29. Dez 2009 | Nr. 153/2009 | Kategorie: Pressemitteilungen

Feuriger Jahresbeginn: Sieben Entdeckungen in der ersten Januarwoche

„20 Jahre Urlaubsland – 365 Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern“: Der Landestourismusverband knüpft mit seinem Jahresthema für 2010 an die touristische Erfolgsgeschichte im Nordosten an. An jedem Tag des neuen Jahres wird eine Natur-, Kultur- oder Architekturentdeckung im Urlaubsland vorgestellt, im Folgenden die Entdeckungen Nummer 1 bis 7:

Übrigens: Die gedruckte Entdecker-Karte kann ab Januar 2010 beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unter der Rufnummer 0381 4030 500 bestellt werden. Alle 365 Entdeckungen sind ab dann auch unter www.auf-nach-mv.de zu finden.

1. Januar: Warnemünder Leuchtturm mit Teepott

Wahrzeichen des Ostseebades steht zum Jahresauftakt „in Flammen“

Einen feurigen Jahresauftakt bietet das Rostocker Seebad Warnemünde rund um den Leuchtturm. Das Jahr 2010 wird mit dem Spektakel „Leuchtturm in Flammen“ eingeläutet, zu dem etwa 70.000 Besucher erwartet werden. Das Ereignis setzt das bekannteste Wahrzeichen Warnemündes in Szene, den 31 Meter hohen Leuchtturm aus weiß glasierten Ziegelsteinen, der 1897/98 als Seezeichen erbaut wurde. Dieser weist nicht nur Schiffen den sicheren Weg in den Hafen, sondern ermöglicht Gästen einen unvergleichlichen Rundumblick auf Warnemünde mit der Ostsee und dem breiten Sandstrand. Am Fuße des Leuchtturms steht der „Teepott“, ein 1967/68 entstandener Rundbau mit einem eigentümlich geschwungenen Dach. In den hier befindlichen Restaurants und Bars können Besucher gleich hinter den Dünen speisen. Der Startschuss für das Schauspiel „Leuchtturm im Flammen“, einer Inszenierung aus Feuerwerk, Licht- und Lasershow, fällt um 18.00 Uhr.
Weitere Informationen: www.warnemuende.de, www.rostock.travel

Foto: MV Event/Thomas Schmidt

2. Januar: St. Petrikirche zu Altentreptow

Backsteinbau bietet Reise in die Architekturgeschichte

Ein besonderes Juwel der Backsteinbaukunst finden die Gäste mit der St. Petrikirche in Altentreptow bei Neubrandenburg. Wie vielerorts im Urlaubsland überrascht der kleine Ort mit knapp 6.000 Einwohnern an der Tollense mit einem mächtigen Kirchenbau, der eine Reise in die Architekturgeschichte bietet. Die Kirche entstand in gotischer Backsteinbauweise zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert. Sie ersetzte einen einfachen Vorgängerbau, der vermutlich in Holzbauweise entstand. Aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt das Kirchenschiff mit dem einfachen Kreuzrippengewölbe. Der mächtige, quadratische Westturm mit Fenstern und Blenden an allen Seiten wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts lieferte der Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler einen Entwurf für die umfassende Instandsetzung der Petrikirche. Im Zuge seiner Umsetzung erfolgte unter anderem die Erneuerung der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kapellenanbauten im Süden sowie die Restauration der Glasbemalung der Fenster. Besonders sehenswert sind der Schnitzaltar mit Chorgestühl aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sowie ein aus dem 13. Jahrhundert stammender, romanischer Taufstein mit verzierten Relieffiguren und -köpfen. Die Kirche kann ganzjährig besucht werden. Zwischen Mai und September ist sie täglich geöffnet. In den restlichen Monaten kann sie nach voriger Anmeldung bestaunt werden.
Weitere Information: www.kirche-altentreptow.de

Foto: Gabriele Schmidt

3. Januar: Ernst Barlachs „Der Schwebende“ im Dom zu Güstrow

Künstler hinterließ viele Spuren in der Residenzstadt

Der Reiz der Residenzstadt Güstrow in der Mecklenburgischen Schweiz ist eng mit dem Schaffen des Bildhauers, Schriftstellers und Malers Ernst Barlach verbunden. Im Dom zu Güstrow, einem bedeutenden Zeugnis norddeutscher Backsteingotik, finden Besucher neben einer reichen Ausstattung aus der Zeit der späten Romanik mehrere Werke des Künstlers. Eins davon ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt: „Der Schwebende“. Bei dieser Bronzeplastik, die neben den Arbeiten „Der Gekreuzigte“ und „Der Apostel“ im Nordschiff des Doms zu finden ist, handelt es sich um ein Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges. 1927 schuf Ernst Barlach dieses Werk, das 1937 als so genannte „entartete Kunst“ aus dem Dom entfernt werden musste und später eingeschmolzen wurde. 1953 kam ein neuer Guss wieder in den Dom, der heute bestaunt werden kann. Weitere Werke Barlachs befinden sich in seinem ehemaligen Atelier am Inselsee sowie in der Gertrudenkapelle in Güstrow. Der Dom ist ganzjährig geöffnet, bis zum 31. März dienstags bis samstags von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie an den Sonntagen nach dem Gottesdienst bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Führungen sind nach Anmeldung möglich.
Weitere Informationen: www.dom-guestrow.de

Foto. TV Mecklenburgische Schweiz

4. Januar: Ruine Veste Landskron

Ehemalige Burg in Ostvorpommern dient als Kulisse für Hexenfeste und Partys

Mecklenburg-Vorpommern gilt als das Land der Schlösser und Herrenhäuser, aber auch Burgen, oder das, was von ihnen übrig blieb, zieren das Land. Eine besondere Entdeckung können Besucher im südwestlichen Winkel des Landkreises Ostvorpommern im Örtchen Janow machen. Dort steht eine Burgruine, die Veste Landskron, die zu den eindrucksvollsten des Landes zählt. In den Jahren 1576 bis 1579 wurde die Burg für Ulrich II. von Schwerin – er gehörte zu einem der ältesten Grafengeschlechter Pommerns – an der Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern errichtet. Sie fiel jedoch den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg zum Opfer. Bis heute lässt die Ruine die Ausmaße des ursprünglichen Aussehens erahnen. Der geräumige Burghof mit der Ruine der Burgkapelle ist erkennbar, und der südliche Eckturm kann besichtigt werden. Im westlichen Teil der Burgruine befindet sich ein kleiner Eichenhain mit Bastionen, die zum Schutz der Burg dienten. Die im Sommer grün überwucherten Burgmauern dienen als Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen, von Hexenfesten bis zur Techno-Party mit bis zu 16.000 Besuchern.
Weitere Informationen: www.vorpommern.de

Foto: Amt Anklam Land

5. Januar: Buhskam – der größte Stein Nordeuropas

Findling kann tauchend entdeckt werden

Etwa 300 Meter vor der Küste des Ostseebades Göhren auf der Insel Rügen im Gebiet des Biosphärenreservates Südost-Rügen liegt der „Buhskam“, der größte Findling Nordeuropas. Er hat einen Umfang von 40 Metern und ragt eineinhalb Meter aus dem Wasser. Um den 1.600 Tonnen schweren Stein ranken sich viele Legenden. So trägt er beispielsweise auch den Beinamen „Adebarstein“ (Storchenstein), da von dort Störche die Rügener Babys holen sollen. Auf seiner pultartigen Oberfläche über Wasser finden bis zu 25 Personen Platz. Aber auch unter Wasser ist der Riesenstein eine Entdeckung wert. Schönis Tauchschule aus Sellin etwa bietet ganzjährig geführte Tauchgänge unter der Rufnummer 038303 86276 an. Wer nicht tauchen mag, kann den Teil, der aus dem Wasser ragt, auch vom Göhrener Strand aus bewundern.
Weitere Informationen: www.schoenis-tauchschule.de

Foto: Schönis Tauchschule

6. Januar: Barockschloss zu Griebenow

Ein Schloss erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Jahrelang war das Schloss in Griebenow in der Nähe der Hansestadt Greifswald nicht unbedingt als herrschaftliches Anwesen zu erkennen. Jetzt aber erhält es schrittweise innen und außen sein altes barockes Aussehen zurück. Damit gehört Griebenow zu den vielen Schmuckstücken Mecklenburg-Vorpommerns jenseits der grandiosen Ostseestrände, der einzigartigen Seenlandschaft und der vielerorts nahezu unberührten Natur. In der Schlossanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert finden Gäste heute ein Schlosscafé, das montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr und samstags und sonntags von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet hat. Das ganze Jahr über finden im Schloss Lesungen, Konzerte und Ausstellungen statt. Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen sind unter anderem der Frühjahrsmarkt zwei Wochen vor Ostern, der Parklauf am Ostersamstag und am dritten Samstag im September sowie der Herbstmarkt am zweiten Wochenende im November. Genaue Termine finden Gäste unter www.schloss-griebenow.de. Unweit des Schlosses finden Besucher die Schlosskapelle, einen 15-seitigen Bau, der eines der wenigen Beispiele protestantischen Kirchenbaus in Pommern war. Die Schlosskapelle kann nach Anmeldungen unter der Rufnummer 038332 88289 besucht werden.
Weitere Informationen: www.schloss-griebenow.de, www.kirchen-im-ostseeland.de

Foto: Regionaler Fremdenverkehrsverband Vorpommern e. V.

7. Januar: Dorfrepublik Rüterberg

Erinnerungen an ein ehemaliges Grenzdorf

Eine bewegte Zeit kann in Rüterberg an der Elbe im Landkreis Ludwigslust nacherlebt werden. An die Jahrzehnte der Grenzlage der Gemeinde zwischen Ost und West erinnern heute unter anderem ein eisernes Grenztor, ein Gedenkstein, eine Informationstafel sowie Geschichten und Episoden der Einheimischen. In Anlehnung an ihre isolierte Lage hatten sich die Bewohner des Ortes in der Wendezeit 1989 nach dem Vorbild der schweizerischen Urkantone als „Dorfrepublik“ ausgerufen. Damit wollten sie die Erinnerung an die lange Teilung Deutschlands durch Mauer und Stacheldraht wach halten.

Zu DDR-Zeiten lag Rüterberg in einer millitärischen Sperrzone und war damit isoliert. Zur Elbe im Westen riegelte ein Grenzzaun jeglichen Kontakt ab. Auch nach Osten hin gab es Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Dorfbevölkerung. So konnte das Dorf ab 1967 nur mit Passierschein und durch ein bewachtes Tor betreten werden. Von 22.00 bis 5.00 Uhr war dieser Zugang verschlossen und besonders von den Grenztruppen bewacht worden.

Seit 2004 gehört Rüterberg zur Stadt Dömitz. Die örtliche Heimatstube informiert Besucher über die bewegende Zeit.

Weitere Informationen: www.doemitz.de; Anmeldungen zu Führungen in der Heimatstube unter der Rufnummer 03875820333

Foto: Marina Möller

29. Dezember 2009, Nr. 153

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