05. Jan 2010 | Nr. 001/2010 | Kategorie: Pressemitteilungen

20 Jahre Urlaubsland MV: Entdeckungen vom 8. bis 14. Januar

„20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des neuen Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen Nummer 8 bis 14:

Übrigens: Die gedruckte Entdecker-Karte kann ab Januar 2010 beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unter der Rufnummer 0381 4030 500 bestellt werden. Alle 365 Entdeckungen sind ab dann auch unter www.auf-nach-mv.de zu finden.

8. Januar: Societät Rostock maritim

Ausstellung zu 125 Jahren Hochseefischerei eröffnet am 8. Januar

Am 8. Januar um 15.00 Uhr eröffnet in der Societät Rostock maritim die Ausstellung „125 Jahre deutscher Hochseefischfang – 60 Jahre im Osten Deutschlands“. Die Societät ist eine Informations-, Bildungs- und Begegnungsstätte in der Ausstellungen und Veranstaltungen zu geschichtlichen und aktuellen maritimen Themen, Buchlesungen sowie Musik- und Konzertveranstaltungen mit namhaften Künstlern und Shantychören stattfinden. Bis Ende April werden Werke des Brandenburgers Hans Richter gezeigt, der knapp ein Jahrzehnt auf einem so genannten Seitenschlepper zur See gefahren ist. „Heute fischt man fast ausschließlich mit Heckschleppern, weil es effektiver und umweltverträglicher ist“, so der studierte Gebrauchsgrafiker. Auf 63 Bildern, die zum Teil auch an Bord entstanden, wird an die Zeit der Seitenschlepper erinnert und alltägliche Szenen der Fischer dargestellt. Von „Mine im Netz“ über „Westdampfer auf Heimreise“ bis hin zu „Bei schwerem Sturm im Wellental“ können die Betrachter in die maritime Welt eintauchen. Die bis Ende März 2010 laufende Ausstellung ist montags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und ab Februar von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Societät Rostock maritim kann ganzjährig besucht werden. Eine weitere maritime Entdeckung der Stadt ist das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum, das an Bord eines 10.000-Tonnen-Hochseefrachters über die Geschichte der Seefahrt sowie maritime Technik informiert. Es ist in den Wintermonaten dienstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.srm-hro.de, www.schifffahrtsmuseum-rostock.de

Foto: Hans Richter

9. Januar: Friedländer Tor in Neubrandenburg

Mittelalterliche Wehranlage in Vier-Tore-Stadt zu bewundern

Die mittelalterliche Wehranlage von Neubrandenburg gilt als die am besten erhaltenste der Backsteingotik. Sie besteht aus der fast 2,3 Kilometer langen und nahezu komplett erhaltenen Stadtmauer, den Wallanlagen, den Wiekhäusern und den vier Toranlagen. Erbaut um 1300 im romanisch-gotischen Übergangsstil, ist das Friedländer Tor das älteste der vier Stadttore Neubrandenburgs. Es besteht aus dem stadtseitigen Haupttor und dem Vortor, welche mit Zwingermauern miteinander verbunden sind. Dem Vortor vorgelagert, wurde im 16. Jahrhundert ein halbrunder Zingel errichtet, sodass die Anlage eine Torburg von imposanten Ausmaßen bildet. Derzeit wird das Friedländer Tor, das wegen seiner Bedeutung als Juwel der Backsteingotik auch eine Station auf der Europäischen Route der Backsteingotik (www.eurob.org) markiert, saniert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Sicherung und behutsamen Reparatur des erhaltenen mittelalterlichen Dachstuhls aus dem Jahre 1328, einer der ältesten im Original erhaltenen Konstruktionen dieser Art. Im Tor befindet sich ein Torcafé, das montags bis freitags von 11.30 Uhr bis 24.00 Uhr, samstags von 14.00 Uhr bis 24.00 Uhr und sonntags von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet hat.
Weitere Informationen und Stadtrundgänge: www.neubrandenburg-touristinfo.de

Foto: Dr. Harry Schulz

10. Januar: St. Nikolaikirche zu Grevesmühlen

Imposanter Backsteinbau erlebte wechselvolle Geschichte

Mehr als 750 Jahre und damit so alt wie die Stadt selbst ist die St. Nikolaikirche in Grevesmühlen. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Backsteinbau mit dem stumpfen Pyramidendach prägt die Silhouette der Stadt. Der Kirchturm wies ursprünglich die stattliche Höhe von 92 Metern auf. Beim Großbrand von Grevesmühlen im Jahre 1659 verlor er seine Spitze und musste bis auf seine jetzige Höhe von 42 Metern abgetragen werden. Statt Barockaltar und Kanzel füllt eine Tauffünte, die noch älter ist als die Kirche und aus dem Jahre 1230 stammt, den Innenraum. 1872 wurde eine vom Schweriner Orgelbaumeister Friedrich Friese gebaute Orgel in Betrieb genommen. Über Jahrzehnte wurde die Kirche Schritt für Schritt renoviert, erhielt unter anderem neue Chorfenster, Dachsteine sowie einen neuen Altarraum. Bei der Innenrenovierung endeckte man vor einigen Jahren alte Gewölbemalereien über der Orgel, die nach und nach restauriert werden sollen. Die Konzerte „Grevesmühlener Sommermusiken“ der Kirche laden alljährlich mit ihren variantenreichen Klangimpressionen zu einem besonderen Musikerlebnis ein. Wie häufig der bekannteste Sohn der Stadt, der deutsche Kaufhausunternehmer Rudolph Karstadt, in der Kirche zu Gast war, ist nicht überliefert.

Weitere Informationen zur Kirche und Anmeldung: Evangelisch-Lutherische Kirche; Kirchplatz 4, 23936 Grevesmühlen; Pastor Wolfgang Heinrich, Tel.: 03881 2524, www.grevesmuehlen.de

Foto: Touristinformation Grevesmühlen

11. Januar: Dorfkirche Steffenshagen

Mecklenburgisches Dorf überrascht mit Sakralbau, Denkmalhof und Bockwindmühle

Von ungeahnter Schönheit sind die Dorfkirchen des Urlaubslandes wie etwa die dreischiffige Backstein-Hallenkirche in Steffenshagen im Landkreis Bad Doberan. 1273 wurde die „Ostseekirche“ erstmals urkundlich erwähnt. Neben dem reichen Inneren überzeugt die Dorfkirche vor allem mit ihrer Außenhaut. Die in die Außenwände eingearbeiteten Ziegel mit Flachreliefs zeigen heraldisch stilisierte Tiere, darunter Löwe, Greif, Leopard und Tiger sowie Weinlaubranken. Auch das Innere der Kirche weist Besonderheiten auf wie etwa den Schnitzaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Er zeigt in der Mitte auf einer Mondsichel stehend Maria mit dem Christuskind, zu ihren Füßen kniend die Stifter des Altars, rechts und links verschiedene Heilige und Moses mit den Gesetzestafeln. Weiterhin gehören zur Innenausstattung eine Triumphkreuzgruppe aus dem 14. Jahrhundert und eine romanische Granittaufe in Kelchform. Bei einem Spaziergang in denOrt können Besucher den Denkmalhof um eine 200 Jahre alte Bockwindmühle mit historischen Werkstätten, darunter Backhaus, Schmiede und Tischlerei, bewundern. Die Windmühle stammt aus dem sachsen-anhaltischen Buschkuhnsdorf und wurde 1998 in Steffenshagen aufgebaut und restauriert.

Weitere Informationen und Veranstaltungen: www.ostseekirche.de

12. Januar: Museum Villa Irmgard in Heringsdorf

Gorki, Tolstoi und andere Persönlichkeiten waren im Künstlerdomizil zu Gast

Der Straßenname ist Programm: In der Maxim-Gorki-Straße 13 im Seebad Heringsdorf befindet sich die Villa Irmgard: In dem darin beherbergten Museum wird dem Aufenthalt des russischen Schriftstellers im Jahr 1922 gehuldigt, denn Gorki verbrachte hier einen längeren Kuraufenthalt. Heute zeigt das Museum seine Wohn- und Arbeitsräume. Daneben finden in der Villa wechselnde Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt. Am 4. Februar eröffnen gleich zwei Ausstellungen – zum einen „Hobbymaler der Insel Usedom stellen ihre Arbeiten vor“ und zum anderen eine Schau der „Historischen Gesellschaft zu Heringsdorf“. Diese setzt darin die Erbauer der Heringsdorfer Villen sowie deren Besitzer und weitere Persönlichkeiten in den Mittelpunkt. Erbaut wurde die Jugendstilvilla um 1900. 1906 erwarb der Berliner Rechtsanwalt Dr. Friedrich Becher das Haus. Nach seinem Tod wurde es als Pension geführt, bevor es 1948 als Gorki-Museum eingeweiht wurde. Neben Gorki weilten auch der Dichter Alexei N. Tolstoi oder der Opernsänger Fjodor Schaljapin in dem historischen Gebäude. Das Museum Villa Irmgard ist bis April dienstags bis sonntags von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet, von Mai bis Oktober dienstags bis sonntags von 12.00 Uhr bis18.00 Uhr.
Weitere Informationen: www.seebad-heringsdorf.org, www.drei-kaiserbaeder.de

Foto: kowitz Werbeagentur

13. Januar: Atelier Otto Niemeyer-Holstein auf Usedom

Winterausstellung in Lüttenort an der schmalsten Stelle der Insel

Lüttenort nannte der Maler Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984) den Ort an der schmalsten Stelle der Insel Usedom zwischen Koserow und Zempin, an dem er mit dem „Lütten“, so der Name seines Bootes, anlandete und sich 1933 ein Grundstück kaufte. Hier richtete er sich auch sein Atelier ein, das heute wechselnde Ausstellungen zeigt. Bis zum 5. April sind in der so genannten Winterausstellung Druckgrafiken des Künstlers zu sehen. „Gemessen am malerischen Werk ist das druckgrafische Oeuvre Otto Niemeyer-Holsteins von der Zahl her klein“, so Gudrun Schmidt, Autorin von „ONH Werkverzeichnis der Druckgraphik“. Jedoch seien die Grafiken in den siebziger und achtziger Jahren ein gleichwertiges Arbeitsgebiet wie die Malerei geworden.
Übrigens: Otto Niemeyer-Holstein legte um sein Atelier einen Garten an, der auch Besuchern offen steht. In diesem Refugium setzte er verschiedenste Skulpturen in Beziehung zu Pflanzen und Bäumen und schuf damit eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Gewohnt hat der Künstler in einem ausrangierten Berliner S-Bahn-Wagen, der sich auch heute noch in Lüttenort befindet und bei Gartenführungen besichtigt werden kann. Während der Wintermonate ist das Atelier mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Ab 15. April steht es Besuchern täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr offen.
Weitere Informationen: www.atelier-otto-niemeyer-holstein.de

Foto: Nordkurier/Archiv

14. Januar: Stadtmuseum Kaffeemühle in Wolgast

Vom Keller bis zum Boden bietet das Haus einen Streifzug durch die Geschichte

Eine Reise durch die Geschichte Wolgasts können Gäste im Stadtmuseum „Kaffeemühle“ unternehmen. Anhand vieler Exponate erfahren Besucher darin interesssante Details der 500 Jahre währenden Residenzzeit, die 200 Jahre Schwedenherrschaft über Pommern und den Handel und Schiffbau in der Stadt an der Peene-Mündung. Volkskunst, Handwerksgeschichte und ein historisches Schulzimmer werden unter anderem in dem ehemaligen Getreidespeicher, der vermutlich aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt und damit der älteste Profanbau der Stadt ist, präsentiert. Im alten Tonnenkeller des Hauses, der aus dem 15. Jahrhundert datiert, wird die slawische Besiedlung des Gebietes nachvollziehbar. Selbst die zwei Böden des Fachwerkhauses bieten Spannendes: Auf dem unteren wurde eine Handwerkerstraße mit Frisörzimmer, Schusterstube, Druckerei, Apotheke und Knüpfstube eingerichtet. Der obere Boden des Hauses gibt mit seiner Fachwerkkonstruktion, die an eine Kaffeemühle ohne Kurbel erinnert, dem Haus sein Gepräge und auch seinen Namen. Die Kaffeemühle ist bis Mai dienstags bis freitags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie samstags von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen unter www.museum.wolgast.de

Foto: Museum Kaffeemühle Wolgast

Schlagwörter: , , ,

urlaubsnachrichten.de
Menü