09. Jun 2008 | Nr. 2008 | Kategorie: Pressemitteilungen

Es kullert: Zur Bernsteinsuche nach Fischland-Darß-Zingst

„Es kullert“ – so heißt es bei passionierten Bernsteinsuchern, wenn sie mehrere der goldgelben Schmucksteine am Strand finden. Wer bei dem Ausdruck eher an Tränen denkt, liegt auch richtig. Einer alten baltischen Sage nach lebte in den Tiefen der Ostsee einst die schöne Nymphe Jurate in einem Palast aus Bernstein. Ihre Liebe zu dem jungen Fischer Kastylis erzürnte jedoch den Meergott Perunas so sehr, dass er seine Blitze auf den Palast schleuderte, Kastylis tötete und die arme Jurate an die Ruinen ihres Palastes kettete. Noch heute kann man an den weiten Stränden des Meeres die zertrümmerten Reste von Jurates Palast finden – oder ihre bitteren Tränen, die zu sonnigem Bernstein wurden.

Der Herbst ist die beste Reisezeit, um nach den Göttertränen zu suchen. Wenn der Wind aus Nordost kommt und übermächtig gegen das Land schlägt, dann lassen sich so manche einzigartige Stücke finden. Goldgelb oder auch grün, mit und ohne Einschlüsse – Inklusen genannt – leuchten sie dem glücklichen Finder aus dem Sand entgegen. Eingeschlossen sind manchmal kleine Tieren, Pflanzenteile oder Luftblasen, die vor 50 Millionen Jahren in der Kreidezeit von einem Tropfen Harz überrascht und auf diese Weise für alle Ewigkeit festgehalten wurden. Derartige Bernsteine sind voller Geheimnisse und eine ausgesprochen rar.

Wenn der große Fund ausbleibt, dann empfehlen sich Fahrten zum Zingster Bernsteinzimmer auf dem Museumshof, zum Darßer Bernsteinzimmer der Familie Moldenhauer in Prerow oder zum Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, wo die Steine zu bewundern sind. In der Schaumanufaktur „Ostsee-Schmuck“ in Ribnitz-Damgarten können Gäste auch selber Hand anlegen und sich aus dem Gold des Meeres ihren eigenen Schmuck kreieren.

Weitere Informationen rund um den Bernstein gibt es im Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Barther Straße 31, 18314 Löbnitz oder unter 038324/6400 oder unter www.fischland-darss-zingst.de.


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