der Mecklenburgischen Seenplatte / TV live aus dem Adlerhorst

Nicht nur am Valentinstag eine Entdeckung wert: die Herzinsel Brückentinsee in der Mecklenburgischen Seenplatte rund 100 Kilometer nördlich von Berlin. 40.000 Quadratmeter groß, zählt sie gerade einmal zwei Einwohner, nämlich das Ehepaar Karge, welches das Inselhotel Brückentinsee mit zehn Zimmern und zwei Wasserbungalows führt. Zur Insel gelangen Gäste nur über eine schmale Holzbrücke. „In 15 Minuten hat man die Herzinsel einmal umrundet“, so Barbara Karge. Ihre Gäste genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit. Zum Valentinstag am 14. Februar bietet sie Besuchern Rosenduft in der finnischen Blocksauna mit Seezugang, ein mit Rosenblättern ausgeschmücktes Bett sowie ein Rosen-Candle-Light-Dinner an. Übrigens: Im Hotel gibt es auf allen Fernsehgeräten zwischen März und August Fischadler-TV live aus dem Adlerhorst zu sehen.

Weitere Informationen unter: www.inselhotel-brueckentinsee.de

Foto: Inselhotel Brückentinsee

21. Januar: Buddelschiffmuseum Boltenhagen

220 Ausstellungsstücke / 2010 entsteht Werftanlage im Weinballon

Seit er zwölf Jahre alt ist, baut Jürgen Kubatz Buddelschiffe. Bereits 17 Jahre führt er, inzwischen als Rentner, im Ostseebad Boltenhagen ein kleines Museum und präsentiert dort seine Arbeiten. Rund 220 Buddelschiffe können Gäste bewundern, angefangen bei Exemplaren aus dem 15. Jahrhundert über die Titanic bis hin zur Gorch Fock. Jedes Jahr kommen etwa zehn bis 20 neue Buddelschiffe dazu, die er teilweise auch verkauft. Das Besondere: Für Urlauber fertigt er Buddelschiffe nach deren Wünschen an. Für 2010 hat Kubatz große Pläne: Er will eine ganze Werft mit Slipanlagen, Kränen, Gebäuden und Schiffen in einen Weinballon bauen. „Zur Saison soll die Werftanlage fertig sein“, so Kubatz. Geöffnet ist die Entdeckung in der Ostseeallee 23 montags bis freitags von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie am Wochenende von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.boltenhagen.de

Foto: Kurverwaltung Boltenhagen

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