05. Okt 2009 | | Kategorie: 13 Radwandern

Die Kompakten: 21 Radrundwege in Mecklenburg-Vorpommern

Neben sieben Fernradwegen beschreibt die Radbroschüre des Tourismusverbandes auch 21 kürzere Rundtouren. Zu verschiedenen Themen können Radler auf 100 bis 400 Kilometern zwischen Ahlbeck und Zarrentin Gutshäuser, Residenzstädte, Eiszeit- oder Flusslandschaften entdecken.

Der westliche sowie der östliche Backsteinrundweg führen Radreisende in sieben bzw. fünf Etappen durch die sanfte Landschaft Mecklenburgs zu einigen der schönsten und beeindruckendsten Bauwerken norddeutscher Backsteingotik.

Gäste, die beispielsweise in der Region Fischland-Darß-Zingst unterwegs sind, können auf dem gleichnamigen Rundweg in vier Etappen die Halbinsel und das Umland erkunden. Direkt am Bodden schlängelt sich der Weg entlang durch die Fischerdörfer Born und Wieck, vorbei an Schilfinseln und Zeesbooten. Bei Prerow gönnen sich erschöpfte Radler am feinen und breiten Sandstrand eine Pause. Drei weitere Teilstrecken des Rundweges führen über Zingst, Barth, Stralsund und Marlow zurück nach Ribnitz-Damgarten.

Eine kleine Herausforderung ist die vergleichsweise hügelige Rundtour, die Radfahrer durch die Mecklenburgische Schweiz leitet. Das Tal der Peene, die auch Amazonas des Nordens genannt wird, gehört zu den letzten unverbauten Flusslandschaften Europas. Radwanderer erwarten auch hier eine unverfälschte Natur und geschichtsträchtige Orte, wie unzählige Schlösser und Herrenhäuser, die hinter den Hügeln hervorlugen.

Backsteinrundwege: Der Westliche
Der westliche sowie der östliche Backsteinrundweg führen Radreisende in sieben bzw. fünf Etappen durch die sanfte Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns zu einigen der schönsten und beeindruckendsten Bauwerken norddeutscher Backsteingotik. Ausgangspunkt des 380 Kilometer langen westlichen Themenwegs ist die Landeshauptstadt Schwerin mit ihrem Märchenschloss und dem 117,5 Meter hohen Backstein-Dom, einem der höchsten in ganz Deutschland. Über Dörfer und Kleinstädte, die ebenfalls mit oft unerwartet großen und reich bemalten Backsteinschätzen aufwarten, geht es bis in die Hansestadt Wismar, die seit 2002 zum Unesco-Welterbe gehört. Auf der darauf folgenden Strecke in die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, die Hansestadt Rostock, sollten Radtouristen die Erhabenheit des Bad Doberaner Münsters, der im Jahre 1368 geweihten Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters, auf sich wirken lassen. Es gilt das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk in Mecklenburg-Vorpommern.

Backsteinrundwege: Der Östliche
Wer die Backsteinbauten im östlichen Teil des Landes entdecken möchte, startet in der Hansestadt Rostock mit ihren Kirchen und Giebelhäusern und mit dem traditionsreichen Seebad Warnemünde. Entlang der Ostseeküste führt der Weg bis nach Ribnitz-Damgarten, dessen schmale Gassen und trutziges Rostocker Tor schon den Maler Lyonel Feininger inspirierten. Weiter führt der östliche Backsteinrundweg am Boddenufer bis nach Stralsund. Die Hanse- und Welterbestadt wartet ebenfalls mit mittelalterlichen Wolkenkratzern, St. Marien, St. Nikolai und St. Jakobi, auf. Den Weg weiter südöstlich, in die Hansestadt Greifswald, weisen ihre Namensvetter,  „langer Nikolaus“,  „dicke Marie“ und „kleiner Jakob“ genannt, die bereits Caspar David Friedrich auf Leinwand verewigte. Zurück zum Ausgangspunkt führt der insgesamt 297 Kilometer lange Rundweg durch das Binnenland über Grimmen, Tribsees und Sanitz.

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